Autor: kira

  • Fit in der dunklen Jahreszeit

    Gesundheitstipp
    Gesundheitstipp 70

    Zugegeben- so richtige Winterstimmung kommt gar nicht auf und bei diesen Temperaturen ist Outdoorsport ja ohne Einschränkungen möglich, wenn da nicht die frühe Dunkelheit bzw. die späte Morgenröte wäre. Gerade deshalb möchte ich Ihnen heute eine Möglichkeit näher bringen, die Ihnen auch in der „dunklen“ Jahreszeit Fitness bringt.

    Der Crosstrainer ist nicht nur ein Frauengerät- er ist zugegeben mein Lieblingssportgerät im Herbst, Winter oder bei Regen, aber nur für Frauen- Irrtum. Ähnlich wie beim flotten Gehen oder Walking wird der ganze Körper trainiert, denn beim Crosstrainer wird das lockere Schwingen der Arme im Wechselrhythmus mit den Beinen imitiert. Damit ist das Training dem natürlichen Bewegungsablauf nachempfunden. Wichtig ist, dass man als Trainierender eine „runden“ Bewegungsablauf einhält. Es ist gar nicht kompliziert:

    • Mit festen Trainingsschuhen rauf auf die Pedale, die Hände greifen die Griffstange und dann tritt man locker los- rechter Fuß vor- linker Arm drückt gegen die Griffstange u.s.w.- bitte nicht nur vor- und zurück schieben.
    • Die Griffstangen werden nicht zu fest und nicht zu verkrampft gehalten, ca. 75% bis 80% der Bewegungskraft kommt aus den Beinen und dem Gesäß.
    • Die Stoßbelastung wie beim „normalen“ Jogging oder anderen Workouts mit Belastung der Beine (Stepaerobic, Aerobic…) fällt weg und Sie können Zeiteinheiten leichter durchhalten- super für das Grundlagenausdauer- bzw. Kardiotraining.
    • Mit der Kombination aus Vorwärts- und Rückwärts- Läufen trainieren Sie abwechslungsreicher und haben gleichzeitig ein Muskeltraining für die rückwärtige Beinmuskulatur, das Gesäß und die seitliche Bauchmuskulatur.
    • Für das Gerätetraining im Studio ist der Crosstrainer das ideale „Erwärmungsgerät“- schon 8- 10 Minuten in lockerem Tempo bringen den ganzen Körper auf Betriebstemperatur und sorgt vor allem in den Gelenken für eine schonende Vorbereitung.
    • Geeignet für: alle Altersgruppen zzgl. entsprechendem Trainingsprogramm, Einsteiger und Fortgeschrittene, Menschen mit Arthrose, Kniebeschwerden, Erkrankungen des Herz- Kreislauf- Systems, Diabetiker und Übergwichtige.
    • Der Crosstrainer ist ideal, um die Koordination auf Trab zu bringen und für alle, die an der Figur arbeiten- in 30 Minuten werden durchschnittlich 350 kcal verbraucht, wenn Sie wie oben beschrieben kombiniert „crossen“, dann können Sie auch deutlich mehr erreichen/ je nach Widerstandsstufe.
    • Gute Geräte für den Hausgebrauch gibt es bereits im mittleren Preissegment- lassen Sie sich im Sportfachgeschäft beraten oder fragen Sie einfach mich bei der nächsten Konsultation. Achten Sie besonders auf die Stellung der Fußpedale und die Geräte sollten über einen Trainingscomputer verfügen(Einstellung der individuellen Parameter, der Leistung, der Zeit…)
    • Ach ja übrigens, auch der Nachwuchs kann bereits auf dem „Crosser“ trainieren, eine Körpergröße von 150 cm sollten die Youngster allerdings haben.

    Lassen Sie sich inspirieren und fragen Sie Ihren „Weihnachtsmann“, ob er Ihnen in diesem Jahr Fitness schenkt- denn wie sagte beim letzten Aquafit- Training meine Trainerin:

    „Man nimmt nicht zwischen Weihnachten und Silvester an Gewicht zu, sondern zwischen Silvester und Weihnachten“- mit einem Augenzwinkern 😉 wünsche ich Ihnen ein tolles Probetraining- vielleicht schon morgen?

    Mein kleines "Fitnessstudio"
    Mein kleines „Fitnessstudio“, neben meinem „Crosser“ das Rennrad meines Mannes auf einer „Trainingsrolle“
  • Wasser- Quelle der Energie….

    Gesundheitstipp 72
    Gesundheitstipp 69

    und unseres Mutes. Wir befinden uns jetzt im „Großen Yin“ des Jahres und damit im Wasserelement.

    Dieses wird durch die Meridiane Blase und Niere repräsentiert.  Aus der Nierenenergie entspringt die Kraft aller anderen Organe. Wasser hat die Eigenschaft kraftvoll zu fließen und immer den Weg nach „unten“ zu nehmen- der Fluß entspringt einer Quelle und diese fließt abwärts zum Meer oder See. Es speichert Nährstoffe und Temperatur. Die Niere in der CM: Das yin der Niere ist unsere Ursprungsenergie, die Essenz, welche uns von den Eltern gegeben wird, das yang der Niere bildet die Grundlage der Wärme und der Aktivität des ganzen Körpers. Dem Wasserelemet zugeordnet sind Angst, der Mut und die Willenskraft.

