Autor: kira

  • Wildkräuter- Einmaleins

    So langsam steigt die Sonne höher und die Temperaturen locken die ersten Frühlingswildkräuter aus dem Erdreich. Manch einer sagt dazu auch „Unkraut“- jedoch die Wildkräuter sind eine mit der besten Vitamin-, Mineralstoff- und Bitterstoffspender nach der langen Winterzeit.

    Hier kommen die wichtigsten Kräuter mit ihrer Wirkung in der Übersicht:

    • Giersch– auch Geißfuß genannt- macht dem Gärtner das Leben schwer, dabei ist es ein Kraut, welches sich wunderbar in einen Wildkräutersalat, in eine Suppe, in ein Pesto mit Pinienkernen oder in ein Dinkelpastagericht integrieren lässt. Giersch wird wie frischer Spinat zubereitet, schmeckt auch ähnlich und bringt den Stoffwechsel in Gang. Der Frischpresssaft wird als Kur über zehn Tage getrunken- aus den frischen Trieben Saft pressen und 1:5 mit abgekochten, lauwarmen Wasser verdünnen. Am ersten Tag 1 Esslöffel, am zweiten 2 Esslöffel … Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Behandlung von Hämorrhoiden(Sitzbad mit einem Sud) oder als Insektenstich- 1. Hilfe-Mittel(frisch zerdrückt auf den Stich geben). Giersch wirkt: abführend, antirheumatisch, beruhigend, entwässernd, entzündungshemmend, harnsäurelösend, harntreibend, verdauungsanregend
    • Vogelmiere– viele von uns kennen die Vogelmiere mit den kleinen Sternenblüten als lästiges Unkraut, dabei ist sie nicht nur ein Wildgemüse, welches ohne große Arbeit im Garten wächst, sondern stellt auch einen Schutz für den Boden dar und kann als Mulchersatz genommen werden. Fast das ganze Jahr über kann man die Vogelmiere ernten, um daraus Salate, Suppen und Kräuterquark frisch auf den Tisch zu bringen. Diese Speisen regen den Stoffwechsel und die Verdauung an. Vogelmiere ist gegen zahlreiche Hautprobleme einsetzbar, sie kann Schuppenflechte und juckende Ekzeme lindern. Inhaltsstoffe sind: Vitamine, Saponine, Flavonoide, Cumarine, Mineralien, Oxalsäure, Schleim, Zink, ätherische Öle, die Pflanze wird als Tee innerlich oder äußerlich und als Salbe in der Kräuterheilkunde eingesetzt. Sie wirkt gegen Frühjahrsmüdigkeit und weiterhin adstringierend, blutreinigend, blutstillend, harntreibend, kühlend, schleimlösend- dementsprechend groß ist ihr Einsatzgebiet.
    • Löwenzahn– eins der bekanntesten Frühlingskräuter- auch Butterblume genannt- hat eine ausgeprägte blutreinigende Kraft und eignet sich daher wunderbar zu einer Frühjahrskur, wirkt anregend auf alle Verdauungs- und Ausscheidungsorgane, entgiftet den gesamten Körper. Es können die Blätter, Blüten und Wurzeln verwendet werden. Am wirksamsten ist ein Tee oder eine Tinktur, wenn sie aus allen drei Pflanzenteilen besteht. Auch in der Küche hat der Löwenzahn vor allem im Frühling seinen Platz. Die zarten jungen Blätter ergeben feingeschnitten eine feinherb- bittere Komponente für den Frühlings- oder Wildkräutersalat. Löwenzahn wirkt: gallefördernd, cholesterinsenkend, entgiftend, blutbildend, blutreinigend, harntreibend, tonisierend,- in der chinesischen Medizin setze ich ihn gegen Hitzeerkrankungen ein bzw. um Hitze auszuleiten.
    • Schafgarbe– ist zwar kein klassisches Frühjahrskraut, aber im späten Frühjahr oder Frühsommer können die ersten, frischen Blätter auch im Salat oder der Frischeküche verwendet werden. Einer der weiteren Namen ist “ Augenbraue der Venus „, damit ist klar, dass Schafgarbe eine absolutes Frauenkraut ist für folgende Wirkbereiche: blutreinigend, blutstillend, krampflösend, gefäßtonisierend und wird von A- wie Akne bis W- wie Wundheilung eingesetzt. Die Inhaltsstoffe- ätherisches Öl, Azulen, Eukalyptol, Gerbstoffe, Flavone, Bitterstoffe, antibiotische Substanzen- machen das Kräutlein so wertvoll. Eingesetzt werden in der Naturheilkunde Tee, Tinkturen und Zäpfchen. Hier kommt die Rezeptur für einen Tee, der sich günstig auf die Figur auswirken kann: Erstellen Sie eine Mischung zu gleichen Teilen( in Gramm) aus Zimtstangen, Süssholzwurzel, Hauhechelwurzel, Klettenwurzel, Schafgarbenkraut, Wacholderbeeren und Frauenmantelkraut, von der Mischung wird ein Teelöffel mit 200 ml Wasser leicht siedend 15 Minuten ziehen gelassen, danach die Mischung abseihen und langsam trinken. Es werden maximal drei Tassen täglich nach den Mahlzeiten getrunken. Da die Mischung Süssholz enthält, ist der Tee für Hypertoniker nur nach Absprache und bedingt geeignet!
    Schafgarbe( Bild aus Heilpflanzen Praxis Heute)
    Schafgarbe( Bild aus Heilpflanzen Praxis Heute)
    • Gänseblümchen– ist ein unscheinbares Blümchen, welches bereits jetzt auf Rasenflächen in die Sonne blinzelt und eine Verwendungsvielfalt bietet. Es wirkt: blutreinigend, blutstillend, harntreibend, krampfstillend, schmerzstillend und wird als Tee oder Tinktur auf Grund der folgenden Inhaltsstoffe eingesetzt: Saponine, Bitterstoffe, Gerbstoffe, ätherische Öle, Anthoxanthin, Flavonoide, Fumarsäure, Schleim, Inulin. Jeder Frühlings- oder Wildkräutersalat erhält durch das Gänseblümchen ein buntes Aussehen und einen mild- würzigen, aparten Geschmack. Der Tee aus den Blättern des Gänseblümchens regt Appetit und Stoffwechsel an, fördert die Verdauung und kann durch seine krampfstillenden Eigenschaften bei Husten angewandt werden. Ödeme werden durch die harntreibenden Eigenschaften gemildert bzw. verschwinden ganz- toll, Gänseblümchentee ersetzt nebenwirkungsfrei die Entwässerungsmittel bei Hypertonie mit Ödembildung.
    Gänseblümchen( Bild aus Heilpflanzen Praxis Heute)
    Gänseblümchen( Bild aus Heilpflanzen Praxis Heute)
  • „In jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“

