Schlagwort: Schlafstörungen

  • Die Funktion des Herzens in der CM

    Das Herz ist der Kaiser im Körper- es gehört zur Wandlungsphase Feuer und kontrolliert den Kreislauf des Blutes und anderer Körperflüssigkeiten (z.B. Lymphe, Schweiß, Speichel, Tränen). Im Herz sitzen die Freude und Shen- die himmlische, konstellierende Kraft. Eine gesunde Ernährung und ein kräftiges Herz stärken  Shen. Depressionen, Konzentrations- und Schlafstörungen oder mangelnde Lebensfreude sind Anzeichen für geschwächten Shen. Das Herz und dieser Funktionskreis sind also:

    Herrscher des Xue(Blut)
    Kontrollierender der Gefäße
    Spiegel sind das Gesicht und die Augen
    Sitz des Shen als himmlische Kraft
    Öffner über die Zunge- “ Man trägt das Herz auf der Zunge“
    Kontrolleur der Körperflüssigkeiten, besonders vom Schweiß

    Der Funktionskreis des Herzens entspricht dem höchsten Yang, dem Tai Yang. Wenn man in der alten Literatur liest, dann sind alle Funktionskreise mit Beamten in einem idealen Staat vergleichbar- das Herz entspricht dem Regenten- er entspricht dem Sitz des Geistes Shen. Er ist die  Instanz der Koordination- alle Befehle gehen von ihm aus. Der Funktionskreis Herz repräsentiert die gesamte Dynamik. Das Herz symbolisiert die ausgeglichene Heiterkeit, ist es in Dysbalance erscheint eher die Begierde und die übertriebene, gekünstelte Fröhlichkeit oder das Gegenteil, die Depression.
    An kosmischen Entsprechungen sind zu nennen der Sommer, der Mittag, die feuchte Sommerhitze.
    Aus der Funktion der Koordination entsteht die Fähigkeit zu zielgerichtetem Handeln, selbstbewusstem Auftreten, klarem und vernetztem Denken/ Argumentieren. Das Herz stellt unsere Persönlichkeit dar bzw. mit diesem Funktionskreis wird sie ausgebildet. Ist meine Gesamtpersönlichkeit intakt ist, ist der Funktionskreis des Herzens intakt und umgekehrt.

    Der Funktionskreis des Herzens ist verbunden mit dem Funktionskreis des Dünndarms, eine Verbindung besteht ebenfalls zum Funktionskreis des Perikards, Herz ist Yin, die beiden anderen stellen eher das Yang dar. Physiologisch zum ausgleich Gegensteuerung dient derFunktionskreis der Niere- jedoch die Niere ist unser kleines Herz.

    Bitterkeit im Leben und im Geschmack stellen einen Herzbezug dar-die Eigenschaft des Bitteren ist die Hemmung einer zu starken Aktivität. Bitteres ist in der Lage Feuchtigkeit zu trocknen, wichtig für die chinesische Arzneimitteltherapie.

    Wärme/ Hitze entspricht dem Funktionskreis des Herzens und dieses Temperaturverhalten beeinflußt das Herz am stärksten. Allerdings nicht direkkt, sondern indirekt über das Pericard- als Schützer und Leibwächter des Kaisers(siehe Teerezept)!

    Ursachen für Dysbalancen:

    Herz-Blut-Mangel: Shen kann durch extreme Emotionen(Freude, zuviel „Spaß“… also auch positive) gestört werden. Dann entsteht Hitze und das Herzblut „verbrennt und verdickt“.

    Zuviel Aufregung, Stress, Unruhe schwächen das Herzblut- ebenso chronischen Zeitdruck – die Hetzerei von einem Termin zum nächsten bringt das Herz ungesund in Aufruhr. Ein weiterer Aspekt, der das Herzblut angreift, sind chronische Krankheiten. Auch das Falsche zur flaschen Zeit oder ständig konsumiert ist eine Ursache:

    • häufiges scharfes Essen
    • viel Alkohol,Kaffee, schwarzer Tee und Rauchen
    • zu wenig bzw. nährstoffarmes und denaturiertes Essen
    • zu viel Fleisch in Form von Frittiertem, Gepöckeltem, scharf Gebratenem

    Symptome für den Herz-Blutmangel sind:

    • starkes Herzklopfen mit Aussetzern
    • Schreckhaftigkeit
    • Ängstlichkeit
    • Einschlafstörung
    • Träume, die Unruhe bringen
    • Schwindel und Müdigkeit/ Erschöpfung

    Bei einem lange anhaltenden Herz-Blut-Mangel wird das Yin angegriffen, die Nieren können das Herz nicht mehr versorgen und der Körper „rutscht“ in einen Herz-Yin-Mangel:

    • Herzrasen
    • Durchschlafstörungen
    • Nachtschweiß
    • Hitzewallungen
    • Panikattacken
    • rote Wangen bei blasser Haut
    • starke innere Unruhe

    Ist das Yin des Herzens bereits geschädigt, dann ist es zwingend notwendig, alles Belastende zu meiden, da ein Yin-Mangel tief im Körper verankert ist und nur sehr langsam abgebaut werden kann!

    Es gibt viele Nahrungsmittel, die das Herz unterstützen: Weizen(siehe Tee), Cashewkerne, Eigelb, Endiviensalat, Hafer, Trockenfrüchte besonders Maulbeeren und Goji, Melone(kühlt aber sehr stark) Bohnen besonders Mungbohnen, rotes Rübengemüse und auch ein leichter Rotwein.