    Der Naturkreislauf spiegelt sich 1:1 in unserem Körper, in unserem Leben wieder- jedes Organ hat bestimmte Hochphasen mit größerer Aktivität und bestimmte Ruhephasen. Der Winter ist die Zeit des Wasserelements. Im Winter ist es Zeit,  die Energie zu bewahren und damit zu haushalten, sich zu besinnen und zurück zu ziehen.
    Wie die Tiere sollten auch wir Menschen an Rückzug, Einkehr und Ruhe denken. Wenn wir im Winter weiter wie im Sommer spät ins Bett gehen, früh aufstehen und mit vielen Aktivitäten unterwegs sind, besteht die Gefahr, dass wir uns schnell verausgaben und krank werden. Ab dem 40. Lebensjahr ist diese Einkehr besonders wichtig, denn unsere Nierenessenz schwindet, auch wenn wir uns noch nicht älter fühlen und nach neuesten Aussagen die 40er die neuen 30iger sind 😉

    1.Stress und Angst gehen an die Nieren
    Was die Nierenenergie besonders schwächt, ist zuviel Stress, wenig Schlaf und ein unregelmäßiger Lebensstil. Auch Dauerlärm, zu leichte Kleidung, schlechte Ernährung und der exessive Konsum von Genußmitteln, Nikotin und ggf. anderen „Drogen“ schaden der Nierenenergie. Neben diesen äußeren Einflüssen sind es aber vor allem bewusste oder unbewusste Ängste, die die Nieren schwächen. Menschen mit schwacher Essenz haben wenig Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten, haben ständig Ängste unbestimmter Art. Sie haben Angst, „nicht gut genug zu sein“ und verfangen sich zu hohen Ansprüchen, rigiden Regeln und Verpflichtungen.

    Im Klassiker der CM-„Der gelbe Kaiser“ Huang di- heißt es:

    „Die drei Monde des Winters sind die Zeit der Sammlung und Bewahrung…Nun ist von Nutzen: Früh zu Bett und spät sich zu erheben,mit der Sonne aufzustehen,die Gefühle innen zu hütenund Ruhe zu bewahren.“ 

    Existenzängste können sich mit dem Gefühl, den Boden zu verlieren, mischen und manch einer glaubt, dem Leben einfach nicht mehr gewachsen zu sein. Manchmal kommen solche Gedanken, aber beim Gesunden setzen diese sich nicht fest. Menschen mit schwacher Nierenenergie neigen jedoch dazu, diese tief verwurzelten Ängste mit Überaktivität und übertriebenem Ehrgeiz zu überspielen und sich dadurch noch mehr zu verausgaben. Das führt irgendwann zu einer totalen Erschöpfung bis hin zum Burnout und Depressionen.

    2. Anzeichen einer Nierenschwäche
    In dieser Phase zeigen sich häufig die ersten körperlichen Symptome: Bei einem Nieren Yang-Mangel sind dies fast typisch kalte Hände und Füße, zu häufiges Wasserlassen, Kälte und Schmerzen im unteren Rücken. Menschen mit einem Nieren Yin-Mangel zeigen sich mit Erschöpfung und extreme Müdigkeit, Schlaf- und Denkstörungen, Tinnitus, und/oder Potenz- und Libidostörungen. Fast immer finden sich auch Haarausfall, schlechte Zähne und Knochenprobleme.
    Schwere chronische Krankheiten der Organe Niere und Blase können sich ausprägen- Blasenentzündungen, Nierenerkrankungen…

    Die Blase wiederum besitzt die wichtige Aufgabe, die verbrauchten Flüssigkeiten des Körpers auszuscheiden.Sie ist der Verwalter unser täglich benötigten „Basis“- Energie. Haben wir davon zu wenig, kann dies zu Rückenschmerzen führen. eine kräftige Blase steht für Anpassungsfähigkeit und Willensstärke – stehen wir „gerade und fest“ und sind wir „biegsam und anpassungsfähig“?

    3. Was tun sprach Zeus:- Selbsthilfe für das Wasserelemt

    • Wichtig ist ein regelmäßigen Tagesablauf mit ausgewogenen Aktivitäts- und Ruhephasen. Auch ein langer, erholsamer Schlaf und lange gekochte Hühnersuppen mit speziellen Kräutern und Gemüsesorten stärken die Nieren.
    • Besonders im Winter sind abendliche warme Fußbäder mit einer zerkleinerten Ingwerknolle (circa 15 Minuten bei 50 Grad Celsius) empfehlenswert- aber nur bei Kältegfühl.
    • Bei Rückenschmerzen, denen eine Nierenschwäche zugrunde liegt, kann neben Akupunktur und Akupressur auch eine spezielle Wärmebehandlung des Blasenmeridians mit Chinesischem Moxakraut helfen. Gleichsam stärkend ist die Nierenmassage mit Weinrautencreme nach Hildegard von Bingen.
    • Kindern sollte von Beginn an viel Grundvertrauen und Geborgenheit gegeben werden, damit sich Angstmuster gar nicht erst so leicht entwickeln können.

    Menschen mit einer starken Nierenenergie handeln aus ihrer inneren Kraft und besitzen Selbstvertrauen. Sie haben einen starken Willen ohne starrsinnig zu sein und stellen sich den Herausvorderungen des Lebens und des eigenen Weges. Gleichzeitig übernehmen sie Verantwortung für sich und andere ohne in die eigene Überforderung zu gehen- sie kennen und respektieren die eigenen Grenzen.

    Nehmen Sie sich Zeit für Ruhe und Geborgenheit: „Im Winter hält die Natur einen Schönheits- und Gesundheitsschlaf“ unbekannt

    _MG_7449

  • Zeit der Maronen

    Gesundheitstipp 71
    Gesundheitstipp 71

    Heute habe ich einen besonderen Gesundheitstipp- quasi ein Nachtrag zur basischen Ernährung- Maronen oder auch Esskastanien genannt.

