Schlagwort: Heuschnupfen

  • Chrysanthemen

    …waren früher immer Geburtstagsblumen, bevor ich deren Heilwirkung erlernt habe. Gemeint ist natürlich die Wirkung der Chrysanthemenblüte- Chrysanthemi flos oder Ju Hua.

    Diese Blüten bilden gerade jetzt im Sommer einen wunderbar mild schmeckenden, kühlenden Tee mit entgiftender Wirkung. Hier das Wesentliche zu einer sehr vielfältigen Blume:

    • Mittlerweile werden bereits zehn Arten in der Kräutermedizin, als Lebensmittel oder Tee verwendet.
    • Die Blüten werden in voller Blüte im Herbst geernet und dann über schwachem Feuer getrocknet.
    • Chrysanthemen haben in der chinesischen Medizin eine Wirkung auf die Funktionskreise Lunge und Leber, sind scharf- kühl- bitter im Geschmack und wirken kühlend- dementsprechend Wind- Hitze zerstreuend, Leber beruhigend, Kopf und Augen klärend, Hitze kühlend und entgiftend.
    • Das Einsatzgebiet reicht von Augenentzündungen bis zu hitzebedingten Zysten, besonders wirkungsvoll sind die Blüten als Tee bei allen juckenden Beschwerden in Verbindung z. B. mit Lonicera- Blüten oder auch Pfingstrosenwurzel.
    • Die Inhaltsstoffe Chrysanthenon, Borneol und Campher, Adenin, Cholin und Stachydin sorgen für ein breites Einsatzgebiet…
    • … mit antipyretischer, entzündungshemmender, antiseptischer Wirkung- besonders auf Staphylococcus aureus und Escherichia coli. Sie wirken positiv auf die koronare Durchblutung und senken die Permeabilität der Kapillaren.
    • Chrysanthemen haben keine unerwünschten Wirkungen oder Kontraindikationen.

    Für einen Tee an besonders heißen Tagen nehmen Sie einen Esslöffel getrocknete Chrysanthemenblüten- oder wenn Sie die medizinische Chrysantheme im Garten haben, dann die frischen Blüten- und übergießen diese mit ca. 80 Grad warmen, abgekochten Wasser- 5 Minuten ziehen lassen, abseihen und genießen.

    Da jetzt der Sommer zurück ist, genießen Sie den Tee nicht nur zum Kühlen, sondern auch zum Entgiften, bspw. nach einer Mahlzeit mit Meeresfrüchten- Meeresfrüchte können die Leber angreifen- gerade Austern, Schrimps u.s.w.. Deshalb empfehle ich nach so einer Mahlzeit einen Tee aus Chrysanthemenblüten und Ingwer , damit die Leber keinen Schaden nimmt.

    Genießen Sie den Hochsommer und handeln Sie ruhig frei nach einer chinesischen Volksweisheit:

    “ Lege Dir jeden Tag für Deine Sorgen eine halbe Stunde zurück und… in dieser Zeit mache ein Schläfchen!“

     

     

  • “ Nur wer die Rose liebt…“

    …so sang einmal die Gruppe Renft…. und wirklich, auch in der chinesischen Kräutermedizin und als Hausmittel wird die Rose als wichtiges Heilkraut angesehen.

    Der Steckbrief:

    • Die medizinische Rose- Rosa centifolia, Rosa gallica oder Qiángwéi- wirkt adstringierend, blutreinigend, blutstillend und nervenstärkend durch die Inhaltsstoffe Gerbsäure, Geraniol und Saponine. Sie blüht auch in unseren Gärten- zauberhaft von Juni bis in den Herbst. Heilkräftig sind die Blütenblätte- sie werden im Juni und August geerntet. Die Blütenblätter der Rose werden gesammelt, wenn sie gerade frisch aufgeblüht sind und im Schatten zügig getrocknet. Möglich ist es auch, die Knospen der Rosenblüten zu ernten und zu trocknen. Im Herbst dann bilden sich die leuchtend roten Hagebutten, welche sehr viel Vitamin C enthalten. Aus China wurde von Konfuzius schon etwa 500 Jahre v. Chr. von königlichen Rosengärten berichtet, diese wahrhaft königliche Pflanze stammt ja aus Kleinasien und kam über Persien nach Europa und die westliche Welt.
    • In der CM verwenden wir das Rosenöl und die Rosenblätter- das Öl wirkt entspannend, z. B. für einen Wickel zur Förderung des Schlafs bei Schlafstörungen, die Blätter wirken ebenfalls beruhigend, krampflösend und Blut reinigend.
    • Die Rose findet Anwendungen in Rezepturen bei Heuschnupfen, Lungenschwäche, Mundentzündungen, Verdauungsbeschwerden, Lebererkrankungen und Schwäche der Leberfunktion, Herzbeschwerden und daraus resultierenden Shen- Störungen, Ohnmacht, Schwindel, Kopfschmerzen, Melancholie, Schmerzen von Auge, Ohr und Zähnen, gynäkologischen Beschwerden, leichten Verbrennungen, schwer heilenden Wunden und auch bei Erysipel.
    • Rosentee wirkt sehr entspannend- nicht nur bei Menstruationsbeschwerden, sondern auch zum Schlafen und bei Stress.
    • Noch etwas kulinarisches- Rosenblätter können wunderbar für Süßspeisen zum Einsatz kommen oder stellen Sie ein Rosensorbet selbst her.

    Als Abschluss gebe ich Ihnen heute den wunderbaren Liedtext mit auf den Weg- geschrieben von Klaus Demmler, gespielt von der Gruppe Renft:

    “ Wer die Rose ehrt, wer die Rose ehrt
    Der ehrt heutzutage auch den Dorn
    Der zur Rose noch dazu gehört
    Noch so lang, so lang man sie bedroht

    Einmal wirft sie ihn ab…

    Wer die Liebe, wer die Liebe ehrt
    Der ehrt heutzutage auch den Haß
    Der zur Liebe noch dazu gehört
    Noch so lang, noch so lang man sie bedroht

    Einmal wirft sie ihn ab…

    Das wird sein, wenn’s sein wird
    Und Mensch ehrt den Menschen“

  • Pollen? Nein Danke!

    Seit geraumer Zeit fliegen sie wieder, diese kleinen – recht hinterhältigen- Pollen von Hasel, Erle und Birke und die Allergiker kämpfen mit tränenden Augen, Niesattacken und Atemnot. Da hat natürlich die moderne Pharmaindustrie zahlreiche Produkte, aber mit welchen Nebenwirkungen- Müdigkeit, teilweise bis zur Fahruntüchtigkeit, Juckreiz auf der Haut u.s.w.

    Die Naturheilkunde hat da ganz andere Möglichkeiten- Akupunktur, Kräutermedizin, Homöopathie und Ernährungstherapie wirken ganzheitlich und balancieren den Körper wieder aus.

    Allergie ist die Reaktion des Körpers auf Allergene, das Immunsystem schiesst über das Ziel hinaus und wendet sich gegen den Körper selbst- Schnupfen, tränende Augen, Verdauungsstörungen, Juckreiz, brennende Sekrete und damit folgt eine starke Einschränkung der Lebensqualität.

    Was also tun bei Heuschnupfen und Co.?