    Tee für ein ruhiges Herz und einen kühlen Kopf zur Nacht: 2 EL Weizenkörner und einen halben  Liter Wasser etwa 20 Minuten köcheln, nachmittags und abends trinken-  kühlt das Herz bei zuviel Herz-Feuer, beruhigt den Geist und stärkt das Nieren-Yin(die Niere wird auch als kleines Herz bezeichnet).

    Trinken Sie diesen Tee mehrere Wochen lang. Er wirkt sehr mild und erst nach längerer Anwendung.

    Haben Sie ein ruhiges Herz, einen kühlen Verstand und eine harmonische Freude in dieser Zeit!

  • Schäfchen zählen…

    oder Hopfen trinken…nein, nicht in Form von Bier, auch wenn dies- als Leichtbier- bei diesen heißen Tagen manchmal auch in Ordnung ist. Heute geht es um Hopfen als Heilpflanze- altbekannt und schon zu Zeiten der ehrwürdigen Hildegard von Bingen ein Multitalent. Gerade jetzt, wo die Nächte heiß sind und wir unter Umständen nicht zur Ruhe kommen, kann Hopfen sehr hilfreich sein. Aber der Reihe nach:

    • Hopfen wirkt durch seine Inhaltsstoffe Hopfenbitterstoff, Humulon, Humulen, Lupulon, Lupulin, ätherisches Öl, Gerbsäure, Harze, Campesterol, Stigmasterol, Beta-Sitosterol, Eugenol, Farnesol und Isovalerinsäure antibakteriell, beruhigend, blutreinigend, entzündungshemmend, schmerzstillend aber auch in entsprechenden Dosierungen tonisierend(etwa in einem Leichtbier;)- schmerzstillend auch durch seine Verwandschaft zum Hanf.
    • Schon seit dem Altertum findet diese in jedem Garten zu ziehende Heilpflanze allein oder in Kombination mit anderen Heilpflanzen ihre Anwendung bei Fieber, nervösem Magen, Magenkrämpfen, Darmkrämpfen,Verstopfung,
      Blasenproblemen, nervöse Herzbeschwerden, Herzklopen und nervöser Unruhe, bei Schlafstörungen, Migräne, Ängsten, Wechseljahresbeschwerden, Menstruationsstörungen, Haarausfall, Wunden und Furunkeln. Nach der Entbindung fördert Hopfen den Milchfluss.
    Hopfen in meinem Garten im Juli
    Hopfen in meinem Garten im Juli

    Für einen heilsamen Schlaf und Nerventee nehmen Sie folgende Rezeptur:

    Trinken Sie den Tee abends, eine halbe Stunde vor der gewünschten Einschlafzeit, oder auch wenn Sie sehr unruhig sind und entspannen möchten- ganz in Ruhe und mit kleinen Schlucken…

    • ein Teelöffel Melissenblätter, ein Teelöffel Hopfenzapfen, ein Teelöffel Mädesüßblüten und einen Teelöffel Baldrianwurzel
    • Für den Tee die Zutaten leicht mörsern, einen Esslöffel mit 300ml Wasser ca. 10-15 Minuten sieden lassen, abseihen…maximal 3 Tassen zum Abend hin oder bei Unruhe trinken

    Hopfen als Phyto-Östrogen gegen Wechseljahrsbeschwerden

    Hopfen enthält dem Östrogen ähnliche Phytohormone. In der Anfangsphase der Wechseljahre besteht jedoch eher ein Progesteron-Mangel und dadurch ein relativer Östrogen-Überschuss. Daher ist in dieser Phase der Hopfen eher ungeeignet, um die beginnenden Wechseljahresbeschwerden zu lindern. Stattdessen sollten eher  Mönchspfeffer, Schafgarbe oder Frauenmantel eingesetzt werden- lassen Sie sich bei mir beraten. Auch außerhalb des Wechsels, bei einem Östrogenmangel, kann der Hopfentee getrunken werden. Allerdings kann ein Zuviel zu einem starken Unterbauch („Bierbauch“) führen, deshalb sollten Sie bei Neigung zu einem Bauchansatz Hopfen sehr sparsam einsetzen.

    Aber nicht nur als Heilpflanze nutze ich den Hopfen, sehr dekorativ rankt er seit mehr als 10 Jahren an meiner Pergola und erfreut uns im Herbst mit seinen Zapfen, die eine tolle Deko darstellen.

     

  • Die Lebendigkeit des Herzens

    Der Sommer und die Hitze sind in der CM dem Feuerelement zugeordnet, der wichtigste Meridian ist der Herz- Funktionskreis. Er steht für eine ausgeglichene Freude und einen klaren Geist. Es ist die Zeit, in der das höchsten Yang regiert. Es zieht uns nach draußen in die Natur, alles ist voller Kraft und Feuer.