    Maroni gehören zu den favorisierten Lebensmitteln aus der Klosterküche- Hildegard von Bingen lobt ihre wunderbaren Eigenschaften:

    „Wer an Milzschmerzen leidet, röste diese Kerne etwa in Feuer, esse sie oft mäßig warm und die Milz wird warm und bestrebt sich völliger Gesundheit.“

    „Ein Mensch, dem das Gehirn durch Trockenheit leer ist und der davon im Kopf schwach wird, koche die inneren Fruchtkerne dieses Baumes in Wasser und gebe sonst nichts dazu. Und wenn das Wasser ausgegossen ist, soll er sie oft nüchtern und nach dem Essen nehmen, und sein Hirn wächst und wird gefüllt und seine Nerven werden stark und so wird der Schmerz im Kopf weichen.“

    „Wer im Herzen Schmerzen leidet, so dass seines Herzens Stärke keine Fortschritte macht, sondern traurig ist, esse oft die rohen Kerne und das gießt seinem Herzen gleichsam einen Schmelz ein und er gelangt zu Stärke und Frohsinn.“

    • Maroni enthalten langkettige Kohlenhydrate, Stärke, Vitamin A, B1, B2, B3, B5, B6, C, E , sind sehr nährstoffreich. Ebenso besitzen sie wertvolle Mineralstoffe und Spurenelemente wie Eisen, Zink, Kupfer, Mangan, Magnesium, Kalzium und Kalium in optimaler Konzentration.
    • Maroni und Diabetiker? Natürlich, denn ihnen fehlen die Hexosen vom Typ Glucose oder Fructose, besitzen wie o.g. langkettige Kohlenhydrate und wirken durch die perfekte Zusammensetzung der Inhaltsstoffe(s.oben) stabilisierend auf den Blutzucker.
    • Aus Sicht der CM stärken sie Milz und Magen, haben einen positiven Einfluss auf das Yang(wärmende Nahrung), Stärken die Nieren- Essenz und können bei geistiger Schwäche, Konzentrationsstörungen, zur Stärkung der Nerven und Stärkung des Herzens eingesetzt werden. Positive Wirkungen haben Maroni bspw. auch bei Venenleiden und Gicht(neutralisierend, da basisch wirkend).

    Edelkastanien- nicht verwandt mit den Roßkastanien sondern eher zu den Eichenfamilien gehörend, sind die perfekte Nahrung im Herbst und Winter. Sie verbreiten beim Rösten einen tollen Duft, heben die Stimmung und haben auf Grund ihrer positiven Eigenschaften ein breites Einsatzgebiet in der Küche- über Püree und Suppe bis zur Füllung in Ente und Gans- probieren Sie einfach mal eine leckere Suppe aus:

    • Maroni können sie frisch im Ofen garen oder einfach in Salzwasser kochen- die Schale vorher kreuzweise einschneiden,
    • Zwiebel in Ghee oder Öl anschwitzen, die gegarten Maroni- alternativ aus dem Vakuumpack- dazu geben, das Ganze mit frischem Gemüsefond ablöschen, mit dem Stabmixer pürrieren und mit Galgant, Bertram und Quendel würzen, etwas Stein- oder Meersalz dazu geben- fertig- perfekt für den Arbeitsalltag.
    • Dekorieren Sie die Suppe mit frischen Kräutern oder Kresse oder geben ein Sahnehäubchen drauf.

    Auf den Weihnachtsmärkten sind Maroni die bessere Alternative zu Rauchwurst und Zuckerkram;)

    Genießen Sie Ihre Zeit- alles Liebe!

  • November- jetzt nur nicht sauer werden

     

    Gesundheitstipp 70
    Gesundheitstipp 68

    Sauer macht krank- harmonisieren Sie Ihren Säure-Basen-Haushalt!
    Falsche Ernährung, zu wenig Bewegung oder Stress sind Gründe dafür, dass das Säure-Basen-Gleichgewicht des Körpers und damit die Voraussetzung für Gesundheit, Vitalität und Lebensfreude gestört ist. Übersäuerung kann für die unterschiedlichsten Beschwerden verantwortlich sein. Die richtige Ernährung ist die erste und wichtigste Maßnahme, um einen gestörten Säure-Basen-Haushalt wieder ins Lot zu bringen. Darüber hinaus trägt ausreichend Bewegung dazu bei, Säureschlacken im Bindegewebe zu mobilisieren und wieder auszuscheiden. Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit ist es wichtig, nicht „sauer“ zu werden! Damit können Sie auch dem Novemberblues den Kampf ansagen.

    Umweltgifte und Schlacken unseres eigenen Körpers lassen den Stoffwechsel und die Entgiftungsorgane auf Hochtouren laufen… und das täglich! Sind diese überlastet oder stehen zu wenige Mineralstoffe (basische) zur Verfügung, kommt es zur Ablagerung der Schlacken im Bindegewebe- die Faszien verkleben. Das „Erlebnis“ Krankheit ist oft eine Reaktion des Körpers, diese sauren Stoffe wieder los zuwerden. Ist der Körper voll mit Schlacken und kann er diese nicht mehr abbauen, dann kommt es zur Schädigung in den tieferen Schichten, chronische Erkrankungen sind das Fazit.
    Übersäuerung als Krankheitsursache?  Heilpraktiker und ganzheitlich arbeitende Ärzte wurden oft nur belächelt, im schlimmsten Fall verhöhnt, wenn diese Diagnose gestellt wurde. In den letzten 5 Jahren haben aber messbare Ergebnisse und Studien zu mehr Akzeptanz geführt, auch in Reportagen- bspw. im NDR(„Die Ernährungs- Doc’s“) wurde über dieses Thema diskutiert.  Die Beschwerden reichen von diffusen Befindlichkeitsstörungen, über Allergien bis hin zu schweren Erkrankungen wie Infarkten, Apoplex und Krebs. Eine der Ursachen ist der moderne Lebensstil mit Fertigprodukten, stark verarbeiteten Lebensmitteln- Chemielabor statt Bio-, mangelnde Bewegung und Stressoren.  Damit wird der Organismus mit Säuren geradezu überschwemmt . Unser Körper hat aber nur begrenzte Ressourcen, um die Säuren wieder abzubauen.
    Der Mensch ist von Natur aus basisch. Der  pH-Wert des Blutes liegt zwischen 7,35 und 7,45 – schon geringe Abweichungen davon führen zu Störungen , bei stärkeren Abweichungen zu schweren Erkrankungen und sogar zum Tod. Die Körperstrukturen und dessen Flüssigkeiten haben einen bestimmten pH-Wert, was für ein gesundes Gleichgewicht untereinander sorgt. Dieses wird durch die Ernährung, Bewegung, Stress, Medikamente… beeinflusst. Kommt es auf lange Sicht zu einer Überforderung dieses Komplexes, dann sind Erkrankungen vorprogrammiert.Erste Anzeichen einer Übersäuerung sind bspw.:  Müdigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsmangel, Leistungsschwäche, Schlafstörungen oder auch Hypertonie.