    1. Als erste Maßnahme gilt es Brennnesseltee zu trinken und zwar 2 Liter/ Tag. Die Brennnessel bekämpft die typischen Symptome wie Brennen, Tränen und Niesattacken, gleichzeitig muntert sie die Nieren auf, besser zu arbeiten und den Körper zu entgiften.
    2. Schüsslern Sie- bei den typischen Allergiezeichen nehmen Sie Nr.3 Ferrum phosphoricum und Nr. 4 Kalium chloratum jeweils in der Potenz D6- alle Stunde jeweils 2 Pastillen bei akuten Beschwerden. Präventiv- also schon im November anfangen- können Sie die Nr. 3- 3x tgl. 3 Pastillen für zwei Wochen, dann folgend die Nr.7 Magnesium phosphoricum ebenfalls für zwei Wochen 3x tgl. 3 Pastillen, in Woche 5 und 6 nehmen Sie die Salze Nr.6 Kalium sulfuricum und Nr. 10 Natrium sulfuricum 3x tgl. je 3 Pastillen- damit beugen Sie dem ersten Angriff der Pollen im neuen Jahr vor.
    3. Kommen Sie zur Präventivakupunktur- und zwar bereits ab Oktober des jeweiligen Jahres bzw. ab Dezember, wenn Sie eher der Spätallergiker sind. Die Akupunktur stärkt das AbwehrQi und balanciert den Lungenmeridian aus, welcher für die Schleimhäute und das Immunsystem verantwortlich ist. 10 Akupunktursitzungen sind nach Praxiserfahrung völlig ausreichend, oft nur einmalig durchgeführt hat der Patient Ruhe für Jahre.
    4. Kommen Sie zur Akutbehandlung- Akupunktur, Kräutermedizin und Darmsarnierung mit Ernährungstherapie lindern Beschwerden sofort und dazu noch ohne Nebenwirkungen – Sie bleiben voll leistungsfähig. Allergien sind in der Chinesischen Medizin die Einwirkung von Wind und Hitze- also gilt es, diese pathogenen Faktoren auszuleiten und den Körper dagegen zu stärken.
    5. Trinken Sie täglich zwei Liter abgekochtes, lauwarmes Wasser- und nur Wasser, das wirkt wie Fensterputzen, Sie können wieder „klar“ sehen.
    6. Urtinkturen aus Brennnessel und Mischungen als Tinktur aus Holunder, Brennnessel, Geranien … dienen für zu Hause sowohl als 1. Hilfe Maßnahme als auch als Dauermedikation in der „schlimmen“ Zeit. Die Mischung wird dann individuell hergestellt.
    7. Ordnungstherapie- bringen Sie Ordnung in Ihr Leben- Eine Allergie ist ein aggressives Geschehen,denn die Allergene werden mit großer Heftigkeit bekämpft. Natürlich richtet sich die Aggression letztendlich gegen sich selbst. Allergien sind die Folge nicht zugelassener Aggression, deren negative Energie sich nach innen entlädt- in der CM sagen wir innerer Wind und Hitze/ Stagnation dazu. Eine Allergie ist auch eine Abgrenzungsschwäche- der betroffene Organismus kann sich gegenüber Fremdkörpern oder auch anderen Menschen nicht auf angemessene Weise abgrenzen,so dass es zu einer überschießenden Abwehr kommt. Allergie ist Unterscheidungsunvermögen – Allergene sind Substanzen, die für den Organismus keine reelle Bedrohung darstellen. Das Immunsystem müsste sie demnach nicht als gefährlich und bekämpfenswert beurteilen- es liegt demnach ein Mangel an Unterscheidungsvermögen vor. Allergie bedeutet auch Ziehen, Reinigen und die Vermittlung zwischen pflanzlicher (vegetativer) und tierischer (emotionaler) Ebene. Die Allergie kann als Symptom einer ungelösten Aggressionsproblematik aufgefasst werden,die sich von der psychischen auf die körperliche Ebene verlagert. Die Geranie bspw. hat die Wesenseigenschaft, Prozesse von der pflanzlich-vegetativen auf die tierisch-emotionale Ebene zu bringen. Damit wird die Umkehr des Weges, der zur Allergie geführt hat,ermöglicht. Allergie, das heißt unter Umständen auch Vollendung und Reifung- nicht umsonst verlieren sich solche Prozesse ggf. in der Pubertät. Die anhaltend entzündlichen Symptome des Heuschnupfens zeigen an, dass es sich um einen unvollendeten Wärme/ Hitzeprozess handelt, der nicht zum Abschluss kommen kann. Holunder führt zu Ende, was noch nicht vollendet wurde und forciert die Ausheilung. Das sind nur einige Aspekte der Allergie- also Ordnung ist hier das ganze Leben!

    Mit diesen Hinweisen haben Sie es selbst in der Hand, sich im Frühjahr nicht “ ausgeliefert“ zu fühlen.

    Genießen Sie eine „niesfreie“ Zeit- alles Gute!