    Die Yang-Aspekte von Mensch und Natur, Aktivität und Kraft sind dem Feuerelement zugeordnet. Das Hauptorgan des Feuerelements ist das Herz-Xi: ist xi gesund, dann sind wir emotional ausgeglichen, geistig klar, voller Offenheit und haben eine beschwingte Leichtigkeit mit einem feinen Sinn für Humor. Ganz einfach- wir fühlen uns dem Leben und mit allem verbunden und lieben uns genau so wie wir sind. Es ist wie ein Strahlen von Innen heraus- Geben ist selbstverständlich und voller Freude im Gegenzug auch das Annehmen.
    Feuer hat eine unwahrscheinliche Vielfalt:

    • Es kann gemütlich flackern und wohltuend wärmen- so wie an einem Sommerabend ein gemütliches Lagerfeuer in geselliger Runde- es wärmt Körper und Seele.
    • Es kann aber auch gefährlich werden und alles verbrennen- Waldbrände, starke Sonnenhitze und der folgende Sonnenbrand bringen zuviel an Feuer in die Gesellschaft.
    • Der Wandel vom Gleichgewicht zum Übermaß oder Mangel kann oft blitzschnell gehen. Menschen mit einer starken Feuerenergie reißen andere mit, können Fröhlichkeit verbreiten, neigen oft aber zu starken Schwankungen im Gemüt. „Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“- Schneller Begeisterung folgt oft eine Leere und tiefe Enttäuschung.
    • In unserer heutigen Zeit besteht leider eine Tendenz zur Überaktivierung des „Feuers“- von allem zuviel- Schnelligkeit,  moderne Medien mit zu starker Stimulanz für die Sinne- Genussmittel wie Kaffee, Nikotin, Alkohol oder zu heiße Nahrungsmittel stimulieren den Körper über- ein Auflodern der Energie und dann das Zusammenfallen…

    Da Herz als Kaiser unseres Körpers:
    Das Feuerelement beinhaltet mehrere „Organe“ gemäß der CM-  als Yin-Organe Herz und Pericard(Herzbeutel), als Yang-Organe Dünndarm und Sanjiao(Dreifacherwärmer). Das Herz ist der Kaiser- er regiert den Körper- alle anderen Organe des Feuers schützen- Pericard schützt das Herz als „Leibgarde“,  der Dünndarm sortiert- trennt das Wichtige vom Unwichtigen, wie ein guter Privatsekretär, der Sanjiao ist der Bevollmächtigte für die drei Wärmezentren im Körper- er regelt unsere physischen und psychosozialen Schutzmechanismen.
    Die wichtigste Funktion beinhaltet das Herz mit Shen- unserem „Bewusstsein“. die konstellierende Kraft Shen entspricht einer uns eigenen Intuition, diese spontan und voller Vertrauen Körper und Geist regiert, lenkt und ausgleicht. Shen spiegelt sich in den Augen- ist Shen gesund, dann haben die Augen Glanz und alles ist voller Klarheit- die Auffassung und Konzentration, ein gutes Gedächtnis, emotionale Stabilität und Stärke, wir freuen uns und haben Freude am Leben und können voller Ruhe schlafen.
    Herz- oder Feurschwäche erkennen wir, wenn sich Unruhe einstellt und das warum dazu unklar bleibt. Oft liegen die Wurzeln in der Kinder- und Jugendzeit- vielleicht haben wir das Gefühl von Trennung und Ausgrenzung in der Familie oder Gesellschaft erfahren. Kinder von überbesorgten Eltern erfahren nie eine Auseinandersetzung und können somit nicht lernen- ein intuitives Vertrauen wird untergraben… Wenn wir dieses Urvertrauen als Kind nicht erfahren haben, neigen wir bei Herausforderungen, in schwierigen Lebenssituationen oder bei Veränderungen schneller zu Unruhe und Ängsten. Durch diese Ängste wird unsere Feuer- Energie noch mehr geschwächt. Uns Menschen ist diese unterschwellige Unruhe unangenehm- wer nie gelernt hat sich mit Negativem auseinander zusetzen, der verdrängt- bis es nicht mehr geht…
    Aber auch die Erfahrung Liebe nur als Gegenleistung zu bekommen, schwächt Shen- Liebe ist keine Bezahlung!!
    Körperliche Symptome für eine Schwäche im Shen und im Feuer sind: blasse Haut, Kurzatmigkeit, Appetitmangel, Konzentrationsstörungen und vermehrtes Schwitzen, bei Fortschreiten dann kann es zu Herzklopfen, Schwindel, totaler Erschöpfung, Schlafstörungen und Depressionen kommen. Die moderne Diagnose „Burn out“ ist ein typisches Beispiel(siehe Beitrag“Wenn das Wochenende…“)
    Harmonisierung in Eigenregie