    Wie ist es nun mit der mentalen Belastung?
    „Schlägt uns etwas auf den Magen“ oder müssen wir „etwas erst verdauen“, dann ist immer der Betroffene unser größter Immunkomplex- der Verdauungstrakt. Alle Emotionen, Stress jeglicher Art fordern dieses komplexe System. Dann kommt dazu, dass die Mahlzeiten häufig nur noch „Nebensache“ sind- in Ruhe essen oder achtsam essen ist für viele Menschen ein Fremdwort geworden. Natürliche Nahrung- frisch zubereitet mit allen wichtigen Bestandteilen- ist für viele aktuelle oder zukünftige Patienten mit einem großen Fragezeichen verbunden. Ganz häufig höre ich in der Sprechstunde: “ Das dauert zu lange, ist zu teuer oder gar „Ich kann nicht kochen“??? Auch ständiger Stress und negative Emotionen gehören zu typischen Gründen für eine Störung des Säure-Basen-Haushaltes.

    4x basische Nahrung und 1x saure Nahrung- da ist nichts dagegen einzuwenden. Dieses Verhältnis entspricht in etwa dem Säure-Basen-Verhältnis in einem gesunden Körper. Man muss also gar nicht so streng mit sich sein, um wieder in den basischen Bereich zu kommen und seinen Körper zu erholen.

    Säuren im Körper werden durch Fleisch, Fastfood, Weißmehl, Zucker, Kaffee, kohlensäurehaltige Getränke, Süßigkeiten, stark verarbeitetes Brot und Genußmittel (Alkohol, Nikotin)gebildet.

    Basen erreichen wir mit: Gemüse, Obst, bestimmte Fleischsorten, bestimmte Öle, bestimmte Getreide(Aufstellung bekommen Sie bei mir in der Praxis), Salaten…

    Gesunde Ernährung hat gar nichts mit Verzicht, nur Rohkost oder „Ökonahrung“ zu tun. Es geht um ein Wiederentdecken von gesunden Gewohnheiten und natürlichen Lebensmitteln- „Morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein Bürger und abends wie ein Bettler“

    Auf in die basische Ernährung:

    • Verzichten Sie auf Fertigprodukte und lesen Sie die Zutatenliste der Lebensmittel, die fertig gekauft werden. Alles was an erster und zweiter Stelle steht, ist am meisten enthalten, das sind oft schlechte Fette und Zucker.
    • Weniger Süßigkeiten: Süßigkeiten bestehen aus Zucker und Fetten. Schoki & Co. bauen sich direkt in Fettdepots um und fluten den Körper förmlich mit Säure. Trinken Sie lieber einen selbstgekochten Kakao mit Kardamom oder naschen selbst hergestellte Sesam-Honig-Riegel.
    • Mäßigen Sie sich im Wurst und Fleischkonsum. Bei meinen Großeltern und auch noch lange Zeit zu Hause gab es nur am Sonntag Fleisch. In unserer Familie setzen wir dieses Prinzip fort, es gibt nur an den Sonntagen, wenn gewünscht Fleischgerichte, ansonsten greifen wir im Alltag auf Gemüse und Fisch zurück.
    • Essen Sie drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst am Tag- eine Portion entspricht Ihrer Innenhand . Die Inhaltsstoffe in Gemüse und Obst sind besonders wertvoll, weil basisch, fettfrei und mit lebenswichtigen Vitalstoffen für Stoffwechsel und Verdauung.
    • Wenn denn Getreide oder Brot gegessen wird, dann in der Vollkornvariante und Bio! Nur im vollen Korn ist alles enthalten, was den Körper basisch werden lässt, auch wenn Getreide direkt nicht basisch wirkt, sondern als „Guter Säurebilder“ eingestuft wird. Besonders wertvoll ist der Ur- Dinkel bzw. Dinkel nach Dr. Hertzka, dieser ist unverändert und ursprünglich und auch für Menschen mit Unverträglichkeiten geeignet.
    • Trinken Sie ausreichend- der Körper benötigt zwischen 1,5 und 2 Liter Flüssigkeit/ Tag, um ein gesundes Milleu zu erreichen. Ist es heiß, treiben Sie Sport oder absolvieren eine Entgiftung, dann sollten es 2,5 bis 4 Liter/ je nach Belastung sein. Der Durst ist ein schlechter Ratgeber, sind wir durstig, ist die Zelle schon sauer 🙁 Ach ja, das beste Getränk ist einfaches Wasser ohne Schnickschnack- lauwarm, so wird es von den Zellen am besten verstoffwechselt. Einfach zu merken ist die Menge 6- 8 Gläser Wasser/ Tag  😉

    Und wie sieht die Chinesische Medizin das Thema “ Sauer“? Na ganz einfach, Schlacken sind Toxine, die unseren Körper vergiften, Schleim erzeugen und damit das wichtige Zirkulieren- das TONG- der Energie blockieren- die Symptome wie oben sind gleich, werden aber oft viel eher richtig eingeordnet, dann Zunge und Puls täuschen einen guten TCM-Therapeuten nicht. Die Behandlung wird entsprechend abgestimmt nur dann… muss der Patient auch Einiges selbst machen. Ach ja, die Kräuterrezepturen leiten Toxine aus- Symptome, dass die „Bösewichte“ unseren Körper verlassen sind möglicherweise provoziertes Schwitzen, starkes Urinieren auch mit verändertem Geruch, stärkerer Stuhlgang mit verändertem Geruch bis hin zu mgl. Durchfällen- die aber unter Kontrolle bleiben. Aber die Rezepturen werden immer wieder angepasst und somit besteht nicht die Gefahr des Energieverlustes.

    Werden Sie nicht sauer!