    Das Zitat von Hermann Hesse bewahrheitet sich gerade jetzt im Frühjahr. Meine verehrten Leser(innen) möchte ich heute mit der „Zaubernuss“, dem Hamamelisstrauch als Heil- und Zierstrauch bekannt machen.

    Der Hamamelisstrauch kommt ursprünglich aus Nordamerika, die dortigen Ureinwohner nutzen die Kraft dieses wunderbaren Strauches schon seit ewigen Zeiten. Mittlerweile blüht und grünt er auch in europäischen Gärten, blüht gerade jetzt wunderbar mit seinen fadenförmigen gelben, roten oder orangen Blüten. Im Sommer spendet er mit kräftig- grünem Laub und einer Wuchshöhe von bis zu zwei Metern Schatten. Die Samen des Strauches springen bis zu sieben Meter weit, daraus erklärt sich auch der verbreitete Name „Hexenzaubernuss“.

    In der Naturheilkunde nutzen wir Hamamelis bei:

    • Hautverletzungen,
    • lokalen Haut- und Schleimhautentzündungen,
    • bei Entzündungen des Nagelfalz,
    • zur Wundbehandlung bei nässenden und infizierten Wunden,
    • bei Ulcus curis bei Venenentzündungen oder Diabetes,
    • bei Verbrennungen und Verbrühungen,
    • bei ekzematösen Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Windeldermatitis und Dermatitis seborrhoica u.s.w.
    • bei Hämorrhoiden, Analfissuren, Analekzem und Entzündungen im Anal- und Genitalbereich,
    • zur Dammschnittpflege und bei Varikosen,
    • bei trockener Altershaut und allgemein auch zur Hautpflege bei trockener, juckender Haut.

    Die verwendeten Teile des Strauches sind die Rinde(leicht magenreizend!), die Blätter und auch die Blüten, die Teile werden einzeln oder als Kombinationen als Tee, Dilution, Wässer für Waschungen, Salben oder Suppositorien eingesetzt. Bei äußerlicher Anwendung sind keine Nebenwirkungen und Kontraindikationen bekannt. Adstringierend und leicht bitter entfalten Rinde und Blätter ihre Wirkung.

    Ein großes Anwendungsgebiet ist die Naturkosmetik mit Cremes, Gesichtwässern oder Reinigungswässern. Die fertigen Präparate können über alle Apotheken oder Reformhäuser bestellt werden. Ich rate Ihnen, die Haut vorher von einer versierten Kosmetikerin für Naturprodukte, einen Hautarzt oder Ihre(n) Heilpraktiker(in) begutachten zu lassen, um ggf. Produkte dieses wahrhaft zauberhaften Strauches zu verwenden.

    Bleiben Sie bei einem wunderbaren Sonnentag ruhig verzaubert stehen:

    Zaubernuss 2

  • Es gibt nur eine Zeit…

    …, in der es wesentlich ist anzufangen. Diese Zeit ist jetzt! Wie weise von „Buddha“- es ist höchste Zeit!

    Warum nehme ich diesen Ausspruch zum Anlass, um dazu einen Gesundheitstipp zu schreiben- ganz einfach… Wir wandern langsam aus dem Wasserelement, dem tiefen Yin des Jahres in das aufstrebende Yang, das Holzelement. So wie im aufstrebende Frühjahr(meterologisch gestern am 1.3.2015), streben Mensch, Tier und Pflanzen ans Licht. Alles verändert sich. Bei mir im Garten sind die Frühblüher wie Schneeglöckchen, Winterlinge, Zaubernuss und Co. kräftig in voller Blüte. Es ist an der Zeit für:

    • einen inneren und äußeren Frühjahrsputz– Fasten in geeigneter Form(siehe Beitrag über das Fasten), Teekuren, einfache Trinkkuren mit Gemüsesäften und lauwarmen Wasser, das „Entrümpeln“ von Schränken oder der gesamten Wohnung/ des Hauses- Räumen Sie auf!
    • Bewegung an frischer Luft– Gehen Sie 10 bis 15 Minuten zu Fuß zur Arbeit und auch wieder nach Hause. Wir benötigen Sauerstoff, um uns regenerieren und für die innere Reinigung. Verlegen Sie Ihre Sporteinheit nach draußen- Baumstämme bzw. das Kaminholz ersetzen die Gewichtsmaschinen im Studio und das Training ist deutlich effektiver.
    • Schüsslern ins Frühjahr- Die beste Kombination besteht aus den Salzen Nr. 6 + 10 + 12- Nr. 6(morgens), als Salz der Entschlackung und das Salz Nr. 10(mittags), das als Salz der inneren Reinigung, bilden die Basis der Frühjahrskur, Nr. 12(abends) ist die notwendige Ergänzung für eine Ausheilung „alter“ Herde und säureregulierend. Die zweite empfehlenswerte Schüssler- Kur wird wie folgt angewandt: Geben Sie je drei Pastillen der Salze Nr.3,8 und 9 in ein Glas und gießen die Mischung mit 200ml abgekochten, heißen Wasser auf. Setzen Sie sich in eine entspannende Stille und trinken dieses „Heißgetränk“ langsam und in kleinen Schlucken. Diese Varianten führen sie für 5-6 Wochen durch. Achtung! Nehmen Sie zum Umrühren keinen Metalllöffel!
    • Kuren mit Tee- Mischen Sie sich vormittags und nachmittags einen Tee aus je einem viertel Teelöffel grünen Tee, Löwenzahn- und Brennnesseltee, brühen diesen mit 80 Grad warmen Wasser auf/ den grünen Tee erst zwei Minuten vor Ende der Rastzeit(10 Minuten) dazu geben, die Kur 4 Wochen anwenden
    • Kuren mit Wasser- Kochen Sie zwei Liter Wasser 10 Minuten auf niedrigster Stufe und trinken Sie dieses Wasser dann lauwarm über den Tag- direkt morgens nach dem Aufstehen mit einem Glas beginnen.
    • Bitterstoffe- nehmen Sie Bitterstoffe(siehe Beitrag) in Form von Wildkräutersalaten oder bitteren Salaten, Artischockensaft oder fertigen Bitterkräutermischungen nach Hildegard von Bingen als Kur zu sich- Leber und andere Entgiftungsorgane danken es Ihnen.
    • ausreichenden und guten Schlaf:  Mindestens acht Stunden lang sollten Sie Ruhe finden. Im Zweifelsfall ergänzt ein Mittagschlaf eine zu kurze Nachtruhe. Nur gut ausgeruht kann sich der Körper regenerieren und Sie können Ihr volles Potential ausschöpfen.
    • einen Wandertag:  Gehen Sie einmal pro Woche den ganzen Tag in die freie Natur. Wandern Sie bewußt durch die Natur oder radeln entspannt in die nähere Umgebung- der Kopf wird frei, der Körper atmet auf.
    • Wechselduschen: Stellen Sie beim Duschen mehrmals das kalte Wasser an, im Wechsel zum Warmwasser. Beenden Sie die Dusche mit kaltem Wasser- das  Immunsystem und der Kreislauf werden gestärkt.
    • um Genussgifte zu vermeiden: Vermeiden oder verringern Sie während der Kur den Konsum von Nikotin, Alkohol und anderen Genussgiften. Genussgifte schwächen unsere Essenz und stimulieren das Yang zu stark!
    • für moderate Sauna-Besuche: Gönnen Sie sich einmal pro Woche einen Sauna-Besuch. Sauna reinigt und tut der Seele gut- bitte vorher einen Arzt für Naturheilverfahren oder Ihren Heilpraktiker/ Ihre Heilpraktikerin konsultieren.
    • für abwechslungsreiche Ernährung: Gemüse, Dinkel in vielen Varianten, Fisch und einmal/ Woche Eier und Fleisch geben Schwung für den neuen Aufbruch und in die „Aufwachzeit“!

    Ich wünsche Ihnen einen „genussvollen“ und „aufgeräumten“ Start ins neue Frühjahr- “ Carpe Diem- Pflücke den Tag“(Horaz)

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  • Fasten- Zeit der Einkehr

    Hallo liebe Gäste in nah und fern… am Aschermittwoch ist alles vorbei- nein keine Angst, ich werde jetzt keinen Beitrag über die Vermeidung des Karneval- Katers bringen- es geht um eine der wichtigsten Heilmethoden unserer Breiten- das Fasten. Das Fasten ist in allen Religionen vertreten- Fasten wie aus dem Gotischen von „fastan“- (fest)halten, bewachen bzw. beobachten. Aus dieser Geschichte heraus gibt es die Fastenzeit- Einkehr, sich selbst beobachten, sich selbst „bewachen“- seine Gesundheit bewachen. Natürlich haben die Fastenzeiten der Religionen etwas mit dem Glauben zu tun. In meinem Beitrag geht es in erster Linie um das Bewahren der Gesundheit bzw. das begleitende Behandeln von bestimmten Erkrankungen. Auf keinen Fall sollte für eine Gewichtsreduktion gefastet werden, das hilft nur sehr kurzfristig und schadet eher, als das es nützt!

    Beim Fasten wird ganz bewusst auf bestimmte Nahrungsmittel, Genussmittel, Gewohnheiten oder Verhaltensweisen verzichtet. Bei bestimmten Erkrankungen wird gefastet, um den Körper nicht mit der Verdauungstätigkeit zu belasten. Was bringt der Verzicht für den Körper und den Geist?

