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  • Wenn der Darm murrt…

    …dann fühlt sich „Mensch“ nicht wohl. Ähnlich wie bei den Hauterkrankungen nehmen Darmprobleme zu. Betrachten wir unseren Darm mal aus östlicher Sicht:

    • Das Gedärm als Organ ist im mittleren und unteren Sanjiao angesiedelt- die zugeordneten Meridiane sind Dünndarm, Dickdarm, Milz/ Magen und Leber/ Gallenblase. Wenn es zu Störungen in den Meridianen kommt, dann reagiert auch unser Darm.
    • Auch in der CM ist der Darm in erster Linie für die Verwertung, Trennung und Ausscheidung verantwortlich, reguliert aber auch die körpereigene Abwehr und reagiert sensibel auf Störungen im Sympatikus(Stressoren).
    • Die Störungen aus Sicht der CM beruhen auf den Pathogenen Feuchtigkeit und/oder Hitze, können durch eine Stagnation des Leber- Qi und des Nahrungs- Qi entstehen.
    • Stressoren für den Darm sind ungeeignete Nahrung, einseitige Nahrung, Hungern, ständiger Stress und Ärger, unterdrückter Zorn, Medikamenteneinnahme und Antibiotika.

    Schulmedizinisch kommen verschiedene Diagnosen in Betracht- Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn, Colitis Ulzerosa… Am Beispiel des Reizdarm möchte ich Ihnen die Thematik näher bringen:

    Reizdarmsyndrom- eine häufige Diagnose- äußert sich mit: Bauchschmerzen, Völlegefühl, Blähungen, Probleme bei der Stuhlentleerung mit Durchfall und/oder Verstopfung, dauerhafter Stuhldrang (vor allem morgens) – also in unserem Königreich der Mitte ist etwas faul. In der Vergangenheit ist das IBS (Irritation Bowel Syndrome) in der CM nicht beschrieben worden, da diese Krankheit unbekannt war.  Erst seit Mitte der 1970er Jahr gab es zahlreiche Forschungen zu dem Thema. Dies hängt mit dem heutigen- modernen- Lebensstil zusammen, der wirklich sehr schnell – im wahrsten Sinn des Wortes- ist. Da “ liegt der Hase im Pfeffer“- ursächlich gibt es mehrere Faktoren- eine Ursache ist das Ungleichgewicht zwischen übermäßiger Arbeit und ungenügender Erholung. Dazu kommen unregelmäßiges Essen oder  das Essen im Laufen, mit einem Handy am Ohr, am PC oder am Fernseher, wir essen viel und/oder spät abends, gehen oft ohne Frühstück aus dem Haus… Regelmäßigkeit in der Nahrung, gemäß den Grundsätzen einer gesunden und schonenden Ernährung ist der erste Schlüssel zur Gesundung- ohne diesen Schlüssel ist eine Behandlung nur erschwert oder gar nicht möglich! Wenn wir diese Regelmäßigkeit und das gesunde Maß nicht einhalten, sind wir selbst daran schuld, wenn unser Darm verrückt spielt.

    Eine weitere, sehr wichtige Ursache ist die Qualität des Essens – viele von uns haben es immer noch nicht begriffen- 80% unserer angebotenen Lebensmittel gehören auf den (Sonder)-Müll- mal ganz drastisch ausgedrückt. Fertignahrung, industriell verarbeitet Nahrung, Fertigmischungen, all die ganzen E’s und Farbstoffe/ Aromen dienen nur dem Profit und schädigen uns auf Dauer. Dazu kommt das Zubereiten- frittiert, pasteurisiert, chemisch behandelt, emulgiert, aromatisiert, gefärbt, aus verschiedenen genetisch behandelten Getreidesorten usw. hergestellt solche Nahrung macht krank- die Zunahme an Allergien, Darmerkrankungen, Unverträglichkeiten u.s.w. beweist es. Auch eine übermäßige Einnahme von Antibiotika, Hormonen und Antidepressiva trägt dazu bei, dass das Ungleichgewicht der Darmbakterien, eine Dysbiose, verursacht wird.  Der dritte Faktor ist die stressige Lebensweise- im Organismus ist das Nervensystem in das zentrale (Gehirn und Rückenmark), periphere (quergestreifte Muskeln) und autonome System verteilt, die glatte Muskulatur, also die inneren Organe, wird/ werden vom autonomen NS beherrscht.  Das autonome Nervensystem ist in den Sympathikus und Parasympathikus unterteilt.  Der Sympathikus ist „Yang“ und für die Aktion/ Entscheidung (Kampf oder Flucht) verantwortlich, während der Parasympathikus „Yin“ ist und für Erholung und Essen verantwortlich zeichnet.  eine Katze, wenn sie eine Maus gejagt hat, frisst und ruht sich dann aus –  sie verdaut in Ruhe- nehmen wir uns ein Beispiel!

    Die Syndrome aus Sicht der CM sind:

    • Leber greift den Magen, die Milz und den Dickdarm an- Gan Qi Fan Wei-Pi-Da Chang– es herrscht ein Ungleichgewicht zwischen einer überdominanten Leber, welche den Magen, die Milz und den Dickdarm beeinträchtigt, Symptome sind- Angst Gereiztheit, Schmerzen in der Leiste, Blähungen und Völle, Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung, gefühlsmäßig eine ungenügende Entleerung, stiftartiger Stuhl, sehr häufiges Gähnen, unregelmäßige Menstruation
    • Mangel an Milz Qi mit daraus folgender Stagnation von Milz- Qi QiPi QiXu- geht oft einher mit Feuchtigkeit Qi Zhi und Tan(Schleim)– die Leber wird- siehe oben- übermächtig, in deren Folge stagniert Qi, oft ist die stagnation eine Folge von Mangel an Qi- der Mangel ist so stark, dass Qi nicht mehr frei fließen kann, Symptome sind- Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Blähungen und Bauchschmerzen, die nach der Mahlzeit stärker werden
    • Mangel an Milz Qi mit sehr starker Feuchtigkeit/ Schleim- PiQi Xu und Shi/ Tan– die Ursachen liegen in erster Linie in einer Fehl/Falsch- Ernährung begründet- siehe Einleitung-Symptome sind- Müdigkeit, Völle und Blähungen, klebriges Gefühl im Mund, weicher Stuhl bis Durchfall ggf. mit Schleimauflagerungen
    • Hitze und/oder Feuchtigkeit-Shi Re– Ursachen siehe Einleitung- Symptome sind- Völle, Sodbrennen, Müdigkeit, Blähungen, sehr starker Appetit auf Süßes, wechselnde Stuhlkonsistenz von Durchfall bis Verstopfung mit klebrigem, stark riechenden Stuhl
    • Stagnation der Nahrung Ji Shi– Ursachen sind übermäßige und schwer verdauliche Nahrung, übermäßiger Alkohol- oder Genussmittel- Konsum, Rauche, Essen unter Stress und Stressessen(siehe Artikel Stressesser), Symptome sind- Völle und Blähungen, gedehnter und gespannter Bauch, Aufstoßen, Schmerzen im Darm und im Magen, Übelkeit, Erbrechen, Sodbrennen, Verstopfung oder Durchfall, übelriechender Stuhl
    • Magen und Leber- Yin-Mangel-Wan Gan Yin Xu– heiße Nahrung, Genussmittel als ständiges Nahrungsmittel, Trockenheit, Stress, Symptome sind- Dürregefühl im Mund, trockener Stuhlgang und Verstopfung, Durst, Müdigkeit, rötliche Wangen mitHitzegefühl, Hitze an Händen und Füßen, Nachtschweiß am Sternum und am Bauch

    Soweit die Syndrome aus Sicht der CM- Sie sehen also, es sind sehr vielfältige Diagnosen zum Thema Reizdarm möglich. Die Therapie sieht wie folgt aus:

    • Pathogene Faktoren ausleiten- Akupunktur, Kräutermedizin, Ernährungsumstellung und Ernährungstherapie, ggf. Darmaufbau mit Nahrungsergänzungsmitteln oder Orthomolekularmedizin
    • Die Schwächen aufheben und die Milz stärken- Ernährungstherapie und Kräutermedizin
    • Den Körper in Balance bringen- Erhaltungsernährung(langfristige Ernährungsumstellung) auf eine leicht verdauliche Vollwerternährung, Stressmanagement, Kräutermedizin, Bewegungstherapie
    • Mein Tipp: beginnen Sie nach einer ausführlichen Anamnese und Ernährungsberatung bereits selbst- ein halber Teelöffel gemörster Kümmel, etwas Kurkuma und Fencheltee morgens nach dem warmen Frühstück schützt den Magen und reguliert natürlich den Darm

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    Das Reizdarmsyndrom lässt sich auch mit der CM nicht einfach behandeln, es benötigt mindestens 3 Monate, bis der Körper anfängt, sich zu regulieren- aber die Chancen sind gut, wenn Sie als Betroffene(r) mitarbeiten.

