Autor: kira

  • Aus aktuellem Anlass…

    schreibe ich heute über unsere Leber bzw. welche Medikamente bei zu langem oder unsachgemäßem Einsatz die Leber schädigen können. An sich ist sie ein starkes Organ, kann sich regenerieren und steht über den Dingen- wie ein guter General eben- so wird die Leber ja auch in der CM gesehen…aber wehe, wenn dieser General zu sehr geärgert wird:

    Übergewicht, Stress, zu reichhaltiges Essen, zuviel an Genussmitteln und Süßem, bestimmte Krankheiten wie Diabetes mellitus und Virusinfektionen- das führt zu Leberschäden, allseits bekannt. Aber wie sieht es mit den Errungenschaften unserer Medizin aus, manche Menschen behaupten ja, dass Mittel, die keine Nebenwirkungen haben, gar nicht wirken können ???

    Es gibt sehr viele Medikamente, die Nebenwirkungen aufweisen, welche die Leber schädigen können- vor allem dann, wenn Sie immer sofort bei der kleinsten Abweichung, bei multimorbiden Patienten parallel oder über einen zu langen Zeitraum gegeben werden:

    • Schmerzmittel und nicht- steroidale Antirheumatika wie ASS, Ibuprofen, Paracetamol, Phenylbutazone, Diclofenac, Indomethacin- auch ggf. Salben mit dem gleichen Wirkstoff können schädigend wirken, alles was wir in irgend einer Form resorbieren, muss über die Leber und den Pfortaderkreislauf abgebaut werden.
    • Antirheumatische Basismedikamente: Methotrexat, Leflunomid
    • Psychopharmaka und Beruhigungsmittel:Amitriptylin, Doxepin, Imipramin, Benzodiazipine, Haloperidol, Phenothiazine
    • Antidiabetika: Metformin
    • Antihypertensiva: ACE-Hemmer, Beta-Blocker
    • Antibiotika: Amoxisillin, Cotrimoxazol, Chinolone wie bspw. Ciprofloxacin
    • Antimykotika: Ketoconazol, Terbinafin
    • Weitere : Allopurinol als Harnsäuresenker, Chemotherapeutika, Statine als Cholesterinsenker, Thyreostatika als Schilddrüsenmittel und Marcumar- als Blutverdünner

    Wie verhält es sich nun- natürlich von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Werden die „schädlichen“ Stoffe nur kurzzeitig zugeführt, dann kann sich das Leberparenchym wieder gut erholen- ist die Zufuhr- ob nun Alkohol, Zucker, Fett oder Medikamente- von Dauer, dann erschöpft sich unser körpereigener Radikalfänger und die Leberzellen haben keine Chance mehr- die nicht mehr neutralisierbaren Sauerstoffradikale greifen die chemischen Strukturen der Leberzellen an- oft die notwendigen Fettsäuren und/oder Proteine der Zellmembran. Dadurch werden diese funktionslos und sterben ab. Bei einer Zelle ist das Ganze nicht dramatisch, aber bei einem fortlaufenden Prozess wird der Körper in Alarmbereitschaft versetzt, es entwickeln sich Entzündungsreaktionen- der Körper bildet statt der notwendigen Leberzellen nur noch funktionsloses Bindegewebe- die Leber fibrosiert- eine chronische Leberentzündung führt zur Leberzirrhose. Frühzeitig zeigen veränderte GOT und GPT-Werte im Blutbild die Leberschädigung an, spätestens da sollte die Medikation und die Lebensweise überdacht und daran etwas geändert werden.Medikamente können durch naturheilkundliche Präparate ersetzt oder eine Umstellung der Ernährung eingespart werden.

    Sollte eine Medikamentendauergabe notwendig sein, dann gibt es immer noch die Möglichkeit der Ernährungsumstellung und ggf. den parallelen Einsatz von pflanzlichen Leberschutzmitteln:

    • Artischocke, Löwenzahn, Mariendistel… und deren Produkte oder…
    • …chinesische Kräutermedizin + Akupunktur, welche die Dysbalancen ganzheitlich behandeln, die Leber harmonisieren und Schäden minimieren…
    • Alkohol und gesättigte Fette möglichst meiden, keine oder nur wenig Süßigkeiten(Zucker)
    • Vollwertkost mit Gemüse, gesunden Ölen, Quark, Dinkel und dessen Produkte, wenig Fleisch und Milchprodukte, Nüsse und Kerne, Obst mit wenig Fruchtzucker…
    • Regelmäßige Kontrolle der Leberwerte

    Schützen Sie sich und Ihre Leber- fragen Sie ggf. nach, jede(r) Arzt(Ärztin) und Heilpraktiker(in) muss Ihnen Rede und Antwort stehen, wie die Medikamente wirken.