    “ Deine Nahrung sei Deine Medizin“….-  frei nach Hippokrates

    Gesundheitstipp Nr. 9

  • Rückzug bedeutet…

    Gesundheitstipp 69
    Gesundheitstipp 67

    Haushalten mit den Kräften- die Natur zeigt uns jedes Jahr, wie es gehen sollte. Wir wander in den Bereich des Jahres, wo Körper und Geist zur Ruhe kommen sollten, befinden uns jetzt im Metallelement, dem kleinen Yin des Jahreskreises. In der Chinesischem Medizin und den Medizinrichtungen Asiens ist das Element Metall der Klarheit und der Intuition zugeordnet. Lunge und Dickdarm sind die entsprechenden Funktionskreise. Der Funktionskreis Lunge ist der Ort des Austausches von Qi. Hier wird die klare Energie des Himmels (Zukunft) aufgenommen und die trübe Energie des Menschen (Vergangenheit) abgegeben- alles in einem uralten Rhythmus.

    Im Herbst zeigen sich nach dem „Blätterregen“ die Strukturen in der Natur.  Alles Überflüssige wird losgelassen. Das Qi (Lebenskraft) und die Säfte der Pflanzen ziehen sich nach innen und unten zurück. Genau diese Fließrichtung hat auch die Lungenenergie (Yin-Organ). Ihr Yang-Partner, der Dickdarm, ist für das Ausscheiden und Loslassen des Trüben zuständig. Alles was in der Natur abläuft, wurde gerade im asiatischen Raum über tausende Jahre beobachtet und auf den Menschen als Teil der Natur übertragen. So entstand letzendlich die Betrachtungsweise zu den Fünf Elementen und Wandlungsphasen…. und Metall nährt Wasser und kontrolliert Holz – den Sitz der Gallenblase und Leber und damit auch der Entscheidungen. Fehlt das Klare im oder mit dem Metall, kann das Holz gar nicht oder nur schwer entscheiden.
    Metall…:

    • erzeugt Dichte und Konzentration,
    • es verleiht die nötige Struktur, um unserem Körper und unserem Leben Stabilität zu geben, aber…
    • birgt auch die Gefahr der Starrheit, des Starrsinns,
    • Menschen mit schwachem Metall leben mit Ängsten vor Veränderungen, „kleben“ an der Arbeit und Beziehungen, egal ob diese ihnen gut tun und können sich von Nichts trennen. Häufig versinken die Betroffenen im Selbstmitleid und „pflegen“ unbestimmte Trauer und Melancholie bis hin zur Depression. Sie erkennen nicht, dass es nötig ist, sich für das Eigene Raum zu nehmen. Schwierigkeiten werden nicht mit Abstand gesehen. Ist das Metall lange Zeit geschwächt dann kommt es zu körperlichen Symptomen- erste Anzeichen sind eine geschwächte Abwehrkraft mit den vielfältigen Symptomen von Erkältungen, Bronchitiden, Hauterkrankungen und/oder Allergien. Das „schwache“ Metall vererbt sich auch von Generation zu Generation.
    • Die Lunge kontrolliert die Oberfläche des Körpers, weshalb bspw. Hautkrankheiten dem Metall zugeordnet werden. Bei Hautsymptomen geht es immer auch um Grenzen und Abgrenzung – die Haut verbindet und trennt uns von der Umwelt. Bei einer Schwäche dringen pathogene Faktoren ein und führen äußerlich und innerlich zu Erkrankungen.  Besteht ein ausgeglichener Zustand dann ist eine gesunde Haut – leicht glänzend mit seidig- glänzenden Haaren ein Merkmal der Gesundheit.
    • Der Dickdarm als Yang- Meridian im Metall kontrolliert das Ausscheiden und Loslassen auf allen Ebenen – „nur mit leeren Händen kann man Neues greifen“, erst müssen wir ausscheiden und loslassen, dann kann Gutes und Neues reifen! Das gesunde Qi im Dickdarm sorgt dafür, dass wir Dinge zu Ende bringen können und nicht immer wieder alle Entwicklungen abbrechen. Sie stärkt auch Intuition und Instinkt, nicht umsonst führt der Meridian vom Zeigefinger bis zur Nase. Fast alle Entscheidungen laufen intuitiv ab, ist das Qi des Dickdarms im Gleichgewicht, dann „riechen“ wir den richtigen Weg!
    • Ist das Metall in Balance , kann sich  die Körperseele der Lunge(P’o) – und damit das Wissen des Körpers von sich selbst und seiner Umwelt, voll entfalten. Dieses unbewußte- intuitive- Wissen ist grundlegend für alle lebensnotwendigen körperlichen Abläufe, vom Blutkreislauf über die Atmung bis hin zu den Organfunktionen. Es ist eine klare Ausrichtung vorhanden, ohne sich zu sehr durch Dogmen und Glaubenssätze einzuschränken. Der Verstand ist „aufgeräumt“, die Intuition klar und nutzbar, sozialen Beziehungen sind stabil, produktiv und lebendig. Metall im Gleichgewicht bedeutet auch, den eigenen notwendigen Raum zu erkennen und zu nehmen, Gerechtigkeit zu sehen und zu geben und in deutlicher Sprache unsere persönliche Wahrheit auszudrücken- auch sich selbst gegenüber.

    Stärken Sie Ihr „Metall“ mit Speisen, die leicht scharf sind und mild Lunge und Dickdarm tonisieren- täglich ein wenig Kresse, Rettich, milden Senf oder gedünstete Zwiebeln und Knoblauch- aber mit Maß.

    Emanuel Kant: Das Höchste, was der Mensch besitzen kann, ist jene Ruhe, jene Heiterkeit, jener innere Friede, die durch keine Leidenschaft  b e u n r u h i g t  werden kann.

    eiche-dettmannsdorf-seite-sonne-10-01

     

     

  • Tee aus Hortensien?