    Wir leben in einer modernen Zeit- müssen wir deshalb zwangsläufig moderne Erkrankungen bekommen?

    Mit Kräutern und einer gesunden Ernährung zurück zum gesunden Darm
    Mit Kräutern und einer gesunden Ernährung zurück zum gesunden Darm

     

  • Haut und Seele

    Heute möchte ich Ihnen einige Erfahrungen aus der Praxis bzgl. einer stark zunehmenden Hauterkrankung- gerade bei Kindern- näher bringen- die Neurodermitis oder auch atopisches Ekzem genannt. Unsere Haut ist immer ein Ausdruck unserer Seele- geht es uns mental gut, sind wir in Balance, dann ist auch unsere Haut im „Reinen“.  Kinder haben eine hochsensible Seele- reagieren deutlich empfindlicher auf Äußeres oder Belastungen und sind somit deutlich schneller von Störungen betroffen, als Erwachsene.

    Sensible Seelen leben in sensiblen- oft noch nicht oder nur ungenügend reaktionsfähigen- Körpern. Diesen fällt es deutlich schwerer, sich ausreichend vor dem hektischen Alltag und dem vorherrschenden Zeit- und Anpassungsdruck zu schützen. Da dieser Körper die massiv auftretenden Reize nicht ausreichend verarbeiten kann, reagiert er mit Abwehr. Die Haut wird “ dünn „- unser großer äußerer Schutzwall wird durchlässig, für alles was krank macht und zeigt sich gerade bei Kindern gerötet, juckend, aufgerissen… Kindern fällt es weit aus schwerer, „Grenzüberschreitungen“ abzuwehren und deutliche Signale zu geben.

    Jeder Mensch hat seinen eigenen Rhythmus, jeder hat seine eigenen Stärken und Schwächen- dieses auch im Alltag zu leben, ist schwer, besonders heute, wo alles „genormt“ sein muss, immer wieder auch teilweise gegen das eigene Selbst gelebt oder gearbeitet wird.

    Darum geht es aber bei unserem größten Organ- Schutzorgan- die Haut dient unserem Körper und Geist, uns in der Gesamtheit von der Umwelt und deren negativen Einflüssen g e s u n d  abzugrenzen.

    Eine verletzte Haut bedeutet, es hat eine Grenzüberschreitung stattgefunden!

    Leider finden selbst heute moderne Ärzte bei der schulmedizinischen Betrachtung des atopischen Ekzems in keiner Weise, dass es in erster Linie äußere Faktoren sind, die das Auftreten bedingen:

    • Druck und Stressoren in und durch die Gesellschaft
    • Leistungsdruck und Anpassungsdruck in der Schule
    • Terminpläne für Kinder, die einem Manager gleichen
    • Ernährungsfehler und teilweise schlechte Nahrung durch Schulspeisung und das, was an „Lebensmitteln“ zur Verfügung steht

    Der Geist- nicht nur bei hochsensiblen Kindern, kommt dadurch nicht zur Ruhe. Diese Unruhe- in der CM Hitze- kann sich bei Hauterkrankungen in so genannten Schüben, begleitet von starkem Juckreiz, nässenden Ekzemen, Hautinfektionen, Unverträglichkeiten und Allergien zeigen.

    Und da aus Sicht der CM Haut, Darm und Lunge eine Einheit bilden, kommen zu diesem äußeren Bild nicht selten noch Verdauungsstörungen wie Durchfall, Verstopfung und Blähungen sowie Atemwegserkrankungen, vor allem Asthma, dazu.

    Kindern, denen Mimosenhaftigkeit und/oder Introvertiertheit, Konzentrationsschwäche, Unaufmerksamkeit und/oder Hyperaktivität zugesprochen wird, sind nicht selten auch von Asthma und/oder Hauterkrankungen betroffen.

    Tun kann man vieles, es muss aber ein ganzheitlicher Ansatz sein:

    • die eigene Veranlagung erkennen,
    • Umweltfaktoren und Störfaktoren im sozialen Umfeld erkennen und verändern
    • die eigene Familien- und Lebenshygiene überarbeiten

    Das Bewusstsein für dieses Zusammenspiel erleichtert es, mit Dingen umzugehen, die nicht änderbar sind.

    Bewusstes Leben heißt, bewusst und achtsam mit sich und seinem Körper umzugehen, wahrzunehmen, was ihm gut tut, wo die eigene Grenze liegt und wo Grenzen zu setzen sind.

    Die Bewusstheit fängt bei den Eltern an und muss an die Kinder weiter gegeben werden:

    • Achten Sie auf bewusste, dem Typ gemäß der Diagnose nach der CM und auf das Hautbild abgestimmte Ernährung.
    • Wichtig ist eine stressreduzierte und geordnete Umgebung für die Familie und besonders für das Kind. Laut CM ist die Haut dem Element Metall zugeordnet. Metall steht für Struktur und Klarheit- jegliche Struktur im Alltag sorgt in der Endkonsequenz für den Wohlfühlaspekt.
    • Hauterkrankungen werden gebessert, wenn ausreichend Sauerstoff zur Verfügung steht- achten Sie auf frische Luft in den Zimmern und immer mal wieder auf die bewußte Atmung – Atemtraining heißt die einfache Übung- leiten Sie Ihr Kind an, die Hände auf den Bauch zu legen und dann mit Konzentration (ev. mit geschlossenen Augen) gegen die Hände zu atmen, frische Energie in den Bauchraum zu schicken, von wo sie sich im ganzen Körper verteilt. Lassen Sie das Kind und sich selbst regelmäßig nach draußen ;)- eine Luftdusche ist gerade für gereizte Haus eine Wohltat.
    • Stressreduktion und Freiräume schaffen- eine der große Herausforderungen, vor allem bei schulpflichtigen Kindern- aber mal ehrlich, muss ein Kind mit 4 Jahren schon zum Chinesisch-Kurs- ganz ketzerisch gesprochen, oder macht es nicht mehr Sinn, dass Kind als Persönlichkeit zu akzeptieren und es nach seinen Bedürfnissen und Neigungen zu fragen und diese dann auch umzusetzen??
    • Streicheleinheiten- liebevoller Umgang mit dem Betroffenen–  geade Betroffene von Hauterkrankungen „spüren2 eine Linderung, wenn leichte Berührungen stattfinden- ein Zeichen, das Vertrauen herrscht und Kinder das GEfühl von Geborgenheit vermittelt. Oft helfen auch regelmäßige, sanfte Körperbehandlungen wie beispielsweise Shiatsu, damit die Kinder lernen in ihrem Körper zur Ruhe zu kommen und sich zu entspannen.
    • K e i n  D r u c k – Druck überschreitet die Hautbarriere- das fängt mit der Bekleidung an und hört mit irgendwelchen unsinnigen- durch die Gesellschaft suggerierten- Vorgaben auf.