    • Bei schlechtem Schlaf, Herzklopfen, innerer Unruhe und Übelkeit hilft es, den Punkt Perikard 6 (auch innere Pforte genannt) zu halten. Dieser liegt drei Finger über der mittleren Handgelenksfalte, zwischen den beiden Sehnen. Er harmonisiert die inneren Organe und beruhigt den Geist.
    • Unruhe und andere schwächende Gefühle immer wieder bewusst machen- ansonsten verdrängen wir diese Gefühle in den Körper, was dann irgendwann zu den oben beschriebenen Symptomen der Herzenergie-Schwäche führen kann. Sehr hilfreich ist es, sich die eigenen Überzeugungen bewusst zu machen, die unsere Herzenergie schwächen- diese annehmen( ggf. mit Untersatützung), um sie dann aus dem Leben wieder zu verbannen.
    • Sehr einfach ist folgende Übung: Cremen Sie sich nach einer Dusche oder einem Bad hingebungsvoll und voller Liebe ein- ein duftendes Öl oder eine weiche Creme und tun Sie es so, als wenn Sie einem geliebten Menschen Gutes tun wollen!
    • Tanzen, Spielen und Lachen-Lebensfreude- stärken das Herz- gemeinsam mit der Familie oder Freunden bringt es doppelte Freude.
    • Die Kerze zum Essen oder in abendlicher Runde bringt uns dem Feuerelement näher- diese Rituale zeigen uns die Sinnlichkeit und den wärmenden Aspekt für die Seele.
    • In der Ernährung stärken alle bitteren Lebensmittel wie Mandeln, Rucola, Artischocken, Löwenzahn als Salat und/ oder Tee die Herzenergie. Kaffee als Genussmittel ist ein sehr starkes stimulierendes Getränk, deshalb achten Sie auf Klasse und nicht Masse!
    • Sollte ich ein Problem mit meinem „Herzfeuer“ erkennen, reicht oft schon eine Supervision oder ein einfühlsames Gespräch- das bringt neue Gedanken in mein Leben und dadurch können dann schon kleine Anregungen für Veränderungen im Alltagsverhalten gegeben werden, welche krankmachende Gewohnheiten abändern. Gespräche bringen starre und oft frustrierende Gewohnheiten in Bewegung, brechen diese regelrecht auf.
    • Durch Akupunktur und Tuina sowie spezielle, individuell gemischte Tees können die Symptome und die zugrundeliegende emotionale Struktur direkt und ursächlich behandelt werden. Alte Verletzungen- mental und physisch- haben Zeit auszuheilen und wir können neue Entscheidungen für ein erfüllteres und zufriedeneres Leben treffen
    • Tee zur Stärkung: Zur Stärkung wird ein Tee aus je einem halben Teelöffel Weißdornblüten, Herzgespann und Arnicablüten mit 250ml heißem Wasser aufgegossen und mittags getrunken(Herzzeit ist von 11:00 Uhr bis 14:00 Uhr)- etwa für 15- 20 Tage- dann zeigen die Kräuter ihre wunderbare Wirkung.Gesundheitstipp 39
    • Tee zur Beruhigung: je einen halben Teelöffel der Blüten von Lavendel, Johanniskraut und Rose, dazu Melissenkraut- alles gut mischen, mit 250 ml abgekochtem, heißen Wasser(nicht kochendem) übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und genießen- 2 Tassen zum Abend sollten für 15 Tage getrunken werden, dann zieht Ruhe in’s Gemüt.

    Bleiben Sie im gesunden Herzfeuer!

  • Passion heißt Berufung…

    …die Passionsblume ist berufen, uns in der Gesundung zu unterstützen. Die wunderbar blühende Kletterpflanze kommt aus den wärmeren Regionen Amerikas und gehört zu den Heilpflanzen der amerikanischen Ureinwohnern, den Indianern. Passiflora incarnata ist nicht nur eine Augenweide ob der ca. 300 verschiedenen Blütenformen und Blütenfarben, sondern sie unterstützt mit:

    • Flavonoiden, Vitexin, Cumarin, Umbelliferon, Maltol, Harmin, Passiflorine, Stigmasterol, Sitosterol, Luteolin, Kaempferol bei unterschiedlichen Beschwerden und hilft bei…
    • Ängsten, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzrasen, Herzneurosen, Durchblutungsstörungen, Nervosität, Reizdarm, Reizmagen, Schlafstörungen und Wechseljahresbeschwerden. Auch bei Juckreiz aus unterschiedlichen Gründen ist die Passionsblume einsetzbar(siehe unten).
      Ängsten durch die adstringierende, angstlösende, beruhigende, krampflösende und schweisstreibende Wirkung.
    • Die Anwendung des gesamten oberirdischen Krauts einschließlich der Blüten erfolgt als Tee oder Tinktur.
    • Tee gegen Juckreiz: je 20 Gramm Sternanis, Ehrenpreis und Johanniskraut, dazu 15 Gramm Kamillenblüten, je 10 Gramm Hauhechelwurzel- und Passionsblumenkraut und 5 Gramm Kornblumenblüten werden gut miteinander vermischt ggf. gemahlen- das Mahlen oder auch Mörsern setzt die ätherischen Öle besser frei- ein Esslöffel der Mischung wird ca. 10 bis 15 Minuten mit 300ml Wasser zum Sieden gebracht, dann durch einen feinen Filter abseihen und das 3-4/ Tag trinken- man kann den Tee auch abkühlen lassen und die Haut damit betupfen(nicht auf offene Stellen). Die Anwendung sollte nur bis zum Abklingen der Beschwerden erfolgen.
    • Eine Art der Passionsblume ist die Maracuja- vielen von Ihnen als wohlschmeckende Frucht bekannt. Besonders im Sommer lässt sich daraus ein wohlschmeckender Erfrischungstrunk bereiten- Wasser und Maracuja geben der Haut und unserem Inneren einen Frischekick.
    Maracujadrink
    Maracujadrink

    Weiden Sie Ihre Augen an dieser herrlichen und heilsamen Pflanze- ach ja, ein Sud aus Passionsblume hilft gegen Augenringe ;)- vor dem nächsten Date einfach als Kompresse auflegen und die Augen strahlen!