    Jaaa… und zwar mit der Japanischen Teehortensie oder auch zu Ehren von Buddha “ Buddha- Hortensie“ genannt. Sie stammt nun wirklich aus den rein asiatischen Gebieten und wird als Heil- und Teepflanze eingesetzt. vor allem in der Zeit von 1600 bis 1868 erfreuten sich die zahlreichen Arten der Teehortensien großer Beliebtheit und wurden in den asiatischen Klöstern angepflanzt bzw. „umrankten“ die Klöster förmlich wie ein „Teewald“.

    • Die Tee-Hortensienpflanzen enthalten Phyllodulcin(ungiftig nach der Fermentierung). Dieses ist 250-mal, je nach Art der Pflanze sogar 600-800mal süßer als Zucker. Dementsprechend reicht bereits ein Blatt/ 250ml Wasser aus, um dem Getränk eine milde Süße zu geben. Die Blätter und Blüten, vor allem die jungen Triebe werden getrocknet, dann noch einmal zum Fermentieren befeuchtet, das erhöht den Süßegrad.
    • Ein weiterer Inhaltsstoff ist Tannin, glücklicherweise kein Koffein und keine giftigen Glykoside. Weiteres wird seit einiger Zeit erforscht, es sind aber auch Antioxidatien und bestimmte Aminosäureverbindungen enthalten, welche die entsprechende heilende Wirkung entfalten(wie bei allen asiatischen Kräutern/ Pflanzen).
    • Amacha(Süß) – Tee- so wird der Hortensientee genannt-  wird als Antiallergikum und zur Bekämpfung von Parodontitis eingesetzt, desweiteren wirkt er pilzhemmend und antibiotisch . Die entzündungshemmenden Eigenschaften von Amacha pflegen die Kopfhaut und schützen vor Haarausfall.
    • Die Wirkung dehnt sich auf die Funktionskreise Lunge, Herz und Magen/Milz aus, den Sud oder die aufgegossenen Blätter kann man als Kompressen für die Haut verwenden oder sogar als Fußbad nutzen. Selbstverständlich steht der Trinkgenuss an erster Stelle.

    Die Teehortensie habe ich seit einigen Jahren in meinem Garten und nutze diese gerade im Sommer gerne als Teevariante. Ein wenig Geduld und einen frostfreien Platz zum Überwintern benötigt die erfolgreiche Anpflanzung.

    Teehortensie im Herbst- Blattwerk
    Teehortensie im Herbst- Blattwerk

    „Alle Klugheit und Weisheit ist umsonst, wenn man die Lage nicht zu nutzen weiß, gleichwie Pflug und Hacke nichts ausrichten, wenn man die richtige Zeit nicht trifft.“ Weisheit aus China

  • Mystische Mistel?

     

    Die Mistel- ein Sandelholzgewächs- umrankt ja zahllose Legenden und Mythen. so langsam kommt diese wundersame „Pflanze“ zum Vorschein, denn das Jahr neigt sich dem Ende und die Bäume geben preis, was oft in lichter Höhe und bei vollem Laub nicht erkennbar war. In früheren Zeiten war die Mistel eine wichtige magische Pflanze, die von den Druiden mit goldenen Sicheln geerntet wurde und nicht zu Boden fallen durfte, denn sonst würde sie ihre besondere Wirkung einbüßen. An sich ist diese nur in Bäumen zu findende Pflanze ein Schmarotzer, denn sie bedient sich der Nährstoffe und des Wassers ihrer „Wirte“. Aber ein Schmarotzer mit „Tiefenwirkung“:

    • In der modernen Pflanzenheilkunde wird die Mistel gegen Bluthochdruck und gegen Krebs eingesetzt, Grund dafür sind die Wirkungen: beruhigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend und tonisierend durch die Inhaltsstoffe: Alkaloide, Asparagin, Bitterstoffe, Harze, Histamin, Inositol, Oleanolsäure, Pyridin, Saponine, Schleimstoffe, Tyramin, Viscalbin, Viscin, Viscotoxin, Xanthophyll und Zink. Daraus lässt sich das breite Einsatzspektrum ableiten,…
    • Mistelprodukte werden bei Bluthochdruck, Herzschwäche, beschleunigtem Puls, Arteriosklerose, Ödemen, Fieber, Verdauungsproblemen, Magenschwäche, Bauchspeicheldrüsenschwäche, leichten Formen von Diabetes II,  Gallenschwäche, Nervenschwäche, Kopfschmerzen,  Schwindel, chronischen Gelenkerkrankungen und Rheuma, Frauenkrankheiten, Epilepsie, Heuschnupfen, Krampfadern, Ekzemen und Geschwüren, eitrigen Wunden und in der naturheilkundlichen Krebstherapie eingesetzt.
    • Die Mistel ist in der chinesischen Kräutermedizin unbekannt, kann aber in Kombination mit anderen Kräutern eine hervorragende Wirkung auf die Meridiane Herz, Leber/ Gallenblase, Lunge, Magen/ Milz ausüben. Weiterhin stellt sie ein Tonikum für den Nierenmeridian dar.
    • Auf Grund einer leichten Toxizität sollte die Mistel nur von Fachleuten und sehr behutsam eingesetzt werden. Anwendung finden Kaltauszüge, Tee, Urtinktur und Kompressen- Misteltee wird immer als Kaltauszug angesetzt. Im kalten Wasser lösen sich die schwach giftigen Stoffe (z.B. das Glykosid Viscalbin und Viscotoxin) nicht auf und daher ist der Kaltauszug der Mistel ungiftig. Außerdem würde die Heilwirkung der Mistel bei Erwärmung gemindert werden.
    • Krebstherapie mit Mistel– Zur Begleitung einer Krebstherapie und auch zu deren Nachbehandlung kann man Mistelpräparate in spezieller anthroposophisch-homöopathischer Aufbereitung anwenden. Die Wirksamkeit dieser Mistelpräparate wurde durch zahlreiche Studien untermauert. Der Erfolg der Krebstherapie kann in vielen Fällen verbessert und Nebenwirkungen von Chemotherapie gelindert werden. Es ist wichtig, betroffene Patienten über die Wirksamkeit naturheilkundlicher Verfahren aufzuklären!
    • Die Mistel ist dem Wasser- und Luftelement unterstellt. Sie entzieht sich ganz dem Wirkungsbereich der Erde und des Feuers. Auf den Menschen übertragen entsprechen die Elemente Luft und Wasser den Gefühlen und der Lebensenergie. Druck- und Spannungsunterschiede in der Atmosphäre entstehen entsprechend der Naturgesetze durch die Einwirkung von Wärme und Erdanziehungskraft. Da die Mistel von Wärme und Erdkräften nicht berührt wird, hält sie Druck und Spannung aus ihrem Wirkungskreis fern. Stress, angespannte Gefühle und ein hitziges Gemüt sind dem Wesen der Mistel fremd. Da in solchen Gefühlszuständen eine häufige Ursache von Bluthochdruck liegt, ist ein Bezug zwischen dem Wesen der Mistel und ihrer körperlichen, blutdrucksenkenden
      Wirkung offensichtlich. Die Mistel- lateinisch Viscum album- vermittelt ein Gefühl der inneren Stille und Schwerelosigkeit
    • Die Mistel steht unter Naturschutz, somit ist das Sammeln nicht erlaubt. Aber wir haben in den Apotheken gute Mistelprodukte zur Verfügung.
    • Ach ja… zur Weihnachtszeit soll ein Mistelzweig den Liebenden, die sich darunter küssen, ewige und bedingungslose Liebe bescheren!

    Achten Sie beim nächsten Herbstspaziergang ruhig mal auf die Mistel- dort, wo es viele gibt ist vielleicht ein Druidenkreis;), auf jeden Fall schwingen dort die Energien sehr stark!

     

     

  • Ingwertee in aller Munde…

     

    Gesundheitstipp 68
    Gesundheitstipp 68

    …und zwar immer dann, wenn es kalt und nass wird. Aber ist die Wurzel wirklich immer und überall zu genießen? Erst einmal kommt hier der Steckbrief zum Ingwer- Zingiberis officinalis rhizoma oder Gan Jiang:

    • Ingwer gehört zu den Kräutern der heißen Kategorie, ist von scharfem Geschmack und wirkt auf die Funktionskreise Milz, Magen, Nieren, Herz und Lunge.
    • Gan jiang wärmt die Mitte und leitet Kälte aus, erneuert zerstörtes Yang, treibt innere Kälte aus, wärmt die Lunge, wandelt Schleim um, wärmt die Meridiane ganz allgemein und stoppt Blutungen.
    • Daran können Sie erkennen, dass Ingwer ein Winterkraut ist oder nur für Personen geeignet, denen es an Yang fehlt. Das bedeutet, Ingwer für alle ist nicht gut, denn wenn jemand schon zuviel Hitze besitzt, bei dem können sich durch den Genuss von Ingwertee oder viel Ingwer Symptome wie Unruhe, Schlafstörungen, Hypertonie… verstärken.
    • …zuviel Ingwer verletzt das Qi und erzeugt Hitze.
    • Ingwer sollte nur sehr sparsam in der Küche und wirklich nur bei einer „Erkältung“ eingesetzt werden, d.h. es sollten keine Hitzezeichen vorhanden sein- Fieber, Hitzegefühl, Schwitzen, heiße Hände und Füße… und auch dann nur wenig.
    • Zusammen mit anderen Kräutern wird Gan Jiang in der CM bei Bauchschmerzen durch Kälte, bei Blässe mit kalten Gliedmaßen, bei Kälte- Husten mit Schleim und bei Kälte-Schmerzen oder Kälte- Blutungen eingesetzt.
    • Er wirkt durch seine Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Zingiberen, Zingiberol, Gingerol, Shogaol , Vit. B6, Vit. A, Eisen, Magnesium und Calcium.
    • Cave! Schwangerschaft! Schwangerschaft ist eine absolute Kontraindikation für den Einsatz von Ingwer.
    • In meiner Praxis setze ich den Ingwer in wärmenden Kräutermischungen ein bzw. nutze Tinkturen, um bestimmte Krankheitsbilder zu behandeln. Sehr gerne kombiniere ich den Ingwer mit Wu wei zi und Xi xin, um Kälte in der Lunge zu behandeln oder ich setze Gan cao und Yi tang mit Ingwer zusammen gegen typische Kälte- Bauchschmerzen mit Übelkeit und Erbrechen ein.
    • Für einen Ingwertee, den man mit 200ml / Tag bei kaltem Wetter genießen darf und zur Steigerung der Immunabwehr kocht man ca. 5 Gramm Ingwerknolle mit 300ml Wasser 15 Minuten leicht aus, gießt ggf. etwas Wasser nach und nimmt den Sud dann für einen wärmenden Tee. Das ausgekochte Wurzelstück lässt sich noch für eine Suppe verwenden.

    Es ist wie immer “ Die Dosis macht das Gift“- bei Beachten der Hinweise ist Ingwer ein gutes Kräutlein(Wurzelchen), welches sich vielseitig einsetzen lässt. Übrigens haben wir einen einheimischen Bundesgenossen mit Namen Galgant- milder und besser verträglich.

    Frischer Ingwer mit Äpfeln- bei Kälte und Yang-Mangel ergibt dies ein wärmendes Kompott
    Frischer Ingwer mit Äpfeln- bei Kälte und Yang-Mangel ergibt dies ein wärmendes Kompott
  • Was darf man denn noch essen…?

     

    Gesundheitstipp 69
    Gesundheitstipp 69

    Aus aktuellem Anlass und ausnahmsweise gibt es an diesem Montag einen zweiten Beitrag- vielleicht nicht unbedingt ein Gesundheitsbeitrag, sondern eher eine meiner Empfehlungen für ein gutes und abwechslungsreiches Essen zum Abend. Immer wieder werde ich gefragt, wenn ich die Ernährungstherapie mit meinen PatientenInnen bespreche: “ Was darf ich denn überhaupt noch essen“. Ganz ketzerisch gesagt: „Alles was frisch zubereitet wird und wenig verarbeitet zu kaufen ist“! Auch ich stehe jeden Abend vor der gleichen Frage des gesunden Essens.

    Hier mein Tipp- übrigens auch sehr gut, wenn Gäste erwartet werden:

    • Ofengemüse der Saison- aus verschiedenen Sorten Kürbis, verschiedene Sorten Mohrrüben, Pastinaken, Petersielienwurzeln, Porree, Zwiebeln, etwas Sellerieknolle, Knoblauch und Olivenöl, dazu Salz, Pfeffer, Bertram, Galgant und Quendel.
    • Das Gemüse putzen, fein würfeln, Porree und Zwiebeln in dünne Ringe schneiden(macht sich prima mit einer scharfen Küchenschere), alles in eine große Schüssel geben, den Knoblauch auspressen oder mit dem Messer zerdrücken und mit den Gewürzen unter das Gemüse mischen, alles mit Olivenöl(ca. 150ml) begießen und gut durchmengen- frei nach Jamie Oliver natürlich mit sauberen Händen, ca. 2 Stunden durchziehen lassen, wenn Zeit dazu da ist, ansonsten…
    • …die Menge auf ein Blech(Backpapier) geben und im Ofen garen, bei viel Zeit bei 100 Grad Umluft, ansonsten bei maximal 150 Grad Umluft(Olivenöl darf nicht höher erhitzt werden), garen bis das Gemüse weich wird. Während das Gemüse fast allein vor sich hin gart, können Sie sich um sich selbst kümmern, sporteln, sich mit der Familie austauschen oder, oder, oder…
    • Gewürzt wird nach Geschmack, Salz gebe ich persönlich erst immer zum Schluss am Tisch über das Gemüse.
    • Ach ja, wer jetzt wieder sagt, ach, das ist ja wieder mehr Arbeit für mich, dem sei gesagt, die Familie kann ruhig helfen. Selbst kleinen Kindern macht Gemüse putzen und würfeln Spaß, wenn man nicht unbedingt auf Maßarbeit Wert legt;), also ran an’s Gemüse…
    • Kürbis, Sellerie, Möhren und Co. haben jede Menge Beta- Carotin und andere Vitamine, Spurenelemente und andere wertvolle Inhaltsstoffe, Olivenöl liefert die notwendigen gesunden Fettsäuren und Gemüse ist so leicht gegart sehr gut verdaulich, deutlich besser als Brot, Wurst, Käse oder Fleisch.

    Ich wünsche „Guten Appetit“- weitere Anregungen finden Sie auf www.knusperstuebchen.net- der für mich beste Food- Blog.

    Ofengemüse mit Pinienkernen
    Ofengemüse mit Pinienkernen
  • Portulak- Wieder entdeckt…

     

    …habe ich diesen unscheinbaren aber vielseitig einsetzbaren Wintersalat beim Anlegen meines Hochbeetes. Auf der Suche nach einer winterlichen Vitaminbombe bin ich auf das Gewächs aus Kleinasien und dem Mittelmeerraum gestoßen. Der Portulak wurde schon um 800 v.Chr. in babylonischen Schriften als Heil- und Küchenpflanze erwähnt. Begeistert von seinem breitem Einsatzgebiet habe ich ihn dann schnell in meinen Hochbeetgarten aufgenommen und bereits als Salat, wie auch als Heilpflanze eingesetzt:

    • Die Postelei, wie der Portulak auch genannt wird, wirkt antibakteriell, blutreinigend, blutstillend, harntreibend und tonisierend durch die Inhaltsstoffe Vitaminkomplex- Vitamine A, B-Komplex und C- , Schleimstoffe, Magnesium, Calcium, Kalium, Eisen, Omega-3-Fettsäuren, Alkaloide, Flavonoide, Glutaminsäure, Cumarine, Oxalsäure, Saponine, Beta-Sitosterol und Zink . Daraus lässt sich sein Einsatzgebiet ableiten:
    • …durch den herb-leicht scharfen, aber auch leicht süßlichen Geschmack wirkt er aus Sicht der CM auf die Funktionskreise Magen/Milz, Herz/Dünndarm und Lunge/Dickdarm, indirekt aber auch auf die Leber und den Nierenfunktionskreis(Nieren-Qi).
    • Einsatz findet ein Frischpresssaft oder die frischen Blätter bei Husten, Fieber, Zahnfleischentzündung, Sodbrennen, Verdauungsschwäche, Magenschleimhautentzündung, Darmentzündung, Verstopfung, gegen Würmer, Hämorrhoiden, Skorbut bzw. Entzündungen im Mundraum, Frühjahrsmüdigkeit, Nierenschwäche, Arteriosklerose aber auch bei Nervenleiden und Kopfschmerzen.
    • Postelei enthält für eine Grünpflanze viele Omega-3-Fettsäuren. Daher kann dieser wohlschmeckende Salat Arteriosklerose vorbeugen und somit auch Herzinfarkt und Schlaganfälle verhindern helfen.
    sibierischer Portulak in meinem Hochbeet- winterhart und gerade blühend
    sibierischer Portulak in meinem Hochbeet- winterhart und gerade blühend
    • Die Samen enthalten Proteine und essentielle Fette und können gemahlen als Zusatz im Mehl verwendet werden.
    • Der Frischpresssaft ist ein effektives Mittel bei Wurmbefall- sowohl beim Menschen, als auch beim Tier.
    • Köstlich frisch ist ein Salat mit Portulakblättern, der im Winter(winterharte Sorten) den Speiseplan bereichert und außerdem trotz des rohen Genusses den Magen und Darm nicht zu stark belastet.
    • Ich nutze den Portulak gemeinsam mit Spinat, Kresse, Kiwi und Banane für einen „grünen Smoothie“.

    Geben Sie diesem wiederentdeckten Vielkönner im Garten oder in einem großen Topf ein Plätzchen an der Sonne mit ausreichend Feuchtigkeit. Die Wildform finden Sie sogar auf anspruchslosen Böden.

    DSCI0169