    Noch ein Wort zur Ernährung:

    • Zu meiden sind alle Extreme- zu süß, zu salzig, zu scharf, zu heiß- die Wahl sollte auf leichte, milde und eher neutrale Lebensmittel fallen.
    • Zucker, Weißmehl, Schweinefleisch, zu viel Fleisch, Mikrowellen- und Großküchenessen, Milch und Milchprodukte und scharfe Gewürze gehören nicht auf den Plan bei Hauterkrankungen, ebenfalls Aufschnitt und Fertignahrung. Angefangen von Geschmacksverstärkern über Rückstände von Medikamenten bis hin zu starker Erhitzung(Mikrowelle) taugen diese Mittel nicht zu einer „Haut“- gesunden Ernährung.
    • Lassen Sie gemäß der CM den Typ bestimmen- danach kann die Individualernährung zusammen gestellt werden- es hilft dem Betroffenen/ Kind nicht weiter, wenn die Eltern/ die Familie sagt “ Och, das ist aber schwer, teuer, kompliziert…“- nur, weil man Lebensmittel bewußter auswählt, kann es dem Betroffenen besser gehen(siehe auch Beitrag des NDR „Die Ernährungsdoc’s“).

    Mein Schlusswort- Menschen und besonders Kinder- mit „dünner“ Haut nehmen sehr vieles aus der Umwelt wahr, was anderen oft verborgen bleibt – das kann auch eine große Begabung sein und fordert einfach die Unterstützung, damit diese Begabung im Alltag kein Handicap sondern Bereicherung wird.

     

  • Schokolade…

    …ist schon sehr verführerisch, aber auch – in Maßen genossen- sehr gut für unsere Gesundheit. Dieses
    Genussmittel, ursprünglich bitter und sicherlich kaum genießbar, wurde durch Zucker und Honig zur liebsten Süßigkeit der Deutschen.
    Aus Sicht der CM ist Schokolade bitter und wirkt wärmend. Durch die Zubereitung mit Zucker, Butter und Gewürzen ist diese wundervolle und zartschmelzende „Sünde“ zusätzlich süß aber die hervorragendste Eigenschaft- neben den nachfolgenden- ist und bleibt die wärmende:
    • Schokolade tonisiert das Qi,
    • nährt das Blut und die Körpersäfte, löst Leber und Herz Qi Stau auf und beruhigt Shen.
    • Seine warme und emporhebende Natur regt die Transportfunktion der Milz an und wirkt auch Durchfall entgegen.
    • Schokolade- besonders die mit dem höchsten Kakaoghealt- entspannt das Qi, öffnet die Luo des Herzens und wird von vielen angespannten, gestreßten Menschen als Beruhigungsmittel genossen.
    Es gibt viele und sehr unterschiedliche Verfahren, die Schokolade medizinisch zu veredeln und zu nutzen, jedoch aus der Erfahrung ist  die Kombination mit Kaffee die beste, um das Herz Qi zu beleben. Die bittere Schokolade ist deutlich wärmender als die Vollmilchschokolade und mit weniger Zucker zubereitet. Dadurch wirkt sie auch stärker trochnend und kann besser das Qi der Mitte heben- damit wirkt diese Art Feuchtigkeit und Schleim/ Durchfall entgegen.
    Die Milchschokolade ist jedoch besser, um Leber- und Herz- Blut zu nähren. Diese Kombination wirkt entspannend,
    aufweichend auf das Qi und schlaffördernd- in Maßen!!. Die Kombination mit Rosinen, Kernen und bspw. Walnüssen verstärken die Yin- nährenden Eigenschaften der Schokolade und machen aus ihr ein preiswertes und sehr gut wirkendes Tonikum für Yin und Jing.
    Wichtig zu wissen- Schokolade erzeugt nur Feuchtigkeit/ Schleim in der Lunge wenn sie als kaltes Getränk und vor allem in Kombination mit Milch und/oder  Zucker konsumiert wird.
    Eher gefährlicher ist ein Zuviel an Schoki für die Leber und Gallenblase, dort wirkt sie zu stark erhitzend und schleimbildend. Wer also Gallensteinen oder Schleim Hitze im Shao Yang besitzt, für den ist der Schoko- Genuss kontraindiziert.
    Eine Variante für einen TCM-Kakao: Man nehme sehr gute Trinkschokolade, Milch, Honig und Nelken, die Milch wird aufgewärmt (Feuer), dann wird bitterer Kakao (Feuer zum Feuer), der Rohrzucker und Nelken oder etwas HuaJiao- Szechuanpfeffer- hinzugefügt. Diese Zubereitung ist thermisch recht warm, nährt das Blut, hebt das Qi und wirkt bei Kinder immunstärkend- natürlich nur, wenn diese nicht schon unter Schleim-Hitze leiden.
    Schokolade ist zu Recht ein Genussmittel und Nahrung für unsere Nerven- in guter Qualität und in Maßen, mit der richtigen Zubereitung entscheidend für die Therapie- nehmen Sie Bioschokolade und genießen Sie wenig und gezielt.
    Sollten Sie bereits Abende am Lagerfeuer oder Grill verbringen, dann kann Schokolade die Körpertemperatur viel besser regulieren als Glühwein oder Ingwertee und sie ist eindeutig im Vorteil gegenüber dem Genussmittel Kaffee- mein Tipp für den Winter oder kalte Abende- ein Trunk aus himmlisch guter Schokolade!
  • Sonnengelb- der Huflattich…

     

    …ist eine der sehr genügsamen Heilpflanzen und aus der chinesischen wie auch westlichen Naturheilkunde bekannt.

    Huflattich(-blüten)-  Kuan Dong Hua oder Tussilaginis farfarae- hat ein breites Einsatzspektrum:

    • …und wirkt adstringierend, anregend, antibakteriell, blutstillend, entzündungshemmend, erweichend, schleimlösend, schweisstreibend und tonisierend durch …
    • … die Inhaltsstoffe Polysaccharide, Pyrrolizidinalkaloide, Schleimstoffe, Sterole, Bitterstoffe und Gerbstoffe.
    • Dadurch wird der Huflattisch bzw. in erster Linie seine Blüten eingesetzt bei allen Erkrankungen der Luftwege, aber auch bei Brustfellentzündung, Fieber, Erkältung, Heiserkeit, Kehlkopfentzündung, Augenentzündung, Ohrenentzündung, Frühjahrsmüdigkeit, wirkt bei schwachem Stoffwechsel anregend, bei Appetitlosigkeit, findet Einsatz bei Magen- Darmkatarrh, Gastritis, Darmentzündung, Verstopfung, Durchfall, Nervenschmerzen und bei schwachem Nervensystem(Melancholie…), entzündete Wunden, schlecht heilende Wunden, Unterschenkelgeschwür, Venenentzündung, Pickel, Furunkel, Ekzeme, Gesichtsrose und leichte Brandverletzungen.
    • aus chinesischer Sicht wirkt er auf den Funktionskreis Lunge- dieser beeinflusst die Haut und Schleimhäute- ist von scharfem Geschmack und warm vom Temperaturverhalten, wirkt in der chinesichen Kräutermedizin im Verbund mit anderen Kräutern zum…
    Huflattich in meinem Garten
    Huflattich in meinem Garten
    • Beseitigen von Husten-
      Anwendung bei Husten, chronischem Husten, Husten und Hüsteln im Alter zwischen 60 und 80, Husten durch Kälte in Verbindung mit Qi- Schwäche und Mangel im Lungenfunktionskreis,
    • Beseitigung von Keuchen-
      Anwendung bei erschwerter und geräuschvoller Atmung, Schwellungen im Inneren des Halses,
    • Umwandlung von kaltem Schleim-
      Anwendung bei Schleim im Rachen und Schleim im Lungenbereich;
    • Absenkung des Qi-
      Anwendung bei allen Erkrankungen der oberen Luftwege mit Husten und keuchender Atmung, erschwerter Atmung und auch Schwellungen im Bereich des Halses.
    • Kuan Dong Hua wird als Tee (Dekokt) mit anderen Kräutern oder als Tinktur eingesetzt.
    • Teerezept bei Husten: zu gleichen Teilen werden Huflattich, Süßholz und Königskerze gemischt, mit abgekochtem, nur noch leicht sprudelndem Wasser übergossen, 10 Minuten ziehen lassen und nach dem Abseihen langsam trinken.
    • Fußbad für müde und geschwollene Füße: ein Hand voll Huflattichblüten in heißes Wasser geben, leicht abkühlen lassen und dann die Füße darin ca. 8 Minuten baden- immer wieder mit den Blüten die Füße abreiben.
    • Den Tee kann man auch sehr gut als Kompresse bei Hauterkrankungen verwenden.
    • Auch das Rauchen ist möglich bzw. das Inhalieren des Rauches- dieser lindert genauso den Husten und ist eine gute Alternative zum Trinken(Kinder mögen den Tee häufig nicht).