  • Wenn es im Ohr piepst und rauscht, dann…

    sind die Ursachen sehr vielfältig- die allgemeine Diagnose lautet Tinnitus. Je älter wir werden, um so mehr schwindet die Nierenessenz SHEN JING, die Grundlage unseres Organismus gemäß der CM. “ Die Niere öffnet sich über die Ohren“- somit können Symptome des Schwindes von Jing Tinnitus, Hörprobleme und/oder Taubheit sein. Ursachen sind:

    • Essenzmangel, das reine Yang kann nicht aufsteigen und die Ohren ernähren,
    • Stagnation der Lebensenergie und unkontrolliertes Aufsteigen des Leber- Yang, hervorgerufen durch Stress und Zorn,
    • Milz- Qi Mangel, welcher zur Entstehung von Schleim- Hitze führt- die Meridiane werden „verstopft“, das führt zu Ohrenproblemen,
    • Stagnation von Blut, das Blut kann damit die Ohren nicht mehr ernähren- Konsequenz Gehörprobleme

    Wenn wir diese grobe Einteilung verfeinern, erhalten wir zehn tiefgreifende Ursachen für das Piepsen im Ohr:

    • schwindendes Yin der Nieren- Ohrengeräusche oder Taubheit mit allmählichem Anstieg, schwaches Geräusch in den Ohren, Schwindel oder taumeliges Gefühl, Schmerzen im Lendenbereich, Schwächegefühl, schlechtes Gedächtnis, nächtliches Schwitzen, nächtliche Trockenheit im Mund, Schmerzen in den Knochen, Verstopfung, dunkler Harn, bei Männern nächtlicher Samenerguss, vorzeitige Ejakulation, Unfruchtbarkeit bei Frauen und auch Männern, Benommenheit, Depressionen, Ängstlichkeit, die Zunge erscheint oft rot oder stärker rot als sonst und oft ohne Belag.
    • schwindendes Yang der Nieren- Ohrengeräusche oder Taubheit auch wieder mit allmählichem Anstieg, schwaches Maschinengeräusch in den Ohren, Taumel, Schmerzen im Lendenbereich, Ermüdung, kalte und schwache Knie, Gefühl der Kälte im unteren Rückenteil, Gefühl des Frierens, Schwäche der unteren Extremitäten, leuchtend weiße Haut, Benommenheit, häufiges Wasser lassen von klarem Harn, nächtliches Wasser lassen, Apathie, Ödeme an den unteren Extremitäten, häufig dünnerer Stuhl, Depressionen, Impotenz, bei Männern reduzierte Libido, kühles und/oder dünnflüssiges Sperma, niedrige Anzahl von Spermien, vorzeitige Ejakulation, Impotenz, Unfruchtbarkeit bei Frauen, die Zunge zeigt sich blass und feucht.
    • unkontrolliertes aufsteigendes Yang der Leber– die Zunge zeigt einen gelben und klebriger Belag – kann sich aber stark verändern: aufgrund des Mangels an Blut der Leber  ist die Zunge eher blass , durch den Mangel an Leber- yin ist die Zunge mäßig rot an den Seiten und ohne Belag zusätzlich mit Hitze an den 5 Herzen(Sternum, Hand- und Fußflächen) und/oder Unruhe, Erschöpfung und Schlafstörungen, bei stagnierendem Leber-Qi als Ursache ist die Zunge normal oder mäßig rot an den Seiten, oft leicht bläulich und hat ggf. gestaute Unterzungenvenen- Unruhe, Gereiztheit und andere Merkmale sind weiter möglich,
    • Feuer in der Leber – führt zu Ohrengeräuschen oder Taubheit mit plötzlichem, starken Anstieg der Geräusche, hoher Schall in den Ohren (wie Grillen), vom Stress abhängiger Tinnitus, Kopfschmerzen, Taumel- Gefühl, Gereiztheit, Neigung zu Wutausbrüchen, rotes Gesicht, u. U. blutunterlaufene Augen, Durst, bitteren Mundgeschmack, Verstopfung, dunkler Harn, Schlaflosigkeit, häufiges Träumen, die Zunge zeigt sich rot mit noch röteren Seiten oder geschwollen mit klebrigem gelbem Belag.
    • Heißer Schleim in der Leber– Taubheit, die Ohrengeräusche haben wieder einen akut plötzlichen Anstieg, auch wieder dieses extrem hohe Grillengeräusch, schwankende und wechselnde Taubheit/ mal besser, mal schlechter, Durst,bitteren Mundgeschmack, rotes Gesicht, Gefühl der Beklemmung, des Drucks und der Fülle auf der Brust, Schleim im Hals, in der Nase oder auf der Brust, Katarrh, die Zunge zeigt sich wie oben bereits beschrieben- rot mit noch röteren Seiten und/ oder geschwollen mit klebrigem gelbem Belag.
    • Mangel an Herz- und Nieren- Yin – Ohrengeräusche oder Taubheit mit allmählichem Anstieg, niedriger ton/ leicht schallend in den Ohren, Taumel, Schlaflosigkeit, Ängstlichkeit, Herzklopfen, nächtliches Schwitzen an den 5 Flächen- s.oben-, Zunge: rot und ohne Belag ggf. rissig- wie ein trockenes Flussbett
    • Mangel an Herz- und Leber- Blut– Ohrengeräusche oder Taubheit mit allmählichem Anstieg, niedriger Ton/ leicht schallend in den Ohren, Taumel, schlechtes Gedächtnis, Herzklopfen, Schlaflosigkeit, Ängstlichkeit, matt blasse Haut, die Zunge ist blass mit besonders blassen Rändern,
    • Mangel an Lungen- und Herz- Qi– Ohrengeräusche oder Taubheit mit allmählichem Anstieg, niedrigerTon/ leicht schallend in den Ohren, Herzklopfen, Depressionen, Kurzatmigkeit, die Zunge zeigt sich blass, der Körper mit insgesamt blasse Haut, blasse Lippen und wenig Energie,
    • Angriff durch Hitze im Shao-Yang – plötzliche Ohrengeräusche oder Taubheit (Innenohrentzündung mit Schwindel und Störung des Gleichgewichtsapparats), sehr hohes Grillengeräusch, Wechsel von Frösteln und Fieber, Ohrenschmerzen, Nystagmus, Übelkeit oder Erbrechen, Kopfschmerzen, versteifter Nacken, Halsschmerzen, Brennen in den Augen, leichtes Schwitzen, Fieber, Windunverträglichkeit, die Zunge zeigt sich rot im vorderen Bereich oder an den Seiten, manchmal auch unruhig/ zittrig,
    • Blut-Stagnation– führt zu Taubheit und einem Blockade- Gefühl in den Ohren, sehr hohes Zirpen, dunkles Gesicht, dunkle Augenränder mit teilweise dunklen „Tränensäcken“, das Ohrensekret ist ggf. mit geronnenem alten Blut versetzt, die Zunge zeigt sich violett/ bläulich-rot mit leicht violetten/ bläulichen Unterzungenvenen und ggf. klebrigem Belag