    • Entgiftung
    • Entlastung
    • innere Reinigung
    • Regeneration
    • Besinnung auf das Wesentliche und bewußter Verzicht auf Belastendes
    • Einkehr
    • Ruhe für Körper und Seele
    • Rückkehr zu einfachen Freuden
    • Einstieg in eine ausgewogene und individuell geeignete, gesunde Ernährung…

    Methoden des Fasten sind:

    • Fasten nach Buchinger mit Fastentee, Wasser, Fastenbrühe und ggf. etwas verdünntem Gemüsesaft- eine der strengsten Fastenmethoden und nicht für jeden geeignet,
    • Fasten nach Mayer mit trockenen, harten Brötchen und Milch- ebenfalls eine sehr strenge Fastenmethode, nicht für jeden geeignet,
    • Fasten mit ausschließlich basischen Lebensmitteln- eine moderate Fastenmethode, die alltagstauglich und für jeden Menschen geeignet ist,
    • Fasten gemäß den Richtlinien der chinesischen Medizin – sehr individuell abgestimmt auf den Einzelnen und seine Bedürfnisse, mit dem Verzicht auf tierische Lebensmittel,
    • Fasten nach Hildegard von Bingen, bei diesen Methoden spielt Dinkel eine Hauptrolle und sie ist ebenfalls für jeden Menschen geeignet…

    Für das Fasten sind folgende Aspekte zu beachten:

    • Check up beim Heilpraktiker/ der Heilpraktikerin oder bei einem speziell ausgebildeten Facharzt(Internist mit Zusatzqualifikation Naturheilkunde),
    • Fasten bedeutet auch Zeit- die berufliche Belastung sollte in dieser Zeit nicht sehr stark sein bzw. auf ein minimales Maß beschränkt werden,
    • Fastenpläne erstellen lassen- bei mir bekommen Sie den maßgeschneiderten Fastenplan mit der Beratung und ggf. unterstützende Rezepturen an Tee, Schüssler- Kombinationen oder speziellen Kräutern,
    • Machen Sie sich mit der Methode des Klistiers vertraut- ohne Reinigung des Enddarmes bringt Fasten nicht den gewünschten Effekt!
    • Kaufen Sie alles, was Sie benötigen vor dem Beginn des Fastens ein bzw. entsorgen Sie alles, was Sie nicht mehr benötigen.
    • Sinnvoll sind eine Hautbürste, ein Klistierball oder Klistierbehälter mit Rohr, ein Körnerkissen bzw. Steinkleekissen, Fencheltee, Mundöl nach Hildegard von Bingen und basische Zusätze für Fuß- oder Ganzkörperbäder.
    • Lassen Sie sich beim Fasten begleiten, d.h. vereinbaren Sie im Vorfeld Termine beim Heilpraktiker oder Arzt, um Sie ggf. „aufzufangen“, denn Fasten kann für den Körper sehr anstrengend sein.
    • Planen Sie bewußt Zeiten für Spaziergänge, Sauna oder Bewegung im Wasser ein- Bewegung muss zwangsläufig beim Fasten dazu gehören, um bspw. das Leber- Qi zu entspannen und die Entgiftung des Körpers zu unterstützen.
    • Üben Sie die Meditation… diese hilft Ihnen, Fastenkrisen zu meistern und ist ein guter Einstieg in die tägliche geistige Reinigung.
    • Trinken Sie ausreichend- mehr als sonst und mindestens 2 Liter abgekochtes, lauwarmes Wasser oder dünnen Fastentee- die Fastenschlacken müssen ausgeschieden werden.
    • Achten Sie auf eine regelmäßige Darmentleerung- täglich- und wenden Sie ggf. alle zwei bis drei Tage einen Klistier an. Vorsicht! Bitte nehmen Sie keine Abführmittel, die reizen zu stark den Magen und Darm. Ebenso sollten Sie Gemüsesäfte wie Sauerkrautsaft oder Mischsäfte nur verdünnt trinken und dann immer lauwarm.

    Egal für welche Fastenmethode Sie sich entscheiden, Sie starten damit immer in eine Wandlungsphase- der Blick wird geschärft, Körper und Seele „entmüllt“- viel Erfolg!

    089-20.06.2008-von Hünfeld nach Nazza

  • Nur in der Freiheit kann Mut gedeihen

    Wie sieht es heute bei Ihnen aus? Haben Sie den Tag voller Gelassenheit, frei, mutig und ohne Angst begonnen? Oder waren Sie morgens schon gelähmt, ängstlich auf die Aufgaben des Tages schauend, voller Sorge, dass etwas nicht gelingen könnte.

    Gesunde Angst, Respekt vor einer Situation ist überlebenswichtig. Unsere Vorfahren mussten einen gesunden Respekt- eine gewisse Angst- vor Situationen haben, um ggf. schnell fliehen zu können. Adrenalin, ein Stresshormon, sorgt für eine inner Bereitschaft, signalisiert: „Ergreife die Situation und reagiere!“

    Wenn die Ängste oder Sorgen jedoch ständiger Begleiter sind, dann läuft etwas schief im Leben. Diese Emotionen schwächen unsere Mitte, blockieren unsere Atmung und schwächen damit unser Lungen- Qi. Der betroffene Mensch wird von seinen Ängsten, Sorgen und Nöten beherrscht, er ist in seinem Leben völlig blockiert und eingeschränkt. Eine spezielle Psychotherapie, begleitende Behandlung mit Akupunktur und Kräutermedizin, Qi Gong und eine Atemmeditation kann helfend unterstützen:

    • Nehmen Sie sich aus dem Alltag heraus und gönnen Sie sich Zeit! Was macht Angst und Sorgen? Konfrontieren Sie sich selbst mit dieser Angst, lassen Sie ruhig zu, dass sie sich in Ihrem Körper ausbreitet- atmen Sie tief mit offenem Mund ein und bleiben Sie bei diesem „Angst“- Gefühl.
    • Akzeptieren Sie die Ängste und Sorgen, die Sie verspüren- übernehmen Sie ganz bewußt die Verantwortung für diese, denn… wenn Sie dafür Verantwortung übrnehmen, dann sind Sie auch in der Lage, diese Situation zu ändern.
    • Atmen Sie immer weiter  durch den Mund ein(hält den Blutdruck niedriger und stabiler) und kräftig aus- mit jeder Ausatmung lassen Sie Ängste/ Sorgen/ Nöte los- sagen Sie sich nicht: “ Mir macht…. Angst“, sondern sagen Sie sich: “ Ich mache mir selbst Angst vor…“
    • Die Einatmung bringt Ihnen nun mit jedem Atemzug Mut, Kraft, Entschlossenheit und Elan, diese Ängste… anzugehen. Ruhe und Gelassenheit/ innere Harmonie breiten sich nun mit jedem Atemzug in Ihnen aus.
    • Sie spüren, wie die schlechten Emotionen, Ängste, Sorgen aus Ihnen heraus strömen- diese verlieren Ihre Macht über Ihr Denken und Sein!
    • Atmen Sie ruhig weiter, bis Sie voller Mut und Kraft den Tag und die Aufgaben angehen können!
    • Diese Atmung wiederholen Sie jeden Tag, ggf. auch mehrmals täglich als kleine Hausaufgabe zu der Therapie, die Sie empfehlenswerter Weise beginnen werden oder schon begonnen haben.

    “ Verwandle große Schwierigkeiten in kleine und kleine in gar keine „– buddhistische Weisheit

  • Schneeschuhwandern oder Meditation im Schnee

    Gesundheitstipp 31
    Urlaubstipp

    Ich bin immer noch ganz gefangen von meinem diesjährigen Schneeschuhwandern in der ersten Februarwoche. Es war einmal… nach vielen Sportverletzungen, vor allem an den Sprunggelenken, wurde ich beim Skilaufen- sowohl Alpin als auch Langlauf- immer unsicherer, ängstlicher und unzufriedener- Schmerzen am Abend zeigten, dass Skilaufen kein Sport mehr für mich war. Das war’s dann mit dem Wintersport war mein erster Gedanke. Zeitgleich mit meinem Entschluss, die Vernunft walten und die Ski zu Hause zu lassen, sah ich einen Bericht über Schneeschuhe und einen neuen Sporttrend- Schneeschuhwandern. Mein Mann hatte den Bericht mit verfolgt und ich bekam zu meinem Geburtstag und passender Weise vor unserem Winterurlaub 2009 ein Paar Schneeschuhe geschenkt und los ging es- mit Nordic Walking- Stöcken, die hatte ich ja bereits und meinen neuen Schneeschuhen ab durch die Gegend um Benecko im Riesengebirge- ein Novum zu der Zeit. „Na kleiner Yeti“, das waren schon lustige Sprüche, die ich zu hören bekam, aber auch interessantes Fragen “ Wo bekommt man die her?“

    Seit dieser Zeit ist das mein Wintersport- gelenkschonend, die Ausdauer fördernd, die Muskeln beanspruchend- und zwar alle Muskelgruppen- und ein wurderbar „sanfter“ Sport mit meditativem Charakter. Ich wandere gerne allein und entdecke auf für Skifahrer gesperrten Wanderwegen eine teilweise unberührte und stille Winterlandschaft, die mir Erholung pur bietet. Seit ein paar Jahren fahren wir bereits in den Bayrischen Wald(Zwiesel und „Großer Arber“)- die Touren dort sind abwechslungsreicher was die Dauer und das Gelände betrifft. Dazu kommt noch, dass unser Hotel ein kleines Schwimmbad besitzt, welches inklusive Sauna für die Gäste zur Verfügung steht.

    Mein Tipp für die Winterurlaubszeit und zur Stärkung des Körpers:

    • morgens vor dem Frühstück eine Stunde zum Schwimmen oder zu einigen Übungen Wassergymnastik ins Schwimmbad,
    • ein ausgewogenes Frühstück mit 30% Kohlenhydraten, 40 % Eiweiß und 30% neutralen Lebensmitteln mit Vitaminen und Spurenelementen,
    • danach für Anfänger eine 1,5 stündige Schneeschuhwandertour, für Fortgeschrittene die anspruchsvolleren Touren bis zu 2,5 Stunden,
    • leichtes Dehnen auf dem Zimmer und Mittagsruhe,
    • nachmittags noch einmal für eine Stunde ins Schwimmbecken und dann ein bis zwei Saunagänge mit der entsprechenden Ruhephase und dann…
    • kann man auch das echte bayrische/ österreichische/schweizerische…. Abendbrot mit Suppe, Salat, Fleischgerichten oder Mehlspeisen genießen.
    • Dazu nimmt man täglich die Schüssler Salze Nr.3,5,7 und 21- die versorgen den Körper mit den Spurenelemente Ferrum, Magnesium und Zink- beugen Muskelverletzungen vor und stärken das Immunsystem von innen.
    • Wichtig ist die Skigymnastik ca. 4 Wochen vor dem Urlaub und zur Erwärmung- egal ob man mit Schneeschuhen wandert, Alpin oder Langlauf betreibt. Viele Verletzungen können nur eintreten, weil die Muskeln, Gelenke und Bänder nicht vorbereitet sind. Die Anregungen dazu finden Sie im Internet auf „youtube“ oder unter dem Stichwort „Skigymnastik“. Natürlich können Sie auch bei mir ein maßgeschneidertes Vorbereitungsprogramm erhalten.
    • Apres- Ski- sicher ab und zu ganz lustig, jedoch in Maßen…mal ganz ehrlich, wer will schon jeden Tag mit einem dicken Kopf aufwachen und dann das schöne Winterwetter verschlafen?
    • Übrigens… ein Winterurlaub ist deutlich erholsamer als ein Sommerurlaub- ganz einfach, weil die Luft klarer ist und die Uhren insgesamt langsmer ticken.