    Das Einsatzgebiet für den Korbblütler(Achtung bei Unverträglichkeit oder Allergie) ist groß, obwohl er unscheinbar und sehr genügsam überall zu finden ist.

    Nutzen Sie die sonnengelbe Kraft!

  • Wer wird denn weinen…

    …wenn man frische Zwiebel schält??? Ja, heute dreht sich mein Gesundheitstipp um die Zwiebel- immer im Haushalt vorhanden und so vielseitig einsetzbar als Heilmittel, wie kaum ein anderes Lebensmittel.

    Aus Sicht der CM ist die Zwiebel aromatisch-scharf- süß, wirkt thermisch warm und wirkt auf die Funktionskreise Niere, Magen, Lunge und Dickdarm. Allium cepa- so der lateinische Begriff- hat eine Vorliebe für den Yang Ming und besonders für den Dickdarm. Dieses Gemüse vertreibt Nässe Schleim Kälte und regt die Darmpassage an. Die Wirkungen können je nach Zubereitung sehr unterschiedlich sein:

    • Wird die Zwiebel zum Beispiel sehr lange gedünstet bis sie knusprig braun ist, kann sie besser das Qi der Milz heben, Dickdarm- Nässe ausleiten und sogar das Nieren Yang wärmen.
    • Als Gemüse in der Suppe verliert Zwiebel seine Schärfe und kann das Qi der Milz tonisieren und vor allem das Blut nähren.
    • Ihre Schärfe nützt zum Beispiel in der Behandlung von Gelenkbeschwerden, diese wird genutzt, um in die Gliedmassen eingedrungene Pathogene zu vertreiben.
    • Sie wird roh und sogar äusserlich aufgetragen für die Behandlung von Feng Han Shi Bi Syndrom(Rheumatoider Arthritis).
    • Zwiebel Sirup- sehr einfach selbst herzustellen- ist hervorragend zur Behandlung von Schleim Kälte Ansammlung in der Lunge geeignet und fördert den Schleimabbau und sorgt für eine gute „Durchlüftung“. Dieser Sirup ist übrigens auch wärmend und sehr wirksam bei Wind Kälte und Nässe – Pathogenen, welcher die Lunge befällt.
    Frühlingszwiebel im Hochbeet im März
    Frühlingszwiebel im Hochbeet im März
    • Die Zwiebel wirkt aus westlicher Sicht antibakteriell, auswurffördernd, blutbildend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend und tonisierend und zwar durch die Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Vitamine, u.a. Vitamin C, Allicin, Asparagin, Kalziumoxalate, Carotin, Cholin, Zitronensäure, Essigsäure, Phosphor, Fumarsäure, Gerbstoff, insulinähnliches Pflanzenhormon, Jod, Kaffeesäure, Linolsäure, Lithium, Lutein, Oleanolsäure, Oxalsäure, Rutin, Salicylate, Senfölähnliches Glykosid, Schwefel, Trigonellin und Zink.
    • Die o.g. Inhaltsstoffe sorgen für einen breiten Einsatz bei: Bronchitis und Husten, Halsentzündung und Heiserkeit, Mittelohrentzündung, allgemeinen Infektionen mit und ohne Fieber( auch bei Fieber allein), Kopfschmerzen, den Magen anregend, bei Verdauungsschwäche, Blähungen, Durchfall und Verstopfung, ist eins der wirksamsten Mittel- neben Knoblauch- bei Würmern, wirkt auf Grund der aus der CM bekannten Wirkung auf den FK Niere auch bei Ödeme und geschwollenen Füssen, wirkt positiv auf das Herz, bei Arteriosklerose und Hypertonie, bei Diabetes und generell Blutzucker senkend, Nierenschwäche, Rheuma und Gicht, Haarausfall, Insektenstichen- eine sehr bekannte Wirkung-, Brandwunden, Erfrierungen, Furunkel, eitrigen Wunden, Hämorrhoiden, und in der Frauenheilkunde bei Scheidenentzündung, Gebärmutterentzündung und Eierstockentzündung.
    • Bei Insektenstichen: …kann man eine Zwiebel aufschneiden und die Stichstelle damit einreiben. Sobald die Schnittkante der Zwiebel trocken geworden ist, drückt man die Zwiebel etwas zusammen, bis neuer Saft erscheint. Dann kann die Behandlung des Stiches wiederholt werden. Nach ca. 3-5 Minuten lassen Schmerzen und Juckreiz nach, die Stelle schwillt häufig nicht einmal an.
    • Ohrenentzündungen:… Zwiebelsäckchen ist eine Lösung- man hackt die Zwiebel fein und wickelt sie in ein dünnes Baumwolltuch, zur Not nimmt man einen Teefilter, diese Zwiebelpackung wird erhitzt, beispielsweise über Wasserdampf oder bei niederer Temperatur im Backofen(50 Grad) und dann wird die erwärmte Zwiebelpackung auf das schmerzende Ohr gelegt- mit einem Schal, einer Mütze oder einem Stirnband befestigen und eine gute halbe Stunde einwirken lassen. Danach sollte der Betroffene mind. 20 Minuten ruhen. Diesen Vorgang drei mal täglich wiederholen und oft schon nach der ersten Behandlung lindert die Zwiebel den Schmerz und/oder Sekret wird gelöst. So ein Zwiebelsäckchen kann auch gegen Schmerzen beim Wasserlassen auf die Blasengegend aungewendet werden bspw. bei Blasenreizung oder Blasenentzündung oder Schmerzen im Unterleib.
    • Gynäkologische Anwendung: Gegen Scheidenkatarrh, Gebärmutterentzündung und Eierstockentzündung kann man einen Zwiebeltampon zubereiten. Dazu wird die Zwiebel fein gerieben und diese Masse in Gaze(sterile Kompressen aus dem Notfallkasten) eingelegt. Dieses tamponartige Päckchen führt man in die Scheide ein und lässt es fünf Stunden lang einwirken- dreimal täglich wiederholen, bereits die erste Anwendung bringt Linderung.
    • Angewärmte Zwiebelscheiben kann man auf Geschwüre, Nagelbettentzündungen und schlecht heilende Wunden auflegen. Bei grippalen Infekten kann man mehrere Zwiebelscheiben als Umschlag um den Hals herum festbinden und einwirken lassen. Nach einer halben Stunde den Umschlag erneuern oder Sie setzen einen Zwiebelhonig an: Zwiebeln mit Honig ergänzt wirken beide bei Infektionen, Husten…, wenn auch auf unterschiedliche Weise. Der Zwiebel-Honig hilft gegen Husten und Halsentzündung, er fördert aber auch den Stoffwechsel und die Verdauung. Auch als Einreibung gegen Wunden und Geschwüre können Sie dieses Gemisch verwenden. Der Honig zieht den Saft aus den Zwiebeln, so dass er nach einer Weile flüssiger wird und die Wirkstoffe der Zwiebel enthält: auf eine mittelgroße Zwiebel- fein gehackt- nimmt man 3 Esslöffel Honig- in ein Schälchen geben und stehen lassen, meist bereits nach einer Stunde ist der Sirup gebildet- besser aber alle Zutaten in ein verschließbares Glas füllen und dann geschlossen 6 bis 24 Stunden ziehen lassen. Danach können sie den Sirup abgießen(Sieb) oder diesen direkt aus dem Glas einnehmen.
    Zwiebelhonig 12 Stunden nach dem Ansetzen
    Zwiebelhonig 12 Stunden nach dem Ansetzen
    • Zwiebelsaft: …hilft gegen Wasser in den Beinen und anderen Körperteilen. Als Einreibung hilft der Saft gegen Flechten, Haarausfall und Schuppen, bei rheumatischen Beschwerden werden die betroffenen Gelenke eingerieben und brüchige Finger- und Fussnägel gewinnen durch Zwiebelsaft-Einreibungen neue Elastizität.
    • Wirkung auf die Gefäße und den Blutzucker: roh im Salat oder im Quark können die Zwiebeln den Blutdruck senken und den Blutzucker begünstigen, deshalb gehören Zwiebeln bei Betroffenen unbedingt täglich auf den Speiseplan- mit Salz bestreut und ca. eine halbe Stunde einwirkend, werden Zwiebeln milder, ggf. noch mit etwas Essig marinieren, dann sind Zwiebel mild- süß- würzig und deutlich verträglicher.
    • Aus Sicht der Ernährungslehre in der CM würde ich Vegetariern und Veganern immer Zwiebeln empfehlen, um Feuchte Kälte im Yang Ming zu verhindern und die Nieren zu wärmen. Gedünstet, gebacken und geröstet wirkt die Zwiebel besser und ist auch bekömmlicher.
    • Sie kennen ja bereits einige Krankheitssyndrome aus vorhergehenden Artikeln- bei primärer Feuchte Hitze im Yang Ming (Dickdarm und Magen) sollten Betroffene auf Zwiebeln verzichten, vor allem bei mit chronischer Colitis, Gastritis, Psoriasis, Neurodermitis, akuten und aktiven Hämorrhoiden und nässenden, eitrigen Hautausschlägen- als Lebensmittel. Als Umschlag oder Auflage- siehe oben- kann die Zwiebel trotzdem eingesetzt werden.
    • Kleine weiße Zwiebeln in Essig eingelegt sind sehr gut, um Blut Stau aufzulösen und sollten bei Angina Pectoris, Dysmenorrhoe und Krampfadern verwendet werden. Essig ist sauer und sehr warm und hat eine Vorliebe für den Unteren Erwärmer und die Organe im kleinen Becken(männliche und weibliche Geschlechtsorgane besonders). Die Kombination mit einem scharfen und warmen Nahrungsmittel wie Zwiebel verstärkt den auflösenden Effekt und kann in der Therapie gegen stauungen von Blut und/ oder Kälte mit Erfolg eingesetzt werden- siehe obere Schilderung der westlichen Naturheilkunde.
    • Zwiebel gleicht die kalte Natur von grünem Salat aus und sollte für diesen Zweck verwendet werden. Grüner Salat ist süß, etwas bitter und kalt und Zwiebel ist süß, scharf und warm. Damit wird die Abwärtsbewegung und die Kälte aufgehoben. Mit etwas Essig, Knoblauch, Petersilie, Salz und Pfeffer verliert der Salat seinen kühlenden Charakter und kann damit so zubereitet auch bei Kälte im Körper gegessen werden. Sogar kühlende Milchprodukte wie Joghurt(Tsaziki) werden damit bekömmlicher.
    • Noch ein besonderer Tipp: Bei Erkältung durch Kälte-Wind hilft eine Suppe aus angebratenen Frühlingszwiebeln und Reis/ Reisschleim, zzgl. etwas Ingwer- mehrmals täglich eine Tasse trinken, dazu Ruhe und Tee, dann sollten Sie die Erkältung schnell und gut überstehen.
    verschiedene Zwiebeln7 Schalotten
    verschiedene Zwiebeln/ Schalotten