    Nicht immer sind die Ursachen eindeutig, oft mischen sich die Zeichen bzw. wechseln sich ab. Häufig habe ich Ohrgeräusche im Zusammenhang mit Hypertonie oder Stress beobachtet, auch in den Wechseljahren ist ein vermehrter Auftritt von Ohrgeräuschen festzustellen. Sind die Ohrgeräusche erst kurz ein Symptom, dann ist die Prognose zur Behandlung recht gut, ebenfalls bei Qi-Stagnation, schwieriger wird es, wenn noch andere tief sitzende Dysbalancen vorhanden sind oder der Betroffene ständigem Stress ausgesetzt ist. Auch Ohrgeräusche auf Grund von Feuchtigkeit/ Schleim, welche häufig auf sehr lange anhaltende Ernährungsfehler zurück zuführen sind, können schwer behandelbar sein. Einen Teil können Sie selbst dazu beitragen, dass die „Geister“ in Ihren Ohren wieder verschwinden- geeignete Ernährung ohne Weißmehl, Zucker, Fertigprodukte und zu viele Genussmittel, ausreichend Bewegung und Stressbewältigung, ausreichende Erholungsphasen führen oft zu einer Milderung, dazu kommen dann Kräutermedizin, Qi gong- Übungen und die Akupunktur- dann könnte man sagen: „…die Geister, die ich rief, werde ich wieder los“

  • Wasser- Quelle der Energie….

    Gesundheitstipp 72
    Gesundheitstipp 69

    und unseres Mutes. Wir befinden uns jetzt im „Großen Yin“ des Jahres und damit im Wasserelement.

    Dieses wird durch die Meridiane Blase und Niere repräsentiert.  Aus der Nierenenergie entspringt die Kraft aller anderen Organe. Wasser hat die Eigenschaft kraftvoll zu fließen und immer den Weg nach „unten“ zu nehmen- der Fluß entspringt einer Quelle und diese fließt abwärts zum Meer oder See. Es speichert Nährstoffe und Temperatur. Die Niere in der CM: Das yin der Niere ist unsere Ursprungsenergie, die Essenz, welche uns von den Eltern gegeben wird, das yang der Niere bildet die Grundlage der Wärme und der Aktivität des ganzen Körpers. Dem Wasserelemet zugeordnet sind Angst, der Mut und die Willenskraft.

    Der Naturkreislauf spiegelt sich 1:1 in unserem Körper, in unserem Leben wieder- jedes Organ hat bestimmte Hochphasen mit größerer Aktivität und bestimmte Ruhephasen. Der Winter ist die Zeit des Wasserelements. Im Winter ist es Zeit,  die Energie zu bewahren und damit zu haushalten, sich zu besinnen und zurück zu ziehen.
    Wie die Tiere sollten auch wir Menschen an Rückzug, Einkehr und Ruhe denken. Wenn wir im Winter weiter wie im Sommer spät ins Bett gehen, früh aufstehen und mit vielen Aktivitäten unterwegs sind, besteht die Gefahr, dass wir uns schnell verausgaben und krank werden. Ab dem 40. Lebensjahr ist diese Einkehr besonders wichtig, denn unsere Nierenessenz schwindet, auch wenn wir uns noch nicht älter fühlen und nach neuesten Aussagen die 40er die neuen 30iger sind 😉

    1.Stress und Angst gehen an die Nieren
    Was die Nierenenergie besonders schwächt, ist zuviel Stress, wenig Schlaf und ein unregelmäßiger Lebensstil. Auch Dauerlärm, zu leichte Kleidung, schlechte Ernährung und der exessive Konsum von Genußmitteln, Nikotin und ggf. anderen „Drogen“ schaden der Nierenenergie. Neben diesen äußeren Einflüssen sind es aber vor allem bewusste oder unbewusste Ängste, die die Nieren schwächen. Menschen mit schwacher Essenz haben wenig Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten, haben ständig Ängste unbestimmter Art. Sie haben Angst, „nicht gut genug zu sein“ und verfangen sich zu hohen Ansprüchen, rigiden Regeln und Verpflichtungen.

    Im Klassiker der CM-„Der gelbe Kaiser“ Huang di- heißt es:

    „Die drei Monde des Winters sind die Zeit der Sammlung und Bewahrung…Nun ist von Nutzen: Früh zu Bett und spät sich zu erheben,mit der Sonne aufzustehen,die Gefühle innen zu hütenund Ruhe zu bewahren.“ 

    Existenzängste können sich mit dem Gefühl, den Boden zu verlieren, mischen und manch einer glaubt, dem Leben einfach nicht mehr gewachsen zu sein. Manchmal kommen solche Gedanken, aber beim Gesunden setzen diese sich nicht fest. Menschen mit schwacher Nierenenergie neigen jedoch dazu, diese tief verwurzelten Ängste mit Überaktivität und übertriebenem Ehrgeiz zu überspielen und sich dadurch noch mehr zu verausgaben. Das führt irgendwann zu einer totalen Erschöpfung bis hin zum Burnout und Depressionen.

    2. Anzeichen einer Nierenschwäche
    In dieser Phase zeigen sich häufig die ersten körperlichen Symptome: Bei einem Nieren Yang-Mangel sind dies fast typisch kalte Hände und Füße, zu häufiges Wasserlassen, Kälte und Schmerzen im unteren Rücken. Menschen mit einem Nieren Yin-Mangel zeigen sich mit Erschöpfung und extreme Müdigkeit, Schlaf- und Denkstörungen, Tinnitus, und/oder Potenz- und Libidostörungen. Fast immer finden sich auch Haarausfall, schlechte Zähne und Knochenprobleme.
    Schwere chronische Krankheiten der Organe Niere und Blase können sich ausprägen- Blasenentzündungen, Nierenerkrankungen…

    Die Blase wiederum besitzt die wichtige Aufgabe, die verbrauchten Flüssigkeiten des Körpers auszuscheiden.Sie ist der Verwalter unser täglich benötigten „Basis“- Energie. Haben wir davon zu wenig, kann dies zu Rückenschmerzen führen. eine kräftige Blase steht für Anpassungsfähigkeit und Willensstärke – stehen wir „gerade und fest“ und sind wir „biegsam und anpassungsfähig“?

    3. Was tun sprach Zeus:- Selbsthilfe für das Wasserelemt

    • Wichtig ist ein regelmäßigen Tagesablauf mit ausgewogenen Aktivitäts- und Ruhephasen. Auch ein langer, erholsamer Schlaf und lange gekochte Hühnersuppen mit speziellen Kräutern und Gemüsesorten stärken die Nieren.
    • Besonders im Winter sind abendliche warme Fußbäder mit einer zerkleinerten Ingwerknolle (circa 15 Minuten bei 50 Grad Celsius) empfehlenswert- aber nur bei Kältegfühl.
    • Bei Rückenschmerzen, denen eine Nierenschwäche zugrunde liegt, kann neben Akupunktur und Akupressur auch eine spezielle Wärmebehandlung des Blasenmeridians mit Chinesischem Moxakraut helfen. Gleichsam stärkend ist die Nierenmassage mit Weinrautencreme nach Hildegard von Bingen.
    • Kindern sollte von Beginn an viel Grundvertrauen und Geborgenheit gegeben werden, damit sich Angstmuster gar nicht erst so leicht entwickeln können.

    Menschen mit einer starken Nierenenergie handeln aus ihrer inneren Kraft und besitzen Selbstvertrauen. Sie haben einen starken Willen ohne starrsinnig zu sein und stellen sich den Herausvorderungen des Lebens und des eigenen Weges. Gleichzeitig übernehmen sie Verantwortung für sich und andere ohne in die eigene Überforderung zu gehen- sie kennen und respektieren die eigenen Grenzen.

    Nehmen Sie sich Zeit für Ruhe und Geborgenheit: „Im Winter hält die Natur einen Schönheits- und Gesundheitsschlaf“ unbekannt

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  • “ Nur wer die Rose liebt…“

    …so sang einmal die Gruppe Renft…. und wirklich, auch in der chinesischen Kräutermedizin und als Hausmittel wird die Rose als wichtiges Heilkraut angesehen.

    Der Steckbrief:

    • Die medizinische Rose- Rosa centifolia, Rosa gallica oder Qiángwéi- wirkt adstringierend, blutreinigend, blutstillend und nervenstärkend durch die Inhaltsstoffe Gerbsäure, Geraniol und Saponine. Sie blüht auch in unseren Gärten- zauberhaft von Juni bis in den Herbst. Heilkräftig sind die Blütenblätte- sie werden im Juni und August geerntet. Die Blütenblätter der Rose werden gesammelt, wenn sie gerade frisch aufgeblüht sind und im Schatten zügig getrocknet. Möglich ist es auch, die Knospen der Rosenblüten zu ernten und zu trocknen. Im Herbst dann bilden sich die leuchtend roten Hagebutten, welche sehr viel Vitamin C enthalten. Aus China wurde von Konfuzius schon etwa 500 Jahre v. Chr. von königlichen Rosengärten berichtet, diese wahrhaft königliche Pflanze stammt ja aus Kleinasien und kam über Persien nach Europa und die westliche Welt.
    • In der CM verwenden wir das Rosenöl und die Rosenblätter- das Öl wirkt entspannend, z. B. für einen Wickel zur Förderung des Schlafs bei Schlafstörungen, die Blätter wirken ebenfalls beruhigend, krampflösend und Blut reinigend.
    • Die Rose findet Anwendungen in Rezepturen bei Heuschnupfen, Lungenschwäche, Mundentzündungen, Verdauungsbeschwerden, Lebererkrankungen und Schwäche der Leberfunktion, Herzbeschwerden und daraus resultierenden Shen- Störungen, Ohnmacht, Schwindel, Kopfschmerzen, Melancholie, Schmerzen von Auge, Ohr und Zähnen, gynäkologischen Beschwerden, leichten Verbrennungen, schwer heilenden Wunden und auch bei Erysipel.
    • Rosentee wirkt sehr entspannend- nicht nur bei Menstruationsbeschwerden, sondern auch zum Schlafen und bei Stress.
    • Noch etwas kulinarisches- Rosenblätter können wunderbar für Süßspeisen zum Einsatz kommen oder stellen Sie ein Rosensorbet selbst her.

    Als Abschluss gebe ich Ihnen heute den wunderbaren Liedtext mit auf den Weg- geschrieben von Klaus Demmler, gespielt von der Gruppe Renft:

    “ Wer die Rose ehrt, wer die Rose ehrt
    Der ehrt heutzutage auch den Dorn
    Der zur Rose noch dazu gehört
    Noch so lang, so lang man sie bedroht

    Einmal wirft sie ihn ab…

    Wer die Liebe, wer die Liebe ehrt
    Der ehrt heutzutage auch den Haß
    Der zur Liebe noch dazu gehört
    Noch so lang, noch so lang man sie bedroht

    Einmal wirft sie ihn ab…

    Das wird sein, wenn’s sein wird
    Und Mensch ehrt den Menschen“

  • Kleine Früchte- große Wirkung

    In der chinesischen Kräutermedizin werden komplette Pflanzen oder die Pflanzenteile für Mixturen genommen- so auch kleine Früchte wie die Schisandra- Beere oder Wu wei zi.

    Der Steckbrief:

    • Wu wei zi- Schisandra chinensis fructus oder eben Schisandra- Beere gehört zu den adstringierenden und stabilisierenden Kräutern. Sie wird auch der “ Fünf- Geschmäcker- Samen“ genannt- eben weil sich bei Genuß alle fünf Geschmäcker entfalten.
    • Die Hauptwirkung dieser kleinen, leicht sauer- süß- salzig- bitter- scharf schmeckenden Früchte liegt in der Stabilisierung des Lungen Qi- damit kommen die Früchte häufig bei Mischungen gegen Husten, Kurzatmigkeit und Keuchatmung zum Einsatz. Gleichzeitig stärken sie das Lungen- und Nieren- Qi und halten die Essenz Jing zurück.
    • Schisandra gehört in jede Frauenmedizin für Frauen jenseits der 40. Sie stärken das Ying der Nieren und wirken sehr gut in Rezepturen, die bei Wechseljahresbeschwerden zusammen gestellt werden. Gleichzeitig beruhigen sie Shen(den Geist) und wirken im Zusammenhang mit anderen Kräutern positiv auf den Schlaf und die Schlafqualität.
    • Wu wei zi- …ist von warmer Qualität, hat einen sauren Geschmack, beeinflusst vor allem die Meridiane Lunge, Niere und Herz. In der Dosierung bis 3 Gramm/ Rezeptur wirkt Schisandra als Einflussmittel z. B. bei chronischem Husten, bis 9 Gramm/ Rezeptur wirkt es als Tonikum.
    • „Die Dosis macht das Gift“- Schisandra ist nicht giftig, aber eine Überdosierung führt zu Unruhe, Schlafstörungen und ggf. Dyspnoe.
    • Bei richtiger Handhabung kann „Frau ab 40“ die kleinen Beeren als Tonicum einsetzen, morgens drei bis vier der kleinen Säuerlinge in die Morgenmahlzeit( ein Congee aus Reis, Birne, Hagebuttenmark, Birnendicksaft, Berberitzen- und Schisandrafrüchten) geben und damit in den Tag starten- das baut die Essenz auf, stabilisiert allgemein Qi und treibt unnötige Feuchtigkeit aus dem Körper.
    • Einsatz- in Rezepturen gegen Husten, Dyspnoe, vaginalen Ausfluss, frühmorgendlichen Durchfall, übermäßiges Schwitzen mit Durst und trockenem Rachen nach Fieber, Diabetes mellitus Type II, Schlafstörungen…gegen Altersschwäche, Leberschwäche und bei Lustlosigkeit von Frau und Mann.

    Schisandra wächst in unseren Breiten, sie ist eine Kletterpflanze, die im Mai bis Juli blüht und dann die Früchte ausbildet. Man kann sie problemlos im Garten anpflanzen, der Boden sollte nur regelmäßig gelockert werden oder durchlässig sein. Ich besitze diese Pflanze seit 8 Jahren in meinem Garten, sie rankt an der Pergola und wird von Jahr zu Jahr kräftiger.

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    Wu wei zi- eine tolle Frucht der Natur für unsere Gesundheit.