    Erholen Sie sich gut, genießen Sie Sonne, Schnee, tolle Loipen durch die Natur oder eine entspannte oder auch rasante Abfahrt!

    Winterlandschaft rund um Zwiesel
    Winterlandschaft rund um Zwiesel

     

  • Mein Herz ist weit und ohne Groll

    Wissen Sie wieviel Zeit wir mit Groll, Hass und Zorn verlieren? Wertvolle Lebenszeit, die uns für wirklich wichtige Dinge im Leben fehlt, denn…sind wir wütend auf jemanden oder etwas, dann befinden wir uns in einem emotionalen Ausnahmezustand. Unsere Meridiane Leber und Galle haben keinen freien Fluss von Qi, die Wut oder der Zorn/ Ärger führen zu unkontrollierten Handlungen. Unverarbeitet über lange Zeit führen diese Emotionen zu einem anhaltenden Gefühl des “ Immer werde ich ungerecht behandelt“. Unsere Wut, unser Zorn, der Ärger richtet sich erst immer auf andere, aber irgendwann gegen uns selbst- denn unser Körper kann sich aus stagnierendem Leber- Qi nicht oder nur sehr schwer befreien. Was also tun?

    • Nehmen Sie sich Zeit! Beschäftigen Sie sich mit dem Zorn, Ärger, der Wut, die Sie auf eine Ereigniss, eine oder mehrere Personen verspüren.
    • Stellen Sie sich die Person oder Personengruppe oder das Ereignis vor- spüren Sie den Ärger, die Wut noch einmal nach.
    • Atmen Sie in dieser Situation tief ein und kräftig aus… mit jeder Ausatmung- so kraftvoll, wie Ihr Ärger ist, lassen Sie diese negativen Emotionen aus Ihrem Körper fließen.
    • Entwickeln Sie in Gedanken ein Gefühl der Gleichgültigkeit gegen das Ereignis oder die Person/ Gruppe von Menschen- sprechen Sie laut und deutlich “ Dieser Mensch…/ dieses Ereignis… ist mir egal, gleichgültig! Wiederholen Sie den Satz mehrfach.
    • Jetzt spüren Sie, wie sich mit jedem Atemzug der „Herzraum“, die „Siegelhalle des Kaisers“(in der chinesischen Medizin), also der obere Brustraum sich weitet, das Herz wird leicht und weit.
    • Spüren Sie, wie der Groll verschwindet und sich eher ein Gefühl von Ruhe und Gelassenheit ausbreitet.
    • Lassen Sie nun mit der Ausatmung dieses Gefühl mit nach außen in Ihre Umgebung fließen- immer weiter und Sie ereichen dadurch unter Umständen, dass sich die Situation komplett verändert.

    In einem meiner vorherigen Beiträg habe ich das Talmud schon einmal zitiert, heute nun folgende so treffende Aussage:

    „Viel Streit im Hause des Menschen entsteht durch grundlosen Hass.“
  • Energie durch Meditation

    Lukian sagte: “ Wahrer Reichtum ist nur der innere Reichtum der Seele.“- und was bringt uns diese Weisheit in der heutigen Zeit- in unserer Zeit, in der viele Menschen sich ein Leben lang nach Anerkennung, Lob und Ansehen „sehnen“?

    Wie war es bei Ihnen in der Kindheit oder als ganz junger Mensch- haben Sie Lob für Ihre schulischen Leistungen bekommen, für die Arbeit im Haushalt oder einfach nur für ein Bild, welches Sie gemalt haben. Waren Freunde, Verwandte und Eltern an Ihrer Seite voller Anerkennung für Sie und Ihr Sein? Sollte das nicht so gewesen sein, fühlten Sie sich oft nicht wahrgenommen, anerkannt oder akzeptiert, dann kann dieser ständige „Hunger“ danach eine Schwäche und Kraftlosigkeit im Körper provozieren- mangelndes Selbstbewußtsein, mangelnde Achtsamkeit, mangelnde Liebe zu sich selbst- “ Ich muss, um etwas zu erreichen und zu erfahren, erst etwas leisten und deshalb erlebe ich jetzt auch keine Erfülltheit“.

    Erfülltheit im Leben entsteht nicht durch materiellen Reichtum. Sie entsteht durch Akzeptanz des eigenen Ich, durch Selbstachtung, Achtsamkeit und Anerkennung der eigenen Stärken und Schwächen.