  • „Stein“reich….

    …ist nicht immer von Vorteil… besonders dann nicht, wenn sich Gallen- und/oder Nierensteine im Körper bemerkbar machen bzw. ansammeln und dann Schmerzen auslösen:

    • Die Gallenblase ist das Partnerorgan der Leber, die Emotionen  Zorn, Wut und Ärger sind diesem Meridianpaar zugeordnet . Dementsprechend können Koliken auch durch diese Emotionen ausgelöst werden- die Zunge ist dann an den Rändern sehr rot und ggf. gelb- schleimig belegt.
    • Die Galle schonen Sie, wenn möglichst folgende Hinweise eingehalten werden: Meiden Sie frittierte sowie sehr fettige Gerichte. Essen Sie mehr Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchte und weniger Fleisch, Eier, Nüsse und Milchprodukte. Meiden Sie scharfe Gewürze wie Pfeffer, Chili, Knoblauch sowie die erhitzenden Gewürze Zimt, Nelken, Anis und Ingwer (siehe Beitrag hier). Maishaartee, Löwenzahntee, Enziantee, Pfefferminztee und Grüner Tee wirken gegen feuchte Hitze in der Gallenblase (= Gallensteine, Gallenblasenentzündung). Trinken Sie davon 1-2 Tassen täglich, zusätzlich entlastet ein regelmäßiger Leberwickel und sorgt für Erholung. Übrigens…die Leberwickel sind eine gute Hilfe in der Prävention, bei Unruhe und Schlafstörungen.
    • Folgende Nahrungsmittel wirken sanft reinigend auf die Gallenblase:Äpfel und Apfelessig, Birnen, Pastinaken, Chlorella-Algen, Zitrone in lauwarmen Wasser, Kurkuma, Rettich und Radieschen, Kamillentee, Leinöl (Bio und frisch).
    • Generell wirkt sich eine basische Ernährung positiv auf die Organe Leber/Gallenblase und die Nieren/Blase aus!
    • Bei Nierengries oder Nierensteinen verhält es sich ähnlich, die Ursache ist feuchte Hitze, die zu Stagnation und Blutstau führt(Schmerzen)- hier sollten Hülsenfrüchte nur maßvoll gegessen werden, ebenso Fleisch meiden und die Trinkmenge sollte auf 2 Liter abgekochtes, mit Zitrone gespritztes Wasser erhöht werden zzgl. zum Tee. Dazu ist eine Nierenmassage nach Hildegard von Bingen zu empfehlen.
    • Bei allen Steinleiden hilft die Pyritscheibe- auf die jeweilige Region aufgelegt, befreit sie von Stauungen und reguliert die Meridiane.
    • Akupunktur und Kräutermedizin helfen bei akuten Zuständen. Mit speziellen chinesischen Kräuterrezeptruen lassen sich Steine „aufbrechen“, die dann über die Stoffwechselaktivität ausgeschieden werden. Allerdings, wenn die Steine sehr groß sind, kann man mit dem „Zertrümmern“ auch eine OP vermeiden. Die Galle muss bei Steinen nicht mehr zwingend entfernt werden!!
    • Zusätzlich können Urtinkturen und Schüssler Salze zur Behandlung eingesetzt werden.

    Bleiben Sie entspannt, steinfrei und gönnen Sie sich und dem Inneren Ruhe und Erholung!

  • Das Wei-Qi stärken…

    … dann stärken wir unsere Immunabwehr. Das Wei-Qi ist unser Schutzschild, fließt direkt unter der Haut und kann mit Akupunktur, Kräutermedizin, Qi Gong und einer entsprechenden Ernährung erhalten und aufgebaut werden. Das Abwehr-Qi(Wei-Qi) aus Sicht der CM hat ein größeres Spektrum, als nur die westliche Sichtweise auf das Immunsystem…

    • Die Akupunktur stimuliert das Wei-Qi an bestimmten Punkten- z.B. am Punkt DuMai 14 und mit einer bestimmten Nadeltechnik- einer eher oberflächlichen Nadelung an den entsprechenden Punkten der Meridiane.
    • Kräuter, die das Wei-Qi stimulieren sind bspw. RenShen(Ginseng), DangShen(Glockenwindenwurzel) und Cordyceps sinensis(Raupenpilz), aber auch einfachere Kräuter wie taiZishen, BaiZhu und ChenPi- in den jeweiligen Rezepturen in einem guten Verhältnis zusammen gestellt, können sie nicht nur bei rezidivierenden Infekten sondern eben auch zur Prävention eingesetzt werden.
    • Beim Qi Gong sind es bspw. die 18 harmonischen Übungen, die das Wei-Qi stabilisieren und aktivieren, aber auch Gualin-Qi-Gong und die Atemmeditationen stärken die Abwehr-Energie. Generell spielt die Atmung beim Aktivieren eine wesentliche Rolle, denn nur wer ausreichend Sauerstoff aufnimmt, besitzt auch ein gutes Abwehr-Potential.
    • Über die Nahrung kann das Wei-Qi günstig und sehr nachhaltig erhalten und aufgebaut werden:…
    • durch ein warmes Frühstück, ggf. das Trinken von YiYiRenCha am Morgen,
    • durch das Kochen mit frischen, saisonalen Nahrungsmitteln,
    • durch das Reduzieren von Kuhmilchprodukten, raffineriertem Zucker, Fertignahrung, dauerhafte Brotmahlzeiten und Rohkost,
    • und durch das Beachten der persönliche Konstitution nach der CM- welches Element herrscht vorrangig in meinem Körper(Diagnose)
    • Nahrungsmittel, die das WeiQi stärken sind u.a.: Äpfel(alte Sorten), Datteln, Hafer und Dinkel, Seefisch, Holunderbeeren ;)- siehe Beitrag hier-, Beerenfrüchte des Spätsommers, Möhren, Leinsaat, Pastinaken und Rettichgemüse, Sanddorn und Hagebutten, Sauerkraut(roh), Shiitake und Maitake-Pilze, Frühlingszwiebel und Zwiebel(auch Knoblauchgewächse), aber auch Ahornsirup in Maßen genossen…ein gutes Rezept für das Wei Qi ist eine Frühstückssuppe aus weißem Rettich, Frühlingszwiebel, Shiitakepilzen, etwas Suppengemüse und Hildegardgewürzen wie Betram, Quendel und Galgant- dazu dann noch ein Tee aus Hagebutte und Holunder und die kalte Jahreszeit kann ruhig kommen 😉

    Denken Sie aber daran, nur Regelmäßigkeit und nicht die Masse ist das Maß aller Dinge, nehmen Sie die Nahrungsmittel in passenden Mengen täglich auf den Speisezettel, dann haben Sie alles Gute beisammen, um gesund durch die Jahreszeiten zu kommen.

  • „Schauen Sie sich meine Nase an“….

    …sagte vor einiger Zeit ein älterer Herr zu mir, der sich wegen „Rötungen“ im Gesicht vorstellte. Die Diagnose gemäß der Schulmedizin war klar- Rosacea… aber er wollte keine „chemischen Keulen“ für sein Gesicht und so begannen wir eine ganzheitliche Therapie mit Ernährungsumstellung, Kräutermedizin und Akupunktur- und die Gesichtshaut samt Nase wurden nicht nur heller und wiesen keine Papeln mehr auf, sondern er sprühte vor Vitalität, die er nach eigenen Angaben seit seinem 55. Lebensjahr nicht mehr empfunden hat, er ist jetzt 86 Jahre jung… so kann es sein…

    Was ist jetzt aber Rosacea?

    • In der CM gibt es verschiedene spezielle Ursachen für diese Hauterkrankung- immer aber liegt Hitze dem Muster zu Grunde. Das merken die Patienten oft selbst, Sonne, Rotwein, scharfes Essen u. s. w. verschlimmern/ verschlechtern oft das Hautbild- gemäß der CM haben wir es mit:
    • Hitze in Magen und Lunge, mit einem Hitze -Toxin im Blut, mit einer Blutstagnation oder einem Toxin im Inneren zu tun.
    • Die Erkrankungen verläuft in drei Stadien: 1. Resthitze in Lunge und Magen- die Symptome treten vor allem um die Nase herum und auf den Wangen auf, 2. Stagnation von Hitze im Blut und Yin- mit vor allem dunkel- roten Rötungen mit sichtbar erweiterten roten kleinen Gefäßen sowie mit „Blüten“ auf der Nase, auf den Wangen und auf der Stirn und 3. Blockade des Blutes Xue, welche sich in lila- roter Rötung mit Blüten und Bläschen, verdickter Haut und Schwellungen an der Nase zeigt, oft mit einem sehr langwierigen Verlauf.
    • Wir haben es also mit Hitze und Toxinen zu tun, die irgendwann einmal in den Körper gelangt sind und diesen nun „aufbrechen“. Aber auch Stress- Dauerstress in verschiedener Form macht den Körper schwach und kann diese Hauterkrankung verursachen. Stress heißt auch immer falsches, unregelmäßiges Essen, Genussmittel wie Kaffee, Alkohol und Nikotin, zu wenig Schlaf, die falschen oder zuviele Medikamente…
    • Therapie gemäß der CM: Nach der Musterdefinition gibt es eine Magisterkräutermischung oder eine individuelle Kräutermischung, um die Hitze und die Toxine aus dem Körper abzuleiten, gleichzeitig erfolgt eine schrittweise Ernährungsumstellung(innerhalb von drei Monaten) und eine „Lebenshygiene“- ohne diese hätte die Therapie keinen oder nur mäßigen Erfolg, Akupunktur und ggf. eine spezielle Kosmetik auf Basis von Kräutern runden die Strategie ab.
    • Die westliche Naturheilkunde geht ähnlich vor- Darmsarnierung mit Ernährungsumstellung, Entzündungsbekämpfung, Vermeiden von „Allergenen“ in der Ernährung, Heilpflanzentherapie mit Stiefmütterchen, Brennnessel, Kardentinktur, Homöopatische Einzel- oder Komplexmittel, Urtinkturen wie z. Bsp. aus der Walnuss(ein starkes Hautmittel), Leinöl und Nachtkerzenöl, orthomolekulare Ergänzungsmedizin und „Lebensordnung“ geben der Haut die Möglichkeit, sich zu regenieren und lassen die unschöne Hauterkrankung regelrecht verblassen.
    Walnuss als Mittel für eine gesunde und schöne Haut
    Walnuss als Mittel für eine gesunde und schöne Haut

    Sie haben es in der Hand- lassen Sie sich ein auf die ganzheitliche Therapie und ziehen Sie mit uns als HeilpraktikerInnen an einem Strang- zum Wohle Ihrer Haut!

  • Klare Sache?

    An dieser Stelle habe ich ja schon häufiger über ein klares Auge geschrieben, aber leider nehmen Autoaggressionserkrankungen zu, die auch Auswirkungen auf das Auge haben- Netzhautablösungen, Uveitis, eine Entzündung des Bereiches der mittleren Augenhaut, chronische Bindehautentzündungen u. s. w.

    Schulmedizinische Sichtweise:

    • Entzündungen treten in den verschiedensten Abschnitten des Auges mit allen bekannten Entzündungszeichen auf- Hitze, Rötung, Schwellung, Einschränkung eventuell Schmerzen…
    • Entzündungen im vorderen Abschnitt der Uvea kommen am häufigsten vor. Es sind entweder die Iris,  der Strahlenkörper oder beides entzündet- oft plötzlich auftretend und schnell fortschreitend…
    • Etwa 1/3 aller Entzündungen im inneren des Auges sind Entzündungen der mittleren Augenhaut- eher bei Kindern und Jungerwachsenen zu finden, bei denen dann auch beide Augen betroffen sein können…
    • Die Aderhaut steht bei der hinteren Uveitis im Fokus- diese enthält Blutgefäße, versorgt die Netzhaut und die umliegenden Strukturen- bei einer Entzündung der Aderhaut wird durch diese anatomischen Verhältnisse häufig auch die Netzhaut beeinträchtigt.
    • Die Schulmedizin sieht die Ursachen häufig in einer Infektion durch Erreger unterschiedlichster Art, aber auch andere Erkrankungen können die Uveitis auslösen: Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, Gelenkentzündungen, entzündliche Darmerkrankungen, Nierenerkrankungen oder auch andere Autoaggressionserkrankungen wie MS und ähnliches…

    Sichtweise in der chinesischen Medizin:

    • Das Auge spiegelt den Zustand der Meridiane Leber, Niere/Blase und Herz wieder- „Die Leber öffnet sich über die Augen“- alle Autoaggressionserkrankungen haben Ihren Ursprung in der Leber und spiegeln unverarbeitet Emotionen wie Zorn, Wut und Ärger wieder.
    • Allerdings haben auch die Meridiane Magen, Gallenblase und Blase Ihren Ursprung am bzw. im Auge- so dass die Ursache auch in einer Disharmonie zu suchen ist.
    • Eine Uveitis ist häufig eine Yang-Erkrankung, d.h. Hitze steigt nach oben- unkontrolliert und sehr schnell-, so dass es dann zu den bekannten Symptomen kommt. Wenn dieses unkontrolliert aufsteigende Yang nicht gebändigt und bspw. nur durch Cortison behandelt wird, dann verchronifiziert sich diese „Entzündung“. Cortison erzeugt im Körper Schleim/ Feuchtigkeit und Hitze und nur scheinbar behandelt es die Erkrankung.
    • In der chinesischen Medizin werden Kräuter eingesetzt, die erst einmal das Yang bändigen, die Hitze ausleiten, die Schmerzen stillen und das Auge „erholen“, danach kommen Kräuter zum Einsatz, die die Wurzel der Erkrankung aus chinesischer Sicht behandeln. Kräuter sind bspw. Chrysanthemenblüten, Magnolie, Geißblattblüten, Mai Men Dong… und andere Hitze- ausleitende Kräuter und Kräuter, die das Auge ernähren und beruhigen.
    • Die Behandlung umfasst weiterhin die Ananlyse der Ernährung und der Lebensumstände, auch dort erfolgt dann eine geeignete Umstellung.
    • Mit guter und aktiver  Mitarbeit der Betroffenen sind die Prognosen recht gut, der Behandlungszeitraum richtet sich immer nach dem Zeitraum, seit dem die Erkrankung besteht- Geduld ist wichtig dabei.
    • Es gibt folgende Muster: Schleim-Hitze, Trockenheit-Hitze, Magen-Hitze, Hitze in Leber und Gallenblase, Hitze in der Blase- diese Muster können noch Begleitsymptome aufweisen, die Anamnese spielt dabei eine wichtige Rolle- Zungenbefund, Pulsbefund und der körperliche- wie auch mentale Zustand sind zu erfassen. Manchmal erscheinen die Fragen merkwürdig: Was hat die Blase und der Harn mit dem Auge zu tun? Aber genau das macht die ganzheitliche Sichtweise aus- nicht die Symptome, sondern die Ursachen werden bekämpft.
    • Ein weiterer Faktor ist der Zustand des Wei-Qi- der chinesischen Sichtweise zu unserem Immunsystem- wenn das Wei-Qi schwach ist- dieses „schwimmt “ und „patroulliert“ direkt unter der Haut/Schleimhaut- dann können auch äußere Pathogene in den Körper eindringen…
    • Somit stellen Augenentzündungen wie eine Uveitis oft ein kombiniertes Muster von äußeren und inneren Faktoren dar.
    • Erste Hilfe ist immer eine Anwendung von Euphrasia- Augentropfen- auch begleitend zur Schulmedizin- egal, was am oder im Auge vorliegt- Euphrasia ist Augentrost- es sorgt für einen guten Lymphabfluss, beruhigt das Auge und leitet Hitze ab- klärt den Blick im Sinne des Wortes!

    Ich empfehle immer ein Hand in Hand zwischen Schulmedizin mit der tollen, modernen Diagnostik und der Naturheilkunde mit der ganzheitlichen Sichtweise und der Möglichkeit von Akupunktur, Kräutermedizin und musterbedingter Ernährungstherapie.

    Lassen Sie sich beraten- es gibt nicht immer nur einen Weg, um wieder klar zu sehen!

     

  • Knackig kommen sie daher…

    die ersten Äpfel, die den Herbst und damit das Erdelement ankündigen. Schon im Spätsommer reifen Sorten wie Gravensteiner und kündigen damit das Ende des Feuerelemtes an… „One apple a day keeps the doctor away“- ja, natürlich beleuchte ich den Apfel heute nicht nur als Obst, sondern auch aus Sicht der medizinischen Wirkungen.

    Was steckt denn nun im Apfel…?

    • …organische Fruchtsäuren, Natrium, Magnesium, Eisen, Phosphor, Schwefel, Kalium, Gerbstoffe, Kieselsäure, Kohlenhydrate in Form von Fruchtzucker(ein Apfel am Tag ist ausreichend), Vitamine A, B1,2 und 6, C und E und natürlich jede Menge Geschmack- ein Apfel/ Tag deckt etwa zwei Drittel des Bedarfs an den genannten Inhaltsstoffen.
    • Äpfel wirken basisch oder Basen bildend im Körper- nicht ganz unerheblich beim heuten Säureüberschuss in der täglichen Ernährung.
    • Pektine des Apfel sorgen für einen gesunden Darm und das isolierte Apfelpektin ist die gesunde Marmeladen-Hilfe zu Zucker und Gelierzucker. Außerdem schützt das Apfelpektin unsere Zellen und Blutgefäße- senkt sogar das LDL-Cholesterin und sorgt für ein gesundes Maß an HDL-Cholesterin.
    • Äpfel können als Kompott, natürlich roh oder in Form von frisch gepresstem Saft b. z. w. als Apfelessig heilend eingesetzt werden.
    • Äpfel roh: „putzen“ den Darm und sorgen für ein ausgewogenes Darmmillieu…
    • …als Saft mit Wasser verdünnt + Honig in Form einer Saftkur genossen(maximal ein Tag) zur Entsäuerung, als Hilfe bei Stoffwechselerkrankungen, Rheuma und Gicht und zur Darmentgiftung…
    • …als Leberentlastungskur mit Apfelsaft oder Apfelessig + Wasser und Olivenöl…
    • Apfelessig + Wasser und Propolis gegen Nierenfunktionskreisstörungen wie Ödeme, Wassereinlagerungen im Körper(Cellulite), Fettstoffwechselstörungen, Verdauungsstörungen, Zahnfleischerkrankungen, Muskelschmerzen, Übergewicht- durch Stabilisierung des Blutzuckerspiegels-, Allergien und Unverträglichkeiten und Müdigkeit/ gegen allgemeine Abgeschlagenheit.
    • Fußpilz- auch ein leidiges Thema- Apfelessigbäder b. z. w. Abreibungen stabilisieren den Schutzmechanismus der Haut und lassen die Pilzinfektion verschwinden( übrigens auch im Darm nach Antibiose und bei Candida-Infektionen).
    • Ein Wort zu den Allergikern- Kreuzallegiker: Meiden Sie alle neuen Apfelsorten…diese haben besonders viel Histamin und sehr viel Fruchtzucker. Gut verträglich sind die alten Apfelsorten- Freiherr von Berlepsch, Gravensteiner, Jonathan, Boskop….-diese sind nicht überzüchtet und haben noch das natürlich Verhältnis von Säure und Zucker. Für Diabetiker gilt: abgelagerte und alte Apfelsorten bevorzugen, da dabei der Fruchtzuckergehalt geringer ist.
    • Äpfel und die Produkte in Verbindung zum Beispiel mit Ingwer, Fenchel und Honig  wirken aus Sicht der CM auf die Funktionskreise Milz/Magen, Leber/ Gallenblase, Niere/Blase und Lunge/Dickdarm- sie können als Tonicum(Wein), als auch als Entgiftungsmittel- roh und als Essig- eingesetzt werden.

    Beißen Sie mit Wonne mal wieder in einen knackigen Apfel- genießen Sie den „Indian Summer“!

  • Holunderzeit…

    ist die Zeit der roten Finger, aber auch die Zeit der Vorsorge für die Erkältungszeit, denn….

    Holunder ist eines der ältesten Erkältungs- und Fiebermittel in Europa und wirkt:

    • …mit seinen Inhaltsstoffen, den Glycosiden, ätherischen Ölen, Flavonoide, Cholin, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Gerbsäure und natürlich ganz viel Vitamin C bei einer sehr großen Anzahl von Beschwerden…
    • …bei Abwehrschwäche, Allergien, Atemwegserkrankungen, Koronaren Herzerkrankungen, Hauterkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, Gelenkerkrankungen, Hauterkrankungen, Hämorrhoiden, Rückenerkrankungen, hohem Fieber, Blasen- und Nierenerkrankungen, Pilzerkrankungen, nervalen Erkrankungen, Erschöpfung… die Liste ließe sich noch beliebig fortführen- alleine bei ca. 60 Beschwerdebildern wird auf Holunder- Sambucus nigra- verwiesen.
    • Holunder ist kein Allheilmittel, aber eines der größten westlichen Naturheilmittel und wird als Tee, Saft, Wein oder Urtinktur eingesetzt.
    • Holunder allgemein: Bei Erkältungskrankheiten und Fieber kann man die Holunderblüten als Tee trinken und sich danach zum Schwitzen ins Bett legen. Zur Stärkung des Immunsystems eignet sich ebenfalls ein Holunderblüten-Tee.Durch die harntreibenden und blutreinigenden Wirkung ist Holunderblüten-Tee auch bei Krankheiten wie z.B. Rheuma und Hautunreinheiten geeignet bzw. die entgiftenden Eigenschaften der Holunderblüten unterstützen Kuren für die Stoffwechselaktivierung, die Gewichtsabnahme und Entgiftung.
    • Die Beeren enthalten sehr viel Vitamin-C, als Saft getrunken sind sie geeignet die Abwehrkräfte im Winter zu steigern, so dass es gar nicht erst zu Erkältungen kommt. Bei Verstopfung und schwerem Stuhl wirkt der Saft auch leicht abführend.
    reifer Holunder an der Erdbeerhofstraße hinter Mönchhagen
    reifer Holunder an der Erdbeerhofstraße hinter Mönchhagen
    • Eine stärkere abführende Wirkung weisen Blätter und Rinde auf. Diese sind jedoch leicht giftig, so dass das Anmischen eines Tee’s mit diesen Bestandteilen in die Hände des Fachmanns/ der Fachfrau gehören!! Die Blätter haben auch eine heilende Wirkung bei Hauterkrankungen und werden für Kompressen verwendet oder man kann sie als Salbe gegen Quetschungen, Verstauchungen und Hautwunden einsetzen.
    • Der Saft- mit lauwarmem Wasser gemischt- senkt zu hohes Fieber, heißer Holundersaft wärmt nach einem kalten Wintertag sehr gut durch.
    • Gemäß der CM hat Holunder eine Wirkung auf die Funktionskreise Lunge, Leber, Dickdarm, Blase und Niere und das Herz.
    • Ich setze in erster Linie die Urtinktur bzw. einen Mix aus Brennnessel und weiteren Kräutern ein, z.B. bei Allergien, Hitze im Darm mit Verstopfung und stark riechendem Stuhl, bei Hauterkrankungen – das Wirkspektrum ist sehr vielfältig.

    Greifen Sie ruhig beim Besuch des nächsten Bauernmarktes zu- mittlerweile gibt es die Säfte in guter Qualität und man spart sich die blau- schwarz- rot verfärbten Hände- die Farbe hält- so meine Erfahrung- ewig 😉

  • Süße Früchtchen Nummer vier, rot oder schwarz und unheimlich sauer…

    …sorgen sie trotzdem für ein Lächeln- die Johannisbeeren machen das Quartet der heilkräftigen Sommerbeeren komplett- heilsam alleine durch den geringen Anteil an Fruchzucker und somit prima als Früchte bei Stoffwechselerkrankungen geeignet:

    • Die Johannisbeeren gibt es in rot und schwarz- beide Sorten sind reich an Vitamin C, Gerbstoffen, Flavonoiden und Spurenelementen und beide wirken auf die Funktionskreise Milz/Magen und Leber.
    • Obwohl die Johannisbeere auch schon zu den ganz altbekannten Früchten zählt, ist sie relativ unerforscht- aber dank alter Schriften sind die Heilkräfte bei Migräne, Frauenleiden, Blasenleiden, Durchfall,  Erkältungskrankheiten,  Halsentzündungen und Vitamin-C-Mangel bekannt.
    • Die Blätter und Früchte werden zu Tees oder Tinkturen verarbeitet- oft im Zusammenhang mit anderen Kräutern oder ergeben eine herb- süße Mahlzeit mit Crepes, im Haferporrede oder…;) im Crumble- s. Beiträge vorher…
    • Johannisbeeren sind einfach zu pflanzen und gehörten zumindest früher in jeden Bauerngarten- wurden für den Winter eingeweckt oder getrocknet, aber auch der Wein daraus ist seeehhhhhhr lecker- wie ich als Teenager bei meiner geliebten Oma Lisbeth erfahren durfte- natülich haben meine Cousine und ich heimlich genascht- wir dachten es wäre Most und konnten uns gar nicht erklären, warum wir auf einmal seeehhhhr müde wurden 🙂

     

    Die Superfrüchte des Sommers auf einen Streich
    Die Superfrüchte des Sommers auf einen Streich
  • Süße Früchtchen Nummer drei, dunkel und geheimnisvoll…

    leuchten die Brombeeren in einem kräftigen schwarz-blau im grünen Strauch und sind ein Hochgenuss der süß- herben Sommerfrüchte:

    • dank Ihrer Inhaltsstoffe Ätherisches Öl, Gerbstoff, Pektin, Bernsteinsäure, Apfelsäure, Oxalsäure, Milchsäure, Salicylsäure, Vitamin C   wirken sie adstringierend, blutreinigend, blutstillend, schmerzlindernd, harntreibend, schleimlösend und tonisierend- auf die Funktionskreise Leber, Lunge, Blase und auf Jing- die Essenz- sie stellen quasi die Königin der Beeren in unserer westlichen Hemisphäre dar,
    • Ihren Einsatz findet die Brombeere als Saft, Tinktur, Tee und Pulver bei Mandelentzündung, Fieber, Mundschleimhautentzündung, Durchfall, Magen- und Darmkatarrh, Sodbrennen, Blasenentzündung, Diabetes,
      Wassersucht (Wurzelbehandlung der Nieren in der CM, dabei werden die Wurzeln des Brombeerstrauches genommen), Weissfluss, Wunden, Flechten, Ekzeme, Hautausschläge und -unreinheiten.
    • Ähnlich wie bei der Himbeere darf auch der Brombeerblättertee oder die Tinktur nicht während der Schwangerschaft genommen werden- auch hier zeigt sich die große Wirkung- der Tee oder die Tinktur ist wehenfördernd und erleichtert die Geburt.

    Brombeeren sind bereits als beliebte Kulturpflanze bekannt- mittlerweile auch ohne Dornen und sogar auf dem Balkon haltbar- liebend gerne nutze ich auch die Brombeeren für den sommerlichen Crumble:

    DSCI0319

  • Süße Früchtchen Nummer zwei, in hellrot…

    …sind die Himbeeren- Sommerfrüchte , die wie die Heidelbeere in Wild- oder Kulturform genießerische und heilkräftige Fähigkeiten entfaltet:

    • wirkt entzündungshemmend, schweisstreibend und positiv auf das Immunsystem, antioxidativ und blutreinigend/ blutaufbauend durch die Inhaltsstoffe Gerbstoffe, Vitamin C, Provitamin A und Vitamin B, Eisen, Kalzium, Kalium, Magnesium, Folsäure und Flavonoide und kann dadurch auch präventiv gegen Zivilisationskrankheiten und Autoaggressionskrankheiten eingesetzt werden,
    • gemäß der CM wirken Himberren und die Blätter auf die Funktionskreise Leber, Lunge und Milz- Ihre Extrakte werden z. Bsp. bei zu starker Monatsblutung oder nach der Geburt eingesetzt,
    • Tee aus Himbeerblättern zzgl. anderer Kräuter und auch die Früchte wirken bei Halsentzündung, Durchfall, Magenentzündung, Darmentzündung, hämorrhoidalen Blutungen, Zahnfleischentzündung, Verstopfung, Rheumatischen Erkrankungen, Skorbut(in Entwicklungsländern und bei starkem Vitamin C-Mangel, z.B. bei Krebserkrankungen und unter der Chemotherapie) und bei gynäkologischen Themen- u.a. erleichtert ein Tee die Geburt und fördert die Wehen- deshalb darf der Tee oder Tees, die Himbeeren/ Himbeerblätter enthalten, nicht während der Schwangerschaft getrunken werden!!!
    • Die Himbeere gehört zu den Rosengewächsen und ist mittlerweile eine wunderbare Kulturfrucht- man muss nicht mehr auf die Wildformen zurück greifen- je nach Züchtung sind die Inhaltsstoffe unterschiedlich- jedoch decken 150 Gramm Himbeeren einen großen Teil der Tagesbedarfes an oben genannten Inhaltsstoffen.

    Auch mit Himbeeren lässt sich ein Crumble- Frühstück zaubern- siehe Beitrag Heidelbeere:

    DSCI0318