    Nutzen Sie einfach die Zwiebel mit mehr Beachtung und nicht nur als Würzmittel- Zwiebeln haben Sie immer parat und setzen Sie diese ruhig öfter ein, sie wirkt besser, als alle modernen Mittel gegen virale Infektionen.

  • Ein basischer Tag

    Gerade jetzt im Frühjahr benötigen wir alle Kräfte, um unser Holzelement „in die richtige Form“ zu bringen. Im Winter haben sich durch eine oft zu süße, zu fleischlastige, zu sehr säurebildende Nahrung vielen Schlacken angesammelt. Geben Sie der „Frühjahrsmüdigkeit“ keine Chance- steigen Sie um auf eine basische oder basenbildende Ernährung- übrigens sehr gut auch für das ganze Leben geeignet. Selbst mit den Ernährungsempfehlungen aus der asiatischen Ernährungslehre und Ernährungstherapie geht dieses Ernährungskonzept konform.

    Warum basisch oder basenbildend? Wie bei allen Stoffwechselvorgängen bilden sich gerade bei einer sehr fleischlastigen, fettreichen oder eben „winterlichen“ Ernährung Säuren, welche bis zu einem gewissen Grad abgebaut werden, aber eben nicht zu 100%- somit kommt es ggf. zu einer „Übersäuerung“, Müdigkeit, Schlafstörungen, ständige Schwäche, Kopfschmerzen oder Migräneattacken, Muskelschmerzen, rheumatische Prozesse … können Symptome dafür sein.

    Die basische Ernährung versorgt den Menschen mit leicht aufnehmbaren basischen Mineralstoffen sowie mit allen Nähr- und Vitalstoffen, die der Körper benötigt, um in sein gesundes Gleichgewicht zu finden. Gleichzeitig werden Abbauprodukte, die durch saure Lebensmittel entstehen, gepuffert und ausgeschieden.  Auf diese Weise wird der Säure-Basen-Haushalt harmonisiert, so dass in allen Körperbereichen wieder der richtige und gesunde pH-Wert entstehen kann. Das Ergebnis ist ein aktiver und gesunder Mensch voller Tatkraft und Lebensfreude.

    Es geht bei der Übersäuerung keineswegs – oft falsch dargestellt – allein um die Übersäuerung des Blutes. Auch bei einer chronischen Übersäuerung ist das Blut noch immer basisch. Der Körper versucht nahezu bis zuletzt den korrekten Blut-pH-Wert von ca. 7,4 zu halten. Denn schon eine geringe Änderung des Blut-pH-Wertes von unter 7,35 kann lebensgefährlich werden.

    Währenddessen können aber längst die anderen Körperbereiche chronisch übersäuert sein. Sie sind dann entweder zu sauer (Bindegewebe, Lymphe, Dünndarm) oder zu wenig sauer (Scheide, Magen, Dickdarm).

    Da kann ein basischer Tag in der Woche, zwei basische Tage im Monat oder eine Woche Basenfasten im Monat Abhilfe schaffen, oder Sie ernähren sich überwiegend mit basischen Lebensmitteln, es ist gar nicht kompliziert- die Tabelle für basische Lebensmittel können Sie im Internet abrufen oder bekommen diese bei der nächsten Konsultation von mir.

    Wie kann denn nun so ein basischer Tag aussehen?

    Morgens: ein Glas lauwarmes Wasser mit etwas Biozitrone(zwei Schnitze) direkt nach dem Aufstehen, ein früher Spaziergang von 5-10 Minuten und danach eine Bürstenmassage unter der Dusche, ein Frühstück aus Hirse, Erdmandelflocken mit Mandeldrink, Cashewkernen und Beerenfrüchten, dazu ein basischer Tee oder Kräutertee

    Mittag: basische Brühe, Pastinaken-Möhrengemüse mit etwas Frühlingslauch und Topinambur, dazu Hirse- Möhren-Bratlinge und danach etwas Feldsalat mit Granatapfelkernen und Cashewkernen,

    Pastinaken-Möhrengemüse mit Pinienkernen
    Pastinaken-Möhrengemüse mit Pinienkernen

    Abendessen: basische Gemüsesuppe mit Hülsenfrüchten(gute Säurebildner)

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    Getränke: basischer Tee, Wasser mit Zitrone(guter Säurebildner) und ggf. Gemüsesäfte mit einem Teil Saft und drei Teilen Wasser- ca. 2,5 Liter/ Tag

    "Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein"

    An diesem Tag, diesen Tagen ist ein 1-stündiger Spaziergang sehr wichtig, versorgt die Bewegung doch unseren Körper mit Sauerstoff und sorgt beim moderaten Schwitzen für eine gute Ausscheidung- also ab in die Sportbekleidung und einige Runden „gedreht“.

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    Sie sehen, es ist gar nicht schwierig und auch kein großer Aufwand- es kostet nur etwas Zeit, sich mit den Lebensmitteln zu beschäftigen und schmackhaft ist es noch dazu- frisch, ohne Zusätze und natürlich!

  • Wachstum und Streben

    …aber auch Freiheit braucht klare Grenzen- das Frühjahr beginnt und damit das kleine Yang/ frische Holz des Jahres.

    Dem Element Holz sind in der CM die Funktionskreise Leber und Gallenblase zugeordnet. Die Leber sorgt für den gleichmäßigen Fluss von Energie und Blut (Qi und Xue) und Emotionen(Ausgeglichenheit)- Störungen bemerken wir als Wut oder Zorn. Der Funktionskreis Gallenblase steht für Entscheidungskraft und Zielstrebigkeit, aber auch für Ängstlichkeit oder Ängste- in China sagt man häufig “ Du kleine Gallenblase“.
    Das Jahr beginnt, unser Frühjahr naht und mit ihm das aufstrebende junge Yang. Das Gezwitscher der Vögel und eine frische Frühlingsbrise treiben winterliche Tristess davon, alles strebt ans Licht- Mensch, Pflanzen und Tiere. Damit beschreiben wir in der CM auch die natürliche Energiebewegung des jungen Yang(Holz) im menschlichen Körper: die Lebensphase der Kindheit und Jugend- besonders der Pubertät- beschreibt dieses Element besonders gut. Wachstum, Streben aber auch Durchbrechen von Grenzen- das ist Holz. Die Entwicklung ist ausgeglichen und gut, wenn wir von klein an genug Halt, aber auch Raum für unsere Entwicklung bekommen. Wir benötigen Freiräume, aber auch klare Grenzen.
    Sie haben bereits öfter erfahren, dass die Vertreter des Daoismus die Beobachtungen aus der Natur auf die Menschen übertrugen. In Asien wächst Bambus- ein flexibles, widerstandsfähiges Gewächs. Er symbolisiert das Gute des Holzelements. Immer grün und flexibel erträgt er extreme Wetterbedingungen. Er durchbricht sogar Mauern und kann sich beugen ohne zu brechen- nicht umsonst heißt eine berühmte Kräutermischung zur Behandlung von Schmerzzuständen “ Biegsamer Bambus“.

    „Mir läuft eine Laus über die Leber oder die Galle kocht mir über“-
    wer kennt diese Aussprüche nicht? Die Leber symbolisiert im Ungleichgewicht die Wut- unausgelebte Wut zeigt sich auch in Ungeduld, Reizbarkeit, Frustration, Aufsässigkeit und Intoleranz. Ständig Wut mit uns herum zu tragen und dieses Gefühl bewusst oder unbewusst schlecht loszulassen, kann irgendwann zu körperlichen Symptomen führen. Qi und Xue stagnieren und führen durch diese Stagnation zu Krankheitsbildern: angefangen von Allergien, Verdauungsprobleme, Kopf-, Bauch-und Menstruationsschmerzen, bis hin zu Leber- und Gallenproblemen der Organe, aber auch mentale Erkrankungen wie Melancholie, Depressionen oder Schlafstörungen. Da die „Leber sich über die Augen öffnet“ gehören auch die Störungen unseres „Sehorgans“ zu möglichen Krankheitsbildern.
    Unausgeglichenheit- Stagnation des Leber-Qi- zeigt sich in Stimmungsschwankungen und Verspannungen. Der Betroffene fühlt sich oft benachteiligt und beziehen alles auf sich. Unbewußt versuchen Sie, diese Stagnation zu beseitigen, indem Sie andere kritisieren und ständig bevormunden/ klein machen. Klischees und „Schubladendenken“ sind typisch, genau wie ständig gelebte Dominanz. In blindem Aktionismus verletzen Sie andere, sind oft ungeduldig, frustriert und genervt. Ein unausgeglichener „Leber“ Mensch kann sich in der Öffentlichkeit oder in der Arbeit/ Freundeskreis oft gut beherrschen, aber sobald „die Tür geschlossen wird“, er auf Schwächere trifft, dann bricht es aus ihm raus.

    Was also tun, damit unser Leber-Qi und Xue nicht in’s Stocken geraten?

    • Bewegung bringt das Leber-Qi in Fluss, sei es durch Sport ganz allgemein oder um in der CM zu bleiben mit TajiChuan/ Qi Gong.
    • Lernen sich bewusst zu streiten, anstatt den Ärger runterzuschlucken; Ansprüche loszulassen und sich einfach akzeptieren, wie man ist; bewusst freundlicher und respektvoller zu sich und anderen zu sein.
    • Hilfreich kann es sein, den Tagesrhythmus zu verändern- wer vor 22.30 schlafen geht stärkt Leber und Gallenblase, da diese Organe bis 3.00 Uhr ihre Hauptaktivität haben und sie der Schlaf um diese Zeit am besten regeneriert. Hilfreich ist auch eine Pause- ob nun zum Schlafen oder einfach nur zur Ruhe- in der „Ruhezeit“ der Leber zwischen 13:00 und 15:00 Uhr.
    • Gleichen Sie sich aus- Menschen mit einer gesunden Leberenergie haben klare Vorstellung vom eigenen Lebensweg und sind geduldig und voller Vertrauen zu sich selbst. Zielstrebig, optimistisch und selbstbewußt gehen Sie durch das Leben und sind gütig, wohlwollend und aufrichtig. Das Leben ist für sie klar und unabhängig, ohne andere durch ihre Kraft und Selbstständigkeit einzuschränken. Nur in Harmonie mit den Mitmenschen entfalten ausgeglichene „Holztypen“ ihre Persönlichkeit, Humor und Kreativität. In der Partnerschaft ist eine Veränderung kein Drama, flexibel und voller Vertrauen sind ausgeglichene Holzpartner bereit, nach neuen Lösungen zu suchen.
    • Sind Qi und Xue der Leber im Fluss, kann sich auch Hun, die Leber-Seele, entfalten. Nach den Vorstellungen der alten Chinesen ist die Leber Sitz von Hun. Hun verbindet uns mit dem Himmlischen und fördert das spirituelle Wachstum. „Hun gibt uns Vorstellungskraft und Phantasie“- die Kraft der Vision und die Fähigkeit, etwas Zukünftiges zu erträumen, sind Ausdruck eines gesunden Leberfunktionskreises.
    • Stärken Sie Leber und Gallenblase mit der geeigneten Nahrung- leicht sauer-frische Gemüsearten, frische Wildkräuter, leicht Verdauliches, wenig Fleisch, sehr wenig Milchprodukte sorgen für einen guten Ausgleich und keine Speisen nach 19:00 Uhr- spätes Essen kann zu unkontrolliert aufsteigendem Leber-Yang führen und das stört die Nachtruhe, bringt Unruhe und eventuell auch Übelkeit und Schmerzen im Bereich der Leber/Galle.
    • Ein Hauptakupunkturpunkt, der das Leber-Qi sehr günstig beeinflusst ist Leber 3- siehe Bild- dieser Punkt kann bei Frust, Ärger, Kopfschmerzen, „rotem Kopf“ oder Völle gedrückt gehalten werden- er entspannt und liegt in einem „Lymphsee“ jeweils beidseitig am Fuß- in einer Senke zwischen Groß- und Zweitzehe.
    Punkt Leber 3- aus Handbuch Akupunktur von Deadman, Al-Khafaji und Baker
    Punkt Leber 3- aus Handbuch Akupunktur von Deadman, Al-Khafaji und Baker

     

    Zusammenfassung- für Sie zum Merken:

    • Das Holzelement- Frühling mit den ZangFu Leber und Gallenblase
    • Klima- Wind
    • Emotion- Ärger und Wut
    • Stimmung- der Aufbruch
    • Geschmack- sauer
    • Gutes- Zielorientierung
    • Nachteil- Hyperaktivität
    • Farbe- grün
    • zugeordnetes Körpergewebe- Muskeln und Sehnen

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  • Schlüsselblumen/ Primeln in der Naturheilkunde

    Sie sind ein klares Zeichen für das Frühjahr- die Primeln und Schlüsselblumen. Nach unserem relativ milden Winter finden wir die farbenfrohen Langblüher schon ziemlich häufig in den Gärten- in Töpfen oder Kästen. Medizinisch wertvoll sind jedoch in erster Linie die später blühenden gelben Schlüsselblumen- auch Himmelsschlüsselchen oder Frauenschlüssel genannt- weisend auf die Bedeutung als Heilpflanze:

    • Durch die Inhaltsstoffe/ Wirkstoffe- Saponine, Flavone, Primulaverosid, Primverosid, Phenolglykoside, ätherisches Öl, Gerbstoff und Kieselsäure wirkt diese unter Naturschutz stehende Pflanze beruhigend, blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schmerzlindernd und schweisstreibend.
    • Dadurch lassen sich Blüten und Wurzel bei zahlreichen Erkrankungen einsetzen- als Tee oder als Tinktur hilft die Schlüsselblume bei Bronchitis, Keuchhusten, Schnupfen, Kehlkopfentzündung, Halsentzündung, Lungenentzündung, Mundschleimhautentzündung, Mundfäule, Zahnfleischentzündung, Vitamin C Mangel, Verstopfung, Stoffwechselproblemen, Gicht und Rheuma, Herzschwäche, Ödemen, Kopfschmerzen und/oder Migräne(auch bei PMS), Schlafstörungen, Neuralgien und Schwindel.
    • Die Schlüsselblume kann man wahlweise als Tee oder als Tinktur anwenden- Für einen Schlüsselblumetee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Schlüsselblumenwurzeln und/oder -blüten mit einer Tasse(200ml) kochendem Wasser und lässt dieses zehn Minuten ziehen, danach abseihen und in kleinen Schlucken trinken- 3x täglich eine Tasse wirkt sehr lindernd, vor allem bei Erkältungen wird der Schleim gelöst und transformiert.

      Schlüsselblumenkraut im Februar
      Schlüsselblumenkraut im Februar
    • In der chinesischen Heilkunde wird die Wirkung auf die Funktionskreise Lunge, Herz, Milz und Nieren besonders geschätzt.
    • Durch diese Wirksweise können viele Syndrome dieser Funktionskreise auch mit unserem Schlüsselblümchen gelindert werden- Ödeme werden gemildert, das Herz arbeitet wieder kräftiger, Schleimhäute werden besser durchblutet, dadurch heilen Entzündungen im Mund und Rachen schneller aus. Bei Migräne, die durch eine Stagnation des Leber-Qi/ Leber-Blut hervor gerufen wird, hilft ein Frischaufguss sehr gut, aber auch die Tinktur(unter die Zunge geben).

    Wie oben erwähnt, steht das Himmelsschlüsselchen in der freien Natur unter Naturschutz. Sie haben aber in Ihrem Garten sicher einen etwas feuchteren- halbschattigen Platz- dort fühlt es sich wohl und vermehrt sich auch jedes Jahr. Im späteren Frühjahr erfreut es Sie mit den gelben Blüten und wirkt allein durch das Ansehen beruhigend und Freude spendend- eben Kindheitserinnerungen an lange Spaziergänge über Wiesen und an Waldrändern- immer auf der Suche nach Schlüsselblumen für Mama oder Oma.

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  • Blutungen aus Sicht der CM

    Keiner spricht gerne darüber- Blutungen der verschiedensten Art- angefangen über harmloses Nasenbluten, über gynäkologische Blutungen bis hin zu Blutungen durch Hämorrhoiden. Aber Man(n)/ Frau sollte schon wissen, was da im Körper passiert:

    • Blutungen sollten immer abgeklärt werden, d.h. unter Umständen bleibt einem der Gang zum Facharzt nicht ersparrt. Wenn dann schulmedizinisch keine Diagnose gestellt wird, ist es auf jeden Fall Zeit, sich dem Thema mit der CM oder Naturheilkunde allgemein zu nähern. aber selbst wenn es die Diagnosen gibt- Morbus Crohn, Colitits ulzerosa, Hämorrhoiden, Magenschleimhautentzündungen, Hypertonie… , dann lässt sich auf jeden Fall naturheilkundlich begleitend behandeln- letztendlich entscheiden Sie darüber, welche Therapie für Sie annehmbar ist.
    • Gemäß der Ansicht in der CM wird das Blut XUE durch die Milzleitbahn produziert. Die Milz „produziert“ die erworbene Energie GU QI aus der Nahrung und sendet sie gemeinsam mit der Atemenergie aus der Lungenleitbahn FEI in das Herz XIN, wo sie in Blut XUE verwandelt wird. Dieses Blut XUE unterstützt dann die Ursprungsenergie YUAN QI. Die zweite Quelle des Blutes XUE sind die Nieren SHEN, die das Blut XUE wieder dank der angeborenen Essenz JING produzieren. Es gilt, dass im Falle einer genügend starken Essenz der Nieren JING SHEN diese wieder in die  Leber GAN zurückkehrt, damit sie sich hier in das Leberblut GAN XUE verwandelt. Aus dieser Sichtweise ergibt sich die Konsequenz zur Stärkung von Milz PI und Nieren SHEN, um xue ausreichend aufzubauen und am Ort zu halten. Schlussfolgernd: Sind Milz und Nieren stark, wird genug Blut Xue produziert, welches dann in seinem physiologischen Fluss gehalten werden muss, um den Körper zu ernähren. Ist das nicht der Fall, kommt es in der Endkonsequenz zu Blutstagnation, Blutmangel und zu Blutungen.
    • Kommen dann noch die pathogenen Faktoren Kälte, Nässe und/oder Hitze dazu, dann ist das Syndrom, welches zur Blutung führt offensichtlich: Die Leitbahnen sind zu schwach, um das Blut am Platz zu halten, es steht keine Energie mehr zur Verfügung, um das Blut frei fließen zu lassen(Stagnation durch Feuchtigkeit oder Kälte/Hitze)- es ist so, als wenn ein Bach durch Gegenstände, Eisschollen … aufgestaut wird.
    • Dieser Prozess kann in jeder Region des Körpers ablaufen, die Symptome sind dann Nasenbluten, ständige Blutungen aus dem Uterus, Blutungen in den unterschiedlichen Darmbereichen, blutende Hämorrhoiden, Hautblutungen…
    • Der Therapieansatz ist immer: Blutung stoppen, Milz und Leber-Blut nähren, Stagnation beseitigen und die pathogenen Faktoren Kälte/Feuchtigkeit/ Hitze ausleiten, um so die Wurzel des Übels auszureißen.
    • Dazu stehen uns in der CM zahlreiche Mischungen an Kräutern zur Verfügung bspw. Chai Hu Tang(kleines Bupleurum-Dekokt) mit einer großen Wirkbreite, aber auch die westliche Naturheilkunde kennt bspw. Blutwurz, Hirtentäschel, Brennnessel, Löwenzahn, Schafgarbe, Frauenmantel und Engelwurz.
    • Generell muss auch in der Naturmedizin die Ursache der Blutung geklärt werden, dann kann die für Sie richtige Medizin zusammen gestellt werden.
    • Akupunktur und Moxatherapie unterstützen die Behandlung von Blutungen. Bei Dauerblutungen in der Gynäkologie wird Moxa am Punkt Milz 1 in der Praxis wie auch als Hausaufgabe durchgeführt, die Wärmebehandlung an diesem Punkt beendet uterine Blutungen. Gleichzeitig wird durch die richtigen Akupunkturrezepte die Wurzel behandelt- Milz und Leber stärken, Stagnation beseitigen, Kälte/ Hitze ausleiten.

      Punkt Milz 1 am äußeren Nagelfalz der Großzehen
      Punkt Milz 1 am äußeren Nagelfalz der Großzehen(aus Handbuch Akupunktur)
    • Ein Grund für Blutungen können Nebenwirkungen von Medikamenten sein- bspw. Infusionen gegen Morbus Crohn oder gegen rheumatoide Arthritis können zu Blutungen führen. Aber auch Corticoide, Schmerzmittel, Hormonpräparate … haben bei disponierten Patienten Blutungen als Nebenwirkung. So segenreich diese moderne Medizin sein kann, auch sie ist nicht für den Dauergebrauch bestimmt und unter Umständen nicht für alle Betroffenen geeignet.
    • Möglichkeiten zum Stillen von Blutungen sind auch Sitzbäder- bei Hämorrhoiden-, Spülungen mit Kräutersuden oder wässrigen Auszügen. Oft helfen auch Kompressen oder die homöopatischen Mittel Bellis, Millefolium, Hamamelis, China…repertorisiert durch einen Fachmann/ eine Fachfrau helfen die Mittel zuverlässig.
    • Wadenwickel helfen ebenfalls, die Blutungen einzudämmen und auch durch eine gezielte Ernährung können Blutungen gestillt werden- Vit. E ist dabei ein Schlüsselvitamin: ist enthalten in frischen Himbeeren, Wirsing, Soja-Produkten, Tomaten, Erdnüssen, Haselnüssen, Mandeln, Sonnenblumen-, Weizenkeim- und Olivenöl.

    Informieren sie sich, bevor Sie ausschließlich auf eine Therapieform eingestellt werden, manchmal reichen Kräuter völlig aus.

  • Wie pfeffern Sie?

     

    Zugegeben, Pfeffer ist ein Gewürz…nicht unbedingt in erster Lienie eine Heilpflanze werden Sie denken, aber…Irrtum.

    Pfeffer ist seit Jahrtausenden bereits eine Heilpflanze, die als purer Luxus auch als Gewürz genutzt wurde. Pfeffer oder Piper nigrum wurde gegen Gold aufgewogen, nicht umsonst war Kolumbus so scharf- 🙂 – drauf, Indien zu entdecken und ist als Heilpflanze gerade in der Antike weit verbreitet gewesen. Selbst die altehrwürdige Hildegard von Bingen schätzt die Wirkung:

    • Verdauungsfördernd, aus chinesischer Sicht mit Wirkung auf die Funktionskreise Herz, Leber, Magen, Milz und Nieren.
    • Pfeffer wirkt durch seine ätherischen Öle und das Piperin bei Fieber, Halsentzündung und Magenschwäche.
    • Pfeffer ist das älteste bei uns bekannte Gewürz. Es stammt aus Indien, China, Sumatra und Java. Pfefferöl hat wärmende Eigenschaften und kann bei Husten und Schnupfen das Atmen erleichtern. In einem wärmenden Massageöl wirkt Pfefferöl nicht nur günstig bei einem Muskelkater, sondern auch erwärmend bei „seelischen und körperlichen Kältezuständen“- „ich bin wie eingefroren“- dieses Gefühl kann eine Massage mit einem Pfefferöl vertreiben._MG_7436
    • Das ätherische Pfefferöl hilft gegen Viren und Bakterien, es löst den Schleim, so dass man dieses Öl bei Erkältungen anwenden kann. Das Abhusten des Schleims wird erleichtert, man kann leichter atmen, Fieber wird gesenkt und die körpereigene Abwehrkraft gestärkt.

    Es gibt ganz viele verschiedene Pfeffersorten:

    • Roter, grüner, weißer und schwarzer Pfeffer sind die bekanntesten Sorten- je nach Einsatzgebiet in der Küche zu verwenden, alle als Heilmittel geeignet- die einen mehr oder weniger scharf, einige Sorten mild und exotisch, manchmal mit einem Muskat- oder Zimt- Geschmack. Dann gibt es noch den:
    • Kubebenpfeffer- mild scharf und süßlich, mit einem Hauch von Eukalyptus und Zitrus betört er die Sinne und ist eher unbekannt in der Küche, aber in meiner „Kräuterhexenküche“ ein oft eingesetztes Kräutlein. Mittlerweile hat es sich wohl herum gesprochen, denn 2016 – und das Jahr ist noch jung- wurde diese Pflanze Heilpflanze des Jahres. Verwendet werden die Früchte, welche eine unwahrscheinlich breite Wirkung entfalten- sie sind angebracht bei entzündlichen und infektiösen Erkrankungen des Urogenitalapparates. Einzelindikationen sind: Prostatitis, Epididymitis, bei akutem Harnröhren- und Blasenkatarrh , Blasentenesmen, Nierenleiden mit Hautaffektionen und Fluor. In China sind die Cubeben- Früchte seit dem 10. Jahrhundert unter dem Namen Pi Cheng Chieh als Mittel gegen Magenkrankheiten, Erbrechen und Sonnenstich bekannt und vielfältig eingesetzt.DSCI0214
    • Einsatz finden die Früchte als Tee, als ätherisches Öl, als Tropfen und auch in der Homöopathie findet Cubebae Einsatz- schließlich enthalten die Früchte uter anderem Copaen, Apiol, Sabinen, Pinen … ich verwende die pulverisierte Droge, von der täglich im Durchschnitt 2 bis 4 g bis maximal 10 Gramm eingenommen werden darf, oder 2 bis 4 ml des aus der Droge hergestellten Extrakts (1:1) bzw. der Tinktur (1:5). Eine Überdosierung hat Nebenwirkung von milden Reizungen bis hin zu Kopfschmerzen und Übelkeit- es ist eben eine Droge und sie wissen ja bereis“… die Dosis macht das Gift“ 😉 Also bitte, experimentieren Sie mit den Früchten nicht selbst herum, sondern fragen Sie immer nach, wenn Sie Cubebae Fructus einsetzen möchten- außer in der Küche…
    • In der Küche verwendet passt er u.a. zu Kardamom, Kurkuma, Curryblättern, Ingwer, Koriander, Kreuzkümmel (Cumin), Lorbeer, Muskat, Nelken, Paprika, Rosmarin, Thymian und Zimt, ist hervorragend einzusetzen in der veganen und vegetarischen Küche, aber gibt auch Fisch und Fleisch eine wunderbar exotische Note.
    Kubebenpfefferfrüchte
    Kubebenpfefferfrüchte

    Pfeffern Sie ruhig mal anders und öfter- nicht zuletzt gelten Pfeffer und auch Cubeben- Früchte als Aphrodisiakum 😉