    Ihre Meditation dafür kann folgendermaßen aussehen:

    • Wachen Sie morgens auf, dann springen Sie nicht sofort aus dem Bett- lassen Sie sich einige Minuten Zeit!
    • Lassen Sie Ihre Gedanken auf den anstehenden Tag wandern- bedanken Sie sich für einen wunderbaren Morgen voller Wärme und Geborgenheit oder Tatendrang und Kraft. An diesem neuen Morgen können Sie alles neu beginnen, Altes hinter sich lassen, nicht Beendetes umstruktuieren oder ganz verwerfen. Sie geben sich selbst die Freiheit, Ihre Gedanken zu lenken und selbstbestimmt und achtsam in den Tag zu starten. Bauen Sie sich selbst auf in Ihrer Wirklichkeit!
    • Was bedeutet positive Fülle für Sie- echte Fülle, die Sie zufrieden und gelassen sein lässt? Wie ist Ihr Leben zur Zeit, wie steht es um Ihre Gesundheit, Ihr Körpergefühl…
    • Was oder in welchen Bereichen Ihres Lebens fehlt die Fülle, fühlen Sie eine Leere?
    • Atmen Sie die Fülle an Zufriedenheit tief ein- führen Sie Ihre Atmung in Gedanken dorthin- atmen Sie tief ein und füllen Sie Ihre Lungen und Ihren Körper mit dieser Fülle an Zufreidenheit!
    • Beim Ausatmen sammeln Sie diese Kraft und Fülle in allen Bereichen des Körpers. Wiederholen Sie diese Atmung so oft, wie Sie benötigen, die Zufreidenheit und positive Energiefülle zu spüren.
    • Danken Sie für den Tag, der mit diesem wunderbaren Erlebnis begonnen hat und lassen Sie sich von ihm überraschen, voller Dankbarkeit, dass jeder neue Tag Neues bereit hält!

    Ich wünsche Ihnen greifbare Kraft, Fülle und Reichtum an Energie für sich Selbst und Ihre Lieben!

  • Die Kraft von Licht, Sauerstoff und Wärme

    In den nächsten Gesundheitstipps möchte ich Ihnen einige Formen der Meditation näher bringen. Im Beitrag über Stress habe ich ja bereits den „Kleinen Kreislauf“ vorgestellt, eine Übung aus dem Qi Gong. Bei allen Meditationen richtet sich der Blick nach innen, auf uns selbst. Dabei hilft das Atmen. Atmen ist Bewegung und diese ist Leben. Nahrung und Wasser sind sicher wichtig zum Leben, aber ohne Sauerstoff, den wir über die Atmung in jede Zelle schleusen, würden wir innerhalb von Minuten vergehen. Über eine meditative Atmung sind wir in der Lage, Emotionen zu lösen, das Herz als Träger des Shen(Geistes) reinigen und befreien. Mit dem Einatmen verbinden wir uns mit uns und der Umwelt, das Ausatmen bedeutet lösen oder loslassen.

    Unsere Atmung erfolgt autonom, d.h. wir müssen diese nicht bewußt steuern. Das ist unsere Atmung, mit der wir die Lebensfunktionen aufrecht erhalten. Mit der meditativen Atmung jedoch verfolgen wir einen bestimmten Zweck, wir möchten Zustände unseres Körpers und Geistes beeinflussen und damit den unmittelbaren Kontakt zum Qi- der Lebensenergie- aufnehmen. Meditative Atmung führt zu einer Achtsamkeit und tiefer innerer Verbundenheit zum eigenen Ich.

    Zur Zeit fehlt uns das Licht, die Sonne und die Wärme. Kunstlicht, der Aufenthalt in den Räumen und das graue Wetter lassen uns eine Sehnsucht nach Sonne und Wärme entwickeln. Gehen Sie mit mir auf die Reise zur Sonne, ins Licht und in die Wärme:

    Sollte die Sonne scheinen, dann setzen Sie sich warm angezogen in diese auf eine Bank oder an ein sonniges Fenster. Halten Sie die Augen geschlossen, das ist wichtig, um sich nach innen zu wenden. Sie können sich das Sitzen in der Sonne auch vorstellen. Beginnen Sie nun langsam zu spüren, wie Sonnenlicht Ihre Haut flutet. Die Sonne:

    • wärmt Ihr Gesicht und den ganzen Körper.
    • …erwärmt den Körper und öffnet diesen wie eine Blüte.
    • … fließt als goldener, warmer Lichtstrahl über den Scheitel und durchströmt den Kopf, die Arme, den Rumpf, die Beine, die Füße und jeden Bereich des Körpers. „Atmen“Sie das Sonnenlicht bewußt ein, tief ein und aus(bei Bluthochdruck mit leicht geöffnetem Mund). Mit jeder Einatmung strömt das Licht stärker in den Körper, mit jeder Ausatmung speichern Sie es im Zentrum des Körpers(Bauch).
    • … ist wohltuende und sogar heilende Wärme und Licht, sie durchflutet jede Zelle Ihres Körpers und bringt Ihnen Wärme und Lebenskraft(Qi). Lassen Sie beim Ausatmen alle Sorgen, Nöte und Ängste des Tages los- ganz bewusst und ohne zu zögern!

    Die Meditation führen Sie so lange aus, bis Sie sich frei, leicht und frisch fühlen. Das kann bereits nach wenigen Minuten sein, manch einer benötigt etwas mehr Zeit- nehmen Sie sich diese!

    “ Wenn du loslässt, hast du zwei Hände frei.“- diese chinesische Weisheit offenbart es- lassen Sie los und Sie können alles erreichen!

    Weißdorn

  • Immunsystem in der Chinesischen Medizin

    Zur Zeit meint es das Wetter nicht gut mit uns. Regen, Wind und dazu Temperaturen, die im Januar gar nichts zu suchen haben, provozieren unser Immunsystem mächtig. Was macht also ein(e) Therapeut(in) für Chinesische Medizin? Mithilfe der Akupunktur und Kräutermedizin sowie den Verfahren Schröpfen, Gua sha und Tuina lässt sich das Immunsystem wunderbar regulieren, aufbauen und anregen. Es lässt sich die spezifische als auch die unspezifische zelluläre und humorale Abwehr beeinflussen.

    • CM mit ihren verschiedenen Methoden im Einzelnen oder in Kombination verbessert die Proliferation( den „Nachwuchs“) der Abwehrzellen.
    • … verbessert die Produktion von Antikörpern, Komplementfaktoren und Interferonen.
    • … entfaltet ihre Wirkung auf das Immunsystem über das Hypothalamus- Hypophysen- System. Da dieses System das autonome und endokrine System kontrolliert, weitet sich die Immunstimulanz auch darauf aus.

    Neben der Akupunktur an verschiedenen Punkten, die das Immunsystem stimulieren, spielt die Moxibustion gerade in der kalten Jahreszeit eine wesentliche Rolle( siehe Methoden der CM). Eher flächige Methoden mit Moxa stärken Qi und Yang, punktuelle Anwendungen haben eine zerteilende und auflösende Wirkung. Schröpfen und Gua Sha wirken sofort stimulierend und führen oft schon während der Anwendung zur deutlichen Linderung von Beschwerden z. B. des Schnupfens oder der Atembeschwerden bei einer Erkältung.

    Moxa und akupunktur an Dickdarm 4 zur Behandlung einer Erkältung mit Kälte-Nässe
    Nadelmoxa an Dickdarm 4 zur Behandlung einer Erkältung mit Kälte-Nässe

    Mein Favorit zur Stimulation sind jedoch die verschiedenen Kräutermischungen je nach Syndrom- Schleim, Hitze, Kälte, Wind- diese pathogenen Faktoren spielen die Hauptrolle bei Erkrankungen mit schwachem Immunsystem, dazu kommen noch Stagnation von Qi und eventuell auch Trockenheit.

    Aber auch die chinesische und westlich- naturmedizinische „Hausapotheke“ kennt gute Methoden:

    • Hühnersuppe- nach altem Rezept der Oma gekocht mit einem Bio- Suppenhuhn, einem großen Bund Wurzelgemüse wie Möhre, Petersilienwurzel, Pastinake, Porree und einer Zwiebel, dazu bspw. Angelikawurzel, Ingwer und Knoblauch geben- 3 Stunden in einem großen Topf kochen, dann das Fleisch vom Knochen trennen, das verkochte Gemüse entfernen und den Sud mit frischem Gemüse und dem Fleisch noch einmal 20 Minuten köcheln- wärmt durch und vertreibt Keime!
    Angelika( Bild aus Heilpflanzenpraxis Heute)
    Angelika( Bild aus Heilpflanzenpraxis Heute)
    • Ingwerwasser- ein daumendickes Stück Ingwer gut waschen und mit einem Liter Wasser 15 Minuten köcheln- hilft bei allen Erkältungen.
    • Salbeitee- damit gurgeln und die Viren haben keine Chance!
    • Sollte Sie der Schnupfen erwischt haben, dann hilft folgendes Kräuterrezept: je 20 Gramm Kamillenblüten, Salbeiblätter, je 15 Gramm Eukalyptusblätter, Minzblätter und 30 Gramm Primelwurzel mischen, davon dann einen Esslöffel mit 300ml Wasser ansetzen und ca. 10 Minuten köcheln lassen, abseihen und mehrfach am Tag trinken- die Kräuter wirken schleimlösend, durchblutungsfördernd und entgiftend.
    • Frische Luft!! Ein Spaziergang an frischer Luft mit mittlerem Tempo sorgt für eine bessere Sauerstoffbindung und damit kann das Spurenelement Eisen besser wirken. Allerdings sollten Sie dazu frei von Fieber sein, mit Fieber- ab 38 Grad Celsius Körpertemperatur- ist Ruhe im Bett angesagt. Dann reicht es, alle zwei Stunden stoßweise zu lüften.
    • Inhalationen mit Thymian, Fenchel und Ysop sind gut für die Schleimhäute und lindern die typischen Beschwerden einer Erkältung.
    • Ein Teelöffel Honig morgens genommen, löst Schleim, baut Energie auf und versorgt den Körper mit Eisen und Mangan.
    • Schüssler Salze Nr. 3, 4, 6 und 21 wirken bei typischen Erkältungen lindernd, die für Sie richtige Kombination kann ich nach der entsprechenden Untersauchung zusammen stellen.

    Ein ganz wichtiger Faktor ist die Ruhe, wenn es Sie erwischt hat. Der Körper m u s s  sich erholen! Gönnen Sie sich ein bis drei Tage Auszeit bei einer leichten „Fastenkur“ mit Gemüsesuppe und Tee, danach bauen Sie Ihr Immunsystem mit basischen Nahrungsmittel und vielen Vitaminen aus der Nahrung wieder auf.

    Prävention ist das beste Mittel- Konstitutionsakupunktur bei einem schwachen Immunsystem bringt Sie aus dem Kreislauf ewiger Erkältungen heraus, dazu kommen geeignete Kräuter und ggf. eine Darmsarnierung.

    Ich wünsche Ihnen eine schnupfenfreie